Foto: Ralph Leupolt

„Nussknacker on Ice“ unterhält 1260 Zuschauer in der Esperantohalle in Fulda

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Weihnachten ist vorbei. Die Tannenbäume und Straßen werden abgeschmückt. Der Alltag hat uns wieder. Aber nicht ganz. Am Dreikönigstag versetzte das St. Petersburger Staatsballett On Ice mit seinem „Nussknacker“ rund 1260 Zuschauer in der Fuldaer Esperantohalle nochmal in festliche Stimmung.

Von unserem Redaktionsmitglied Anke Zimmer

Es war ein heiter-buntes Kostümfest, auf dem das Tournee-Ensemble den Gästen eine der beliebtesten Weihnachtsgeschichten präsentierte. Ursprünglich von E.T.A. Hoffmann geschrieben und von Alexandre Dumas adaptiert, hat Peter Iljitsch Tschaikowski daraus ein weltberühmtes Ballett komponiert.

Erzählt wird die Geschichte einer Weihnacht, in der dem Mädchen Clara ein Nussknacker geschenkt wird. Daraufhin träumt sie von einer wilden Schlacht ihres „Helden“ gegen ein Mäuseheer, und weil sie ihm dabei zum Sieg verhilft, verwandeln sich beide in Prinz und Prinzessin. Der Rest gerät zum rauschenden Tanz voller populärer Melodien.

Gute Sicht auf kleiner Bühne

Die St. Petersburger verlegten das Ballett aufs Eis, was allemal eine Herausforderung war, musste in der Esperantohalle doch auf vergleichsweise kleiner Fläche getanzt werden (Choreograf: Konstantin Rassadin). Dank der Platzierung der Spielbühne ebenerdig in der Mitte der Halle war die Sicht von den Rängen für alle Zuschauer aber gleichermaßen gut. Sie begleiteten die Show denn auch mit viel freundlichem Zwischen- und später stärkerem Schlussapplaus, ungeachtet dessen, dass die Kulisse eher einfach gehalten war und die Musik vom Band kam.

Solider Eistanz

Geboten wurden ihnen unterhaltsame knapp 90 Minuten, in denen die Akteure die Nussknacker-Suite ebenso schwungvoll gaben wie den Walzer der Schneeflocken und die überaus beliebten Tänze des zweiten Akts, die zu den ganz großen Hits der Klassik gehören. Hübsche Effekte wie die fluoreszierenden Flügelwesen in der Nacht im Tannenwald und ein paar elegante Hebungen machten es wett, dass die Inszenierung auf spektakuläre Aktionen verzichtete und stattdessen auf durchweg soliden Eistanz setzte.

Verzierte Kostüme en masse

Augenfällig vor allem: die zahlreichen Kostüme. Ob unterschiedliche verzierte höfische Kleider der Festgesellschaft, Mäuse-Outfits samt Köpfen, zartrosa Tutus, folkloristische Röcke, Jacken und Hosen – die Tänzerinnen und Tänzer zogen sich fast von Szene zu Szene um. Bis Clara am Ende aufwacht und der „Nussknacker on Ice“ die Zuschauer in die jetzt nur noch sporadisch weihnachtlich beleuchteten Straßen entließ. / az

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