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Pfarrgemeinden in Künzell setzen weiter auf Sternsinger-Segnung nach Voranmeldung

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Künzell/Fulda - Immer weniger Kinder und Jugendliche engagieren sich in der Kirche, weshalb es schwer wird, kirchliche Bräuche aufrechtzuerhalten. Dieser Trend macht sich auch bei den Sternsingern bemerkbar, weshalb sich die Pfarrgemeinden St. Antonius und St. Pius aus Künzell zum Umdenken entschlossen haben.

Auf den Segen müssen die Bewohner aber nicht verzichten, wenn sie sich im Vorfeld bei der Pfarrgemeinde anmelden. „In den Kirchen liegen Listen aus, in denen sich die Hausbewohner eintragen können. Auch telefonisch sind Anmeldungen trotz weniger Sternsinger möglich“, sagt Köhler. Der Ablauf beim Königssingen ist gleich geblieben: Die Sternsinger werden morgens entsendet und der Tag endet mit einem Abschlussgottesdienst.

Künzell keine Ausnahme

Schlechte Resonanz haben die Pfarrgemeinden für die Neuerung aus dem vergangenen Jahr nicht erhalten. „Die Menschen melden sich teilweise einen Monat vor der Entsendung“, erklärt Köhler. Darüber informiert wurden die Anwohner im Pfarrbrief.

Die Gemeinde Künzell ist dabei keine Ausnahme, wie Andrea Koob, Referentin für Ministrantenpastoral des Bistum Fuldas, erklärt. „Im Bistum ist es kein Einzelfall, dass in den Kirchen Listen für die Haussegnung aushängen. Die Zahlen der Teilnehmer schwanken und tendenziell werden es weniger.“

In Fulda ist die Lage besser

Dass sich immer weniger Kinder und Jugendliche für die Tradition interessieren, zeigen die Zahlen. Laut dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ waren 1980 deutschlandweit 500.000 Freiwillige im Einsatz. In diesem Jahr sind es nur noch 300.000. Um sich gegen die rückläufigen Zahlen zu stemmen, hat das Kindermissionswerk ein Sternsingermobil ins Leben gerufen.

„Jede Gemeinde kann das Mobil bestellen, das das ganze Jahr im Einsatz ist. In den Gemeinden informiert es über die Aktion“, erklärt Pressesprecherin Jessica Hurtak. Das Bistum Fulda hat keine neuen Maßnahmen zur Gewinnung von Sternsingern geschaffen.

„Da das Sternsingen in der Hand jeder einzelnen Pfarrgemeinde liegt, hängt es oft am Ehrenamt und von den Pfarrern ab. Bei lebendigen Gemeinden gibt es kaum Probleme mit der Anzahl der Teilnehmer“, sagt Koob. In der Diözese Fulda sieht es nicht schlecht aus, denn im vergangenen Jahr waren 217 Sternsingergruppen im Einsatz – 18 mehr als 2018.

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