„Ninja Warrior“-Opa Markus Malle hat es ins Finale geschafft.
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„Ninja Warrior“-Opa Markus Malle hat es ins Finale geschafft.

Auch Moritz Hans weiter

„Ninja Warrior“ (RTL): Wahnsinn! Vierfach-Opa Markus Malle steht nach Extrem-Parcours im Finale

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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„Ninja Warrior“ (RTL): Wahninn! Vierfach-Opa Markus Malle hat es ins Finale der Show geschafft. Im zweiten Halbfinale am Freitagabend erwies sich der Parcours als extrem schwierig. Vor allem an einem Hindernis bissen sich zahlreiche Athleten die Zähne aus und gingen vorzeitig baden. Nicht so Moritz Hans.

Köln - Nur fünf von 51 Athleten qualifizierten sich im zweiten „Ninja Warrior“-Halbfinale als Finisher für das Finale, schafften also den gesamten Parcours mit seinen acht, teilweise neuen Hindernissen. Bei der RTL-Show am Freitagabend mit Moderatorin Laura Wontorra erwies sich besonders das sechste Hindernis, die Schwung-Scheiben, als extreme Hürde. Zum Vergleich: Im ersten Halbfinale hatte es 14 Finisher gegeben.

„Ninja Warrior“ (RTL): Opa Markus Malle steht nach Extrem-Parcours im Finale

Zu dem sechsten Hindernis am Freitagabend gehörten zwei drehende Scheiben sowie zwei Griff-Bretter, an die man mit beiden Händen versetzt in der Luft hängend zugreifen muss. Dabei war die jeweilige Grifffläche nur wenige Zentimeter breit. Neben viel Griffkraft mussten die „Ninja Warrior“-Athleten bei den Schwung-Scheiben auch noch die schmalen Griff-Flächen versetzt mit den beiden Händen beim Sprung genau erwischen, um dieses Hindernis meistern zu können.

NameNinja Warrior Germany
Erstausstrahlung9. Juli 2016
SenderRTL
Moderatorinnen/ModeratorenLaura Wontorra, Jan Köppen, Frank Buschmann
ProduktionsunternehmenRTL Studios
DrehortKöln (seit 2020, vorher: Karlsruhe)

Sehr viele „Ninja Warrior“-Athleten rutschten allerdings beim Herüber-Springen zu den vier Hindernis-Elementen ab. „Das könnte heute ein neuralgischer Punkt werden“, merkte RTL-Moderator Frank „Buschi“ Buschmann früh besonders zu dem zweiten Griffbrett nach der ersten Schwung-Scheibe an. „Ein echtes Problem für viele Athleten“, ergänzte Kollege Jan Köppen.

Dennis Leiber war als neunter Starter der erste „Ninja Warrior“, der über die Schwung-Scheiben hinaus kam. Angefeuert von Papa Reiner Leiber („Papa, wo bist du?“), der am Parcours-Rand wie schon so oft wieder explodierte, schaffte er es bis an das Riesenrad, entschied sich dann dort aber als allererster für die Route unten entlang. Ein Fehler, wie Jan Köppen nach dem Parcours-Aus von Dennis Leiber bemerkte. Ins Finale zog er dennoch ein.

Der professionelle Parkour-Athlet Christian (Chris) Harmat aus der Schweiz war dann der erste Finisher. Er erstürmte auch die Mega-Wand (5,50 Meter) und sackte damit zusätzlich noch 2000 Euro ein. Neben ihm sollte das am Ende im zweiten „Ninja Warrior“-Halbfinale nur noch „Let’s Dance“-Teilnehmer Moritz Hans und Simon Brunner gelingen, die als Finisher mit souveränen Leistungen am Ende die schnellste und die zweitschnellste Zeit hinlegten.

Ein Ausrufezeichen setzte neben Frauen-Favoritin Stefanie Noppinger, die sich nun auf das „Last Woman-Standing-Duell mit Astrid Sibon freuen darf, auch Lasse von Freier als Finisher. Der Top-Boulderer knackte zwar die Wand (4,25 Meter) erst im dritten und damit letzten Versuch, schaffte es aber mit seinen erst 18 Jahren letztlich als Drittbester souverän ins Finale. „Das sieht aus als hätte er Flügel“, bestaunten Frank Buschmann und Jan Köppen den Latissimus-Rückenmuskel des Youngsters.

Viel Lob für seinen Körper erntete auch der Rhöner Amerikaner Gary Hines. „Die Flügelsocke ist wieder da. Ist das ein Koffer“, sagte Frank Buschmann über den 36-Jährigen. „Captain America“, der der bei der Aufzeichnung der RTL-Show noch in Salz im Landkreis Rhön-Grabfeld wohnte und es nur knapp ins „Ninja Warrior“-Halbfinale geschafft hatte, scheiterte dann aber an den Hangel-Trommeln.

Ärgerte sich nach seinem Halbfinal-Aus an den Hangel-Trommeln ziemlich: der Rhöner Amerikaner Gary Hines.

„Das Hindernis war eigentlich nicht zu schwierig“, sagte Gary Hines, „Ninja Warrior“ der ersten Stunde, gegenüber der Fuldaer Zeitung. „Ich war zu unkonzentriert. Eigentlich hatte ich einen klaren Plan, habe mir dann kurz vorher noch einen anderen Weg überlegt und probiert. Dann habe ich zu lange dort gehangen und hatte zu wenig Schwung. Ich ärgere mich sehr. Hindernisse mit in der Luftschwingen liegen mir eigentlich. Ich hätte buzzern können.“

Für die „Ninja Warrior“-Geschichte des Abends sorgte dann allerdings ein vierfacher Großvater. „Das gibt es nicht. Der 48-jährige Markus Malle schafft es ins Finale“, kommentierte Frank Buschmann. „Ganz groß.“ Weil auch Milan Schirowski an den Schwung-Scheiben scheiterte, zog Markus Malle, der es ein Element an demselben Hindernis weiter geschafft hatte, ins Finale ein.

„Der coolste Opa aller Zeiten“, rief „Ninja Warrior“-Moderatorin Laura Wontorra dem vierfachen Großvater Markus Malle zu. Der Vertriebstrainer aus Winnenden-Birkmannsweiler war als der Älteste aller 103 Halbfinalisten noch am Freitag bei „Ninja Warrior“ dabei. Zur Einordnung: Markus Malle ist mit seinen 49 Jahren – bei der Aufzeichnung der RTL-Show war er noch 48 Jahre alt – nur sechs Jahre jünger als Frank Buschmann (55).

Übrigens hat sich Markus Malle als vierfacher Opa ganz besonders auf „Ninja Warrior“ vorbereitet, verriet er. Wenn er mit dem Hund und seinen Enkelkindern draußen spazieren geht und dabei an einem Spielplatz vorbeikommt, trainiert er am Kinder-Klettergerüst, berichtete er am RTL-Mikrofon. Sein Motto: „Von mir gibt es keine Sprüche. Von mir gibt es Leistung.“ Auch im Finale.

In unserer großen „Ninja Warrior“-Übersicht finden Sie unterdessen alle wichtigen Informationen zum aktuellen Stand bei der „stärksten Show Deutschlands“. Übrigens, in Fulda hat im Juni 2020 der frühere „Ninja Warrior“-Teilnehmer Samuel Faulstich die Boulderhalle „Block Barock“ eröffnet. Der Boulderer, der schon angekündigt hat, 2021 wieder bei „Ninja Warrior“ an den Start zu gehen hat, erklärt, wie man die extremen Hindernisse am besten schafft.

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