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Nach 23 Jahren im Sparkassen-Vorstand: Alois Früchtl geht in den Ruhestand

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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FULDA - Fast 23 Jahre lang trug er Vorstandsverantwortung im Fuldaer Sparkassenwesen. Während dieser Zeit war Alois Früchtl „das“ Gesicht des Marktführers in der Region. Jetzt beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Zum bevorstehenden Jahreswechsel geht der 64-jährige Vorstandsvorsitzende in den Ruhestand.

Landrat Bernd Woide, amtierender Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Fulda, lobte bei der Verabschiedung am Dienstagabend das Engagement von Alois Früchtl für die Region. „Er hat sich stets für den Mittelstand stark gemacht – und damit das Fundament des Wohlstands unserer Region weiter gefestigt“, sagte Woide und ergänzte: „Er war damit eine entscheidende Triebfeder der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Landkreis Fulda.“ Tradition, Kontinuität, Weltoffenheit und Toleranz zeichneten Alois Früchtl aus: „Gebürtig aus einem kleinen Ort im Bayerischen Wald, ist er gleichermaßen bodenständig wie zukunftsorientiert. Das ist eine gute Mischung – nicht nur für einen Sparkassen-vorstand, sondern auch, um im Osthessischen Fuß zu fassen, mit Leidenschaft ehrenamtliches Engagement zu unterstützen und hier Heimat zu finden“, befand Woide und schloss: „Alois Früchtl war der richtige Mensch zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“

Zuverlässigkeit, Bodenständigkeit und Verbundenheit

Gerhard Grandke, Geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen, bezeichnete Früchtl als ausgezeichneten Fachmann und versierten Kenner der Sparkassenorganisation. Sein beruflicher Werdegang, sein Engagement für die Sparkasse und für die gesamte Organisation sowie seine feste Verwurzelung in der Region zeigten, dass Früchtl für das einstehe, was die Sparkassen als Unternehmen ausmache: Zuverlässigkeit, Bodenständigkeit und Verbundenheit.

Als designierter Nachfolger hatte Uwe Marohn zuvor auch im Namen seines Vorstandskollegen Horst Habermehl und des Personalrats die große Kollegialität Früchtls gewürdigt. Er habe in hohem Maße Vertrauen geschenkt und umgekehrt großes Vertrauen genossen. Die Sparkassenidee habe er nach innen wie nach außen in jeder Hinsicht glaubwürdig und überzeugend repräsentiert.

„Ein Glücksfall“

Alois Früchtl war im Februar 1997 und damit etwa ein Jahr vor dem Zusammenschluss der damaligen Kreissparkasse mit der früheren Städtischen Sparkasse und Landesleihbank nach Fulda gewechselt. Im Herbst 2002 übernahm er in der fusionierten Sparkasse Fulda das Amt des Vorstandsvorsitzenden von seinem Vorgänger Reiner Görg. Bei seinen Dankesworten bezeichnete Früchtl selbst den Wechsel nach Fulda als „Glücksfall“. Vor allem die Unterstützung vieler engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse und die engen Kontakte zu den Unternehmen des breitgefächerten, dynamischen Mittelstands hätten seine Arbeit und sein Leben sehr bereichert. Als stabiles, eigenkapitalstarkes Institut sei die Sparkasse ein zuverlässiger Aktivposten in der Region und damit gut vorbereitet, die vielfältigen aktuellen Herausforderungen zu meistern.

Die Amtszeit Früchtl endet offiziell mit Ablauf des 31. Dezember 2019. Uwe Marohn rückt am 1. Januar 2020 nach. Der 52-jährige gebürtige Ostwestfale gehört dem Vorstand der Sparkasse seit Beginn des Jahres 2010 an. / mal

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