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Neue Buslinien gefordert: Bürgerinitiative übergibt 1881 Unterschriften an Zentgraf

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Künzell - 1881 Unterschriften haben Künzeller gesammelt, weil sie seit der Änderung des Nahverkehrsplans mit den schlechteren Anbindungen nach Fulda unzufrieden sind. Die Unterschriftenliste haben sie am Donnerstag Bürgermeister Timo Zentgraf (parteilos) übergeben.

Von unserem Redaktionsmitglied Marius Scherf

Der Gemeindesaal ist in dieser Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses bis fast auf den letzten Platz besetzt, als die Bürgerinitiative (BI) Zentgraf die Liste übergibt. Zehn Künzeller haben seit Mitte Januar gesammelt und fordern die Wiedereinführung der alten Route der Linie 5.

Die gibt es seit der Änderung des Nahverkehrsplans nicht mehr, viele Haltestellen werden nicht mehr direkt angefahren. Stattdessen haben die Linien 35 und 36 den Verkehr auf der alten Strecke übernommen. Laut Zentgraf gäbe es zwar nun einen innergemeindlich besseren Busverkehr, aber es hätten sich auch Nachteile ergeben.

Keine Direktverbindung in die Kaiserwiesen

Die Ortsteile Dicker Turm und Pilgerzell werden etwa nicht, wie ursprünglich vorgesehen, im 30 Minuten Takt angefahren. Auch waren morgens die vorhanden Busse dermaßen überlastet, dass Schüler nicht mitgenommen werden konnten. Aber laut Zentgraf konnte wenigstens dort nachgebessert werden: Zwei zusätzliche Schulbusse fahren nun in den Hauptstoßzeiten.

Dennoch wäre einiges weiterhin unzumutbar, wie der Bürgermeister sagte. Für die Engelhelmser gäbe es keine Direktverbindung mehr in die Kaiserwiesen. Für manche Kritik hat er jedoch kein Verständnis: Einige würden sich darüber beschweren, dass die Busse nun nicht mehr als Stadtbusse bezeichnet werden. „Mir ist egal, wie der Bus heißt, er muss fahren“.

Einheitlicher Beschluss muss gefasst werden

Timo Zentgraf plädierte dafür, eine ganz neue Linie 38 einzuführen, die stündlich von 5.30 Uhr bis 23 Uhr zwischen Engelhelms und Fulda verkehren soll.

Im Ausschuss stieß der Vorschlag auf Zustimmung, doch „es muss erst ein einheitlicher Beschluss gefasst werden“, forderte Thomas Grünkorn (CWE). Auch müssten Planungsfehler dieses Mal vermieden werden, meinte Bernd Katzer, und Holger Phillip (beide CDU) möchte nicht, dass dieses Mal „ewig umher geplant wird“.

Kurzfristige Lösung sei nicht machbar

Doch an dieser Stelle winkt der ebenfalls anwesende Geschäftsführer der LNG Fulda, Daniel Vollmann, ab: „Eine kurzfristige Lösung ist nicht machbar. Es müsste erst eine neue Linie beantragt und genehmigt werden.“ „Es muss aber fahren, was gebraucht wird“, entgegnete Christof Erb (CDU). „Wir sind den Bürgern eine neue Linie schuldig“.

Letztendlich herrschte in der Sitzung aber Einigkeit darüber, bis zur nächsten Gemeindevertretersitzung eine Empfehlung für die Einführung einer neuen Linie zu verfassen.

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