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Patienten und Pflegekräfte leiden unter Auswirkungen der Hitze

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Kreis Fulda - Unter den Temperaturen der vergangenen Tage leiden zwei Gruppen ganz besonders: Patienten in Krankenhäusern – und die Pflegekräfte. Die Auswirkungen der Hitze zu begrenzen, das gelingt den Führungen der Krankenhäuser im Kreis nur bedingt.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

Im Klinikum Fulda steigen die Temperaturen in den Räumen zum Teil über 30 Grad, berichtet Sprecherin Barbara Froese. „Einige Bereiche sind klimatisiert, wie der OP-Bereich, die Intensivstation, der Aufwachraum und Teile der Zentralen Notaufnahme. Die normalen Stationen sowie die Verwaltung sind nicht klimatisiert“, erklärt sie. „Allerdings sind Klimaanlagen in Deutschland bislang nicht die Regel. Auch die meisten privaten Wohnungen kommen ohne aus. Ob das auch zukünftig so sein wird, wird sich zeigen.“

Eis und Wasser für Mitarbeiter des Klinikums

Der Einsatz mobiler Klima-Geräte sei aus Hygienegründen im Krankenhaus nicht möglich. „Eine nachträgliche Klimatisierung ganzer Gebäude, wie der Kinderklinik, wäre mit erheblichem Aufwand verbunden und sehr kostspielig“, sagt Froese. „Die Hitze ist auch für unsere 2700 Mitarbeiter belastend“, stellt sie heraus. Ein Verlegen der Schichtzeiten sei nicht möglich. Lediglich in einzelnen Bereichen wie der Verwaltung könnten Mitarbeiter früher anfangen.

Um die Arbeit an den heißen Tagen etwas zu erleichtern, wird das Mineralwasser, das sonst nur für die Patienten vorgesehen ist, den Mitarbeiter gratis zur Verfügung gestellt. Führungskräfte und Betriebsratsmitglieder verteilen Eis an Mitarbeiter.

Lüftungsanlagen im Herz-Jesu

„Besondere Maßnahmen mussten wir jetzt nicht ergreifen, um die ambulante und stationäre Versorgung weiter erfolgreich durchzuführen“, sagt Michael Sammet, Geschäftsführer des Herz-Jesu-Krankenhauses in Fulda. „Allerdings haben wir die Mitarbeiter nochmals darauf hingewiesen, verstärkt auf die ausreichende Flüssigkeitszufuhr der Patienten zu achten; in allen Bereichen der Klinik wird Wasser ausgehändigt.“

So weit möglich, sollen Patienten luftige Kleidung tragen. Pflege- und Funktionskräfte könnten in angemessenem Rahmen lockere, leichte Kleidung tragen. Die Stationen lüfteten nachts und morgens, um danach so weit möglich die Fenster geschlossen zu halten, da Lüftungsanlagen mit gekühlter Zuluft für das gesamte Krankenhaus im Einsatz sind. „Jalousiesysteme und Sonnenschutzfolierungen vor den Fenstern halten die Sonneneinstrahlung und die Hitze aus den Untersuchungs- und Patientenzimmern fern.“

In der Helios-Klinik rückt der Eiswagen an

An der Helios St. Elisabeth Klinik Hünfeld war in dieser Woche ein Eiswagen stationiert, an dem sich die Mitarbeiter kostenlos Eis holen konnten.

„Wir sorgen an verschiedenen Stellen dafür, dass unsere Patienten und unsere Mitarbeiter einen kühlen Kopf bewahren“, sagt Sprecherin Marie Schindler. Für Patienten stehen auf jeder Station Wasserspender zur Verfügung, an denen sie sich rund um die Uhr kostenlos und unbegrenzt Wasser zapfen können. Gleiches gilt für die Mitarbeiter. Auch verschiedene Sorten Tee können sich die Patienten jederzeit nach Wunsch zubereiten. „Besonders Patienten, die Blutdruck- oder Wassertabletten einnehmen, sollten auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten“, erläutert Isabel Stelzer, Funktionsoberärztin in der Inneren Medizin und der Zentralen Notaufnahme.

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