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Nach den Vorläufen war für Glania Schluss

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Berlin/Fulda - Die Winzigkeit von zwei Hundertstelsekunden hat Jan-Philip Glania zum Einzug ins Finale über 100 Meter Rücken gestern beim Weltcup der Schwimmer in Berlin gefehlt.

Von unserem Redaktionsmitglied Harry Wagner

Glania schwamm gestern in seinem Vorlauf 55,55 Sekunden – das war am Ende Platz neun. Den letzten Finalplatz ergatterte sich der Weißrusse Mikita Tsmyh, der auf 55,53 kam. Das Finale über 100 Meter gewann am Abend der Japaner Ryosuke Irie in 53,26.

Obwohl hauchzart am Finaleinzug gescheitert, war Berlin für „JP“ eine Reise wert. „Die Zeiten auf beiden Strecken gehen zum jetzigen Zeitpunkt in Ordnung. Ich habe gesehen, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, bewertete Glania den Trip in die Hauptstadt. Auf der kurzen Distanz habe er den Start „ein wenig verpennt.“ Wenn ihm dann das Trainingslager – so wie jetzt noch – nicht mehr in den Schuhen stecke, erwarte er von sich schnellere Zeiten.

Der Weltcup in Berlin war aber auch nützlich, um die Konkurrenz zu beobachten. Der Eindruck des Petersbergers: „Da sind neben den alten Könnern viele neue Gesichter dabei. Leichter wird’s nicht.“ Immerhin war Glania auf der 100-Meter-Strecke der beste Deutsche. Und das sei ja wichtig: die nationale Konkurrrenz in Schach zu halten.

Tags zuvor auf der 50-Meter-Strecke war Glania im Vorlauf hängengeblieben. 14 Hundertstel hätte er für den Finalplatz schneller schwimmen müssen als die von ihm angebotenen 25,85 Sekunden. So reichte es auf dieser Distanz, auf der der Russe Vladimir Morozov (24,75) nicht zu schlagen war, für Gesamtrang zwölf.

Angelina Köhler hat indes dem deutschen Team den zweiten Sieg beschert. Die 18-Jährige aus Hannover gewann am Schlusstag der Wettbewerbe im Europasportpark das Finale über 100 Delfin in 58,83 Sekunden. Kurz danach holte Anna Elendt über 50 Brust (31,27) den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere. Den ersten deutschen Sieg hatte am Samstag Doppelweltmeister Florian Wellbrock über 1500 Meter Freistil eingefahren.

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