Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert.
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Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert.

Blinken für ein Halleluja

Rund 500 Gläubige bei ökumenischem Autogottesdienst in Fulda

  • Marcus Lotz
    vonMarcus Lotz
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Hupe und Warnblinker statt Amen und Halleluja: Zum ökumenischen Autogottesdienst am Pfingstmontag auf dem Messegelände waren rund 500 Menschen in etwa 200 Autos gekommen. Die Veranstaltung fand wegen der Corona-Krise unter Sicherheitsauflagen statt.

Fulda - „Es ist schon beeindruckend, wie viele Menschen heute gekommen sind. Das ist eine schöne Sache“, freute sich Stadtpfarrer Stefan Buß am Montagmorgen, während er dabei zusah, wie die lange Autoschlange vor dem Messegelände nach und nach von Helfern des Technischen Hilfswerks (THW) Fulda zu den Parkreihen gelotst wurde. Am Eingang bekamen die Fahrzeuginsassen jeweils ein Programm und einen Luftballon in die Hand. „Die Leute sind neugierig, ob das heute funktioniert. Ich bin auch schon sehr auf die Atmosphäre unter freiem Himmel gespannt“, sagte der Geistliche. Veranstaltet wurde der Gottesdienst von der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, der Christuskirche Fulda, der Lutherkirche Fulda und der katholischen Innenstadtpfarrei Fulda.

Hupkonzert und Warnblinklicht beim ökumenischen Autogottesdienst

Kaum hatte sich das Messegelände mit Autos gefüllt, wurden die Teilnehmenden auch schon von Pfarrerin Jana Koch-Zeißig begrüßt und instruiert. „Amen heißt bei uns heute: laut hupen. Und wer ein Halleluja äußern möchte, darf ruhig den Warnblinker betätigen. Das testen wir jetzt mal.“ Schon ertönte ein Hupkonzert, die Gläubigen hatten dabei sichtlich Spaß.

Rund 500 Teilnehmende bei ökumenischem Autogottesdienst

Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert.
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert. © Marcus Lotz
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert.
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert. © Marcus Lotz
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert.
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert. © Marcus Lotz
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert.
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert. © Marcus Lotz
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert.
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert. © Marcus Lotz
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert.
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert. © Marcus Lotz
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert.
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert. © Marcus Lotz
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert.
Rund 500 Menschen haben auf dem Messegelände in ihren Autos den Pfingstmontag-Gottesdienst gefeiert. © Marcus Lotz

„Wir feiern Pfingsten heute anders als sonst und doch auch wie immer“, nahm Pfarrerin Koch-Zeißig Bezug auf die Corona-Krise und erläuterte die Sicherheitshinweise: Während des Gottesdienstes, der per Radio und live ins Internet übertragen wurde, sollte niemand sein Fahrzeug verlassen. Die Fenster durften maximal zu einem Drittel geöffnet werden. Und das Konzept funktionierte, was Stadtpfarrer Buß sichtlich freute: „Wir haben vier Wochen mit spärlich besetzten Kirchenbänken hinter uns. Da ist es schön, heute hier zu sein.“

Predigt in Gartenstühlen

Überhaupt war vieles an diesem Freiluftgottesdienst charmant improvisiert: Statt von der Kanzel predigten Pfarrer Buß von der katholischen Innenstadtpfarrei, Pfarrerin Koch-Zeißig und Pfarrerin Anke Mölleken vom evangelischen Kooperationsraum „gemeinsam evangelisch“ in Gartenstühlen von einem mit Blumenkübeln geschmückten Anhänger. Die Predigt sowie die Liedauswahl griffen das Thema Autogottesdienst auf. „Wir können darauf vertrauen, dass uns unser Navigationssystem im Auto nicht im Stich lässt. So ist es auch im Glauben: Wir dürfen dem Navi Gottes vertrauen“, predigte Stadtpfarrer Buß. Das Segenslied trug den Titel: „Möge die Straße uns zusammenführen“ und in einem Meditationstext hieß es: „Mein Navi führt mich, auch das dunkle Tal hindurch. Manchmal weiß ich gar nicht, ob ich überhaupt auf dem richtigen Weg bin, aber GPS-Daten können sich nicht irren, oder?“

„Lasset dem Herrn uns hupen.“

Die Fürbitten griffen wieder das Thema Corona auf und widmeten sich neben dem Wunsch nach Gesundheit für alle Erkrankten auch den Protesten gegen Polizeigewalt. Die Fürbitten forderten Frieden und Gleichberechtigung unter allen Menschen, gefolgt von einem „Lasset zum Herrn uns hupen“.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Posaunenchor Fulda unter der Leitung von Joachim Enders.

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