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Trio plant Termin: Hauptamtsleiter Ulrich Möller (von links), Bürgermeister Heiko Stolz und Marktleiterin Monika Perle auf dem Lindenplatz vor dem Rathaus, wo der Heimatmarkt am Samstag stattfinden wird.

Region soll gestärkt werden

Neuhofer Heimatmarkt am Rathaus feiert am Samstag Premiere

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Einkaufsmarkt, Treffpunkt und Heimatgefühl: Das verspricht der Neuhofer Heimatmarkt. Er öffnet erstmals am Samstag. Wegen Corona startete das Konzept verzögert.

Neuhof - Die Organisatoren hoffen auf mehr als ein Dutzend Stände: Auf dem Lindenplatz und im Rathaushof sollen unter anderem heimisches Obst und Gemüse und in Neuhof produzierte Wurst- und Fleischwaren angeboten werden; dazu Backwaren, Blumen, Pflanzen, Fisch, Käse, Honig, Brotaufstriche und Wein, der auch beim Weinfest ausgeschenkt wird, sowie Handgemachtes verspricht Monika Perle aus Neuhof. Sie organisiert den Neuhofer Heimatmarkt der Gemeinde. Am kommenden Samstag soll die erste Ausgabe starten.

Dabei ist der Name Programm: Anders als ein klassischer Wochenmarkt setzt Perle beim Heimatmarkt ausschließlich auf regionale und saisonale Produkte. Angeboten werden fast ausschließlich Waren, die Bezug zur Kali- oder zu Nachbargemeinden haben – etwa weil sie dort hergestellt, angebaut, gesammelt und veredelt wurden oder weil es sie nur an der Kemmete, Fliede oder Kalbach gibt. So werde man dem stärker werdenden Trend nach regionalen Erzeugnissen gerecht; aber auch heimische Firmen sollen so unterstützt werden.

Heimatmarkt in Neuhof: Menschen sollen im Ortskern zusammen gebracht werden

Und noch etwas unterscheidet den Heimat- vom wöchentlichen Lebensmittelmarkt unter freiem Himmel: Es wird ein kulinarisches Angebot geben – natürlich ebenfalls mit regionalem Einschlag – sowie Sitzmöglichkeiten in einem Zelt. Denn: „Wir wollen Menschen im Ortskern zusammenbringen“, erklärt Bürgermeister Heiko Stolz (CDU), der mit Hauptamtsleiter Ulrich Möller die Organisation im Rathaus begleitet. Gerade jetzt, da es keine kulturellen Veranstaltung gibt, bei denen sich Menschen treffen und austauschen können, und man nicht wirklich verreisen kann, könne der Heimatmarkt eine willkommene Abwechslung sein.

Mit Plakaten am Straßenrand und Flyern in Geschäften werben die Organisatoren für die Veranstaltung.

Um den Treffpunkt-Charakter zu verstärken, findet der Heimatmarkt erst am Nachmittag und Abend statt. In kleinem Rahmen eröffnet wird er um 14 Uhr, nachdem die allermeisten Geschäfte in Neuhof geschlossen haben. Wer dabei sein will, der muss allerdings Maske tragen.

Heimatmarkt in Neuhof: Weitere Märkte geplant

Ursprünglich sollte das Konzept mit dem Heimatmarkt Anfang April starten, nachdem die CDU im Herbst eine Initiative dazu gestartet und sich Monika Perle, die als Grafikdesignerin in Fulda arbeitet und sich im Karnevalverein engagiert, auf einen Aufruf der Gemeindeverwaltung gemeldet hatte. Nach ersten Gesprächen um den Jahreswechsel brach die Coronakrise herein – und die Marktpläne – sie umfassten ursprünglich Musik und Programm – wurde mehrere Wochen auf Eis gelegt. Weil sich Lockerungen abzeichneten, wurde die Idee abgewandelt wieder aufgenommen.

Angedacht ist am Samstag zwar zunächst eine Pilotveranstaltung und „ein Versuch“, wie Perle und Stolz erläutern. Man wolle Erfahrungen sammeln und sich hinterher mit den Ausstellern zusammensetzen. Jedoch sollen weitere Märkte folgen. Geplant sind weitere Ausgaben einmal monatlich bis in den Herbst hinein mit saisonal wechselndem Sortiment.

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