Archivfoto: Daniela Petersen

Nach Hackerangriff: HLSB Fulda richtet Notfall-Ausleihe ein

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Fulda - Nach dem mutmaßlichen Hackerangriff auf die Uni Gießen stehen die meisten Dienstleistungen der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek Fulda (HLSB) weiterhin nicht zur Verfügung. Es wird allerdings eine Notfall-Ausleihe eingerichtet.

Wie die HLSB mitteilt, steht die Not-Ausleihe ab Mittwoch, 18. Dezember, um 14 Uhr zur Verfügung. Die Verantwortlichen wollen eine Literaturversorgung über die Weihnachtspause gewährleisten.

Zunächst bis Ende des Jahres sollen über die Not-Ausleihe bis zu zehn Medien pro Bibliotheksausweis während der Servicezeiten ausgeliehen werden können. Das gelte auch für Medien aus dem Abholregal. „Die über Not-Ausleihe entliehenen Medien können nicht verlängert werden. Die Rückgabe dieser Medien muss an einer der Servicetheken während der Servicezeiten der HLSB erfolgen“, teilt die HLSB mit.

Voraussetzung für die Not-Ausleihe sei die Vorlage des Bibliotheksausweises und des Personalausweises oder Reisepasses. Es wird gebeten, die ab dem 18. Dezember ausgeliehenen Medien spätestens bis zum 31. Januar 2020 zurückzugeben. Vor dem 8. Dezember 2019 ausgeliehene Medien sind bis zum 8. Januar 2020 abzugeben. Die HLSB bittet, die Rückgabequittungen aufzuheben.

Weitere aktuelle Informationen und Hilfe zur Literatursuche während des Systemausfalls finden Sie hier.

Auch die Online-Dienste an der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars sind nicht verfügbar. Auch dort wurde nun ein Notfallplan erarbeitet: Vor Ort können Medien ausgeliehen werden. „Wir haben von der Universität Gießen ein Fax bekommen, dass sie keine Prognose abgeben können, wie lange das Problem anhält. Da mussten wir reagieren. Wir wollen den Lehrbetrieb nicht stoppen“, erklärt Dr. Alessandra Sorbello Staub, Leiterin der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars.

Die rund 350.000 Bücher, Zeitschriften und sonstigen Medien können wieder ausgeliehen werden. „Wir geben das händisch ein“, sagt sie. Der hessische Verbundkatalog, über den die Bücher dort gesucht werden können, würde funktionieren. Die Online-Dienste, also das Vorbestellen und Verlängern, sei jedoch nach wie vor nicht möglich. / lio, dan

Das könnte Sie auch interessieren