Foto: Marius Scherf

Nahverkehrsplan: Bei den Anschlussverbindungen hapert es

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Während die LNG nach der Umstellung des Nahverkehrsplans bereits nachjustiert hat, sammeln die Stadt Fulda und die RhönEnergie mit Blick auf das Stadtbusnetz zunächst die Erfahrungen der Kunden. Gerade die Anschlussverbindungen seien aufgrund von Baustellen schwierig.

Von unserem Redaktionsmitglied Jacqueline Kleinhans

Nach der Umstellung zum 15. Dezember hat es eine Reihe von Zuschriften und Anrufen von Bürgern gegeben, die von der Umstellung betroffen sind. „Neben einigen E-Mails mit Lob für neue Verbindungen und Haltestellen – etwa Fulda Galerie – gab es auch negative Reaktionen, insbesondere aus den Bereichen Bronnzell, Oberrode, Engelhelms/Edelzeller Siedlung und Fuldatal“, erklärt Johannes Heller, Pressesprecher der Stadt Fulda. Insgesamt sei die Zahl der Beschwerden aber im Rahmen dessen, was bei früheren Fahrplanumstellungen an Rückmeldungen aus der Bürgerschaft erfasst wurde.

Zusatzfahrten nach Kritik eingerichtet

Fest steht bisher, dass die Stadt an den Routen der Linien, die sich komplett geändert haben, keine Änderung vornehmen wird. „Hier sollen noch weitere Erfahrungen gesammelt werden. Überdies wird beispielsweise geprüft, ob in Oberrode eine frühere Haltestelle an der Landesstraße reaktiviert werden kann“, so Heller.

Auf anfängliche Kritik – wie etwa bei den Schulbusfahrten der Bronnzeller Schüler – hat die Stadt in Rücksprache mit der RhönEnergie reagiert und Zusatzfahrten eingerichtet. „Zuletzt gab es in diesem Bereich kaum noch Probleme“, so Heller.

Arbeit an Verbesserungen

Weiterhin beobachtet wird aber die Situation wegen verpasster Anschlussverbindungen. In dem Fall werden Änderungsmöglichkeiten geprüft. Den Hintergrund dazu, erklärt der Pressesprecher: „Laut Fahrplan müsste an bestimmten Punkten ein Umsteigen ohne große Wartezeit funktionieren. In der Praxis jedoch sind bestimmte Linien aufgrund von Baustellen und Staus häufig von Verspätungen betroffen, sodass am Umsteigepunkt der Anschlussbus schon weg ist.“ In vielen Fällen haben es inzwischen Verbesserungen gegeben.

Behoben worden seien inzwischen auch die Anlaufschwierigkeiten der Anrufsammeltaxen im Fuldatal. „Der von der RhönEnergie beauftragte Taxi-Betreiber sowie die einzelnen Taxi-Fahrer wurden noch einmal über die AST-Bestimmungen aufgeklärt“, erklärt Heller.

Im Frühjahr soll Zwischenbilanz gezogen werden

Die Auswirkungen der Fahrplanumstellung vom Dezember 2019 werden auch weiterhin intensiv beobachtet. „Im Frühjahr soll es einen weiteren Termin für eine Zwischenbilanz der Erfahrungen und ein mögliches Nachjustieren geben“, sagt Johannes Heller. Für den nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2020 sei die Umsetzung der nächsten Stufe des Nahverkehrsplans vorgesehen.

Auch die Baumaßnahmen gehen in diesem Jahr weiter: An den Haltestellen, an denen häufig Menschen umsteigen und warten müssen, soll es überdachte Bushäuschen geben. Zudem sollen die Haltestellen laut Pressesprecher barrierefrei ausgebaut werden.

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