Fotos: Michel Ickler

Neue Heimat für die Kleingärtner vom Waidesgrund

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Fulda - Gut ein Jahr musste der Kleingartenverein Waidesgrund auf ein neues Zuhause warten. Nun konnten die Kleingärtner ihre neues Vereinsheim in der Maberzeller Straße beim Richtfest am Mittwoch einweihen.

Von unserem Redaktionsmitglied Michel Ickler

Rückblick: Bis zum 30. November des vergangenen Jahres mussten 113 Parzellen auf der Anlage Waidesgrund geräumt werden, weil die Stadt Fulda in diesem Gebiet neuen Wohnraum schaffen möchte.

Der Kleingartenverein war gezwungen, sich ein neues Zuhause zu suchen und fand dieses in der Maberzeller Straße. Bis das Domizil des Vereins aber endgültig fertiggestellt wird, werden weitere Monate ins Land gehen.

„Wir sind gut in der Zeit. Dieses Jahr wird noch ein Zaun gebaut und die Wasserleitung verlegt. Nächsten Sommer sollte die Anlage dann fertig sein“, freute sich Rolf Kibler, Vorsitzender des Kleingartenvereins. Die Bauarbeiten für das neue Quartier haben im September dieses Jahres begonnen.

Die Einweihung der fertiggestellten Anlage soll voraussichtlich 2021 mit dem 80-Jährigen Bestehen des Vereins stattfinden.

Ärger nach Räumungsaktion war groß

Der Ärger auf die Stadt Fulda war nach der Räumungsaktion groß, doch längst richtet sich der Blick nach vorne. Die neue Grünanlage an der Maberzeller Straße bietet Platz für 28 Parzellen, zehn sind bereits vergeben.

„Ich sehe den Umzug als eine Art Neuanfang für den Kleingartenverein Waidesgrund. Ich hoffe, dass sich uns zukünftig viele junge Familien anschließen und ihren Traum von der Gärtnerei verwirklichen“, blickt Kibler voraus.

„Alle müssen an einem Strang ziehen“

Die eingelassenen Betonplatten für die neuen Hütten sind so gebaut, dass jedem Pächter circa 200 bis 250 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Altersbedingt konnten nur wenige Mitglieder des Vereins den Umzug mitmachen und mussten ihre Parzellen aufgeben.

Ungefähr 80 Prozent ereilte dieses Schicksal, 20 Mitglieder suchten sich indes einen neuen Verein.

Dass der Umzug in einer solch kurzen Zeit vonstatten ging, ist laut Stefan Retter vom Amt für Grünflächen und Stadtservice der Stadt Fulda nicht selbstverständlich, da eine solche Umsiedlung ein Kraftakt sei, bei dem sehr eng mit dem Vorstand zusammengearbeitet werden müsse.

„Ich weiß, dass die Gemüter der Kleingärtner erhitzt waren. Aber wir wollen erschaffen und erhalten. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen. Dies ist uns trotz der schwierigen Umstände gelungen“, erklärte Retter.

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren