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Organspende-Urteil: Das sagt Bundestagsabgeordneter Michael Brand

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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FULDA/BERLIN - Zwar erlitten die Befürworter eines Neustarts bei der Organspende im Bundestag eine Niederlage. Dennoch soll das Leben von mehr Schwerkranken gerettet werden. Nachfolgend lesen Sie das Statement des Fuldaer Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU).

„Als einer der Initiatoren des neuen Gesetzes will ich mehr Organspenden, aber ohne Zwang. Jeder sollte sich damit befassen, aber wer das nicht tut, darf nicht einfach vom Staat automatisch zum Organspender erklärt werden. Die Organspende bleibt freiwillig. Zudem haben wir konkrete Maßnahmen wie ein Spenderregister und bessere Aufklärung beschlossen. Das eigentliche Problem liegt woanders, nämlich in den Kliniken. 2018 hat eine große Studie festgestellt, dass über 90 Prozent der potenziellen Spender, über 25 000 jedes Jahr, von Kliniken erst gar nicht für Transplantation gemeldet werden. Seit April 2019 sollen gesetzliche Pflichten plus finanzielle Hilfen diesen unhaltbaren Zustand rasch beenden. Ich selbst habe ein Organspendeausweis, und ich werbe oft dafür. Aber wir könnten noch so viele Organspender haben – es müssen die Blockaden in den Kliniken weg, damit es deutlich mehr Transplantationen gibt.“

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