Die Saison, die sehr wahrscheinlich komplett ausfallen wird, soll für die Sanierung des Freibades genutzt werden, die seit Kurzem läuft.
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Die Saison, die sehr wahrscheinlich komplett ausfallen wird, soll für die Sanierung des Freibades genutzt werden, die seit Kurzem läuft.

„Corona-Saison“ für Sanierung nutzen

Freibad in Poppenhausen wird dank SWIM-Fördermitteln erneuert

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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Drei Freibäder in der Rhön werden saniert. Dank des SWIM-Programms des Landes Hessen fließen dafür Fördergelder. Neben den Freibädern Bieberstein und Wüstensachsen wird auch das 35 Jahre alte Bad in Poppenhausen erneuert.

Poppenhausen - „Wir in Poppenhausen nutzen die besondere Situation und die Sommerzeit, um das Freibad zu sanieren und so fit für die Zukunft zu machen. Außerdem wollen und können wir das Team der Freiwilligen für den Erhalt unseres Freibades nicht verpflichten, die Umsetzung der Corona-Auflagen, -Beschränkungen und Kontrollen zu gewährleisten“, erklärt Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU).

Die Gemeindevertretung habe bereits die Teilnahme am Landesförderprogramm SWIM im Herbst 2018 beschlossen und die erforderlichen Eigenmittel im Haushalt 2020 berücksichtigt.

Die Corona-Zwangspause nutzt die Gemeinde Poppenhausen, um das Freibad zu sanieren

„Die Gründe für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen liegen auf der Hand“, betont Helfrich. Er zählt auf: Die Fugen des Beckens sind stark ausgewaschen und der umlaufende Beckenkopf weist gravierende Frostschäden auf, die in den vergangenen Jahren jeweils aufwendig und doch nur provisorisch repariert wurden. Die vor einigen Tagen begonnenen Bauarbeiten umfassen die Erneuerung des Beckenkopfes, die Neubeschichtung und Auskleidung des Schwimmbeckens sowie des Schwallwasserbehälters, die Erneuerung der Durchgangsduschen und die Erneuerung des Flächenbelags um das Schwimmbecken.

Das seit 35 Jahren bestehende Freibad in der Sport- und Freizeitanlage Lüttergrund soll damit erhalten und mit der Sanierung ertüchtigt werden, um dieses auch in Jahrzehnten noch betreiben zu können, erklärt er weiter.

Die zuwendungsfähigen Kosten betragen laut Helfrich 85.000 Euro. Aus dem Landesförderprogramm erhält die Gemeinde gemäß Bescheid eine Zuwendung in Höhe von 60 Prozent und mithin 51.100 Euro.

„Für Poppenhausen als Luftkurort- und Tourismusgemeinde ist das Freibad ein unverzichtbarer Baustein des Freizeitangebotes für Gäste und Einheimische.“ Deshalb sei es wichtig, das Bad auf den neuesten Stand zu bringen, was jetzt geschehe, so Helfrich.

Der Bürgermeister sagt, dass er noch nicht zu 100 Prozent wisse, ob das Bad angesichts der Bauarbeiten in diesem Jahr noch mal öffnet. Das hänge vom Baufortschritt einerseits und auch von den Hygieneregeln des Landes ab. Sollten diese so streng bleiben, wie sie aktuell gehandhabt werden, ließe sich eine Umsetzung und Kontrolle der Vorgaben durch das Team der Ehrenamtlichen, die sich um das Bad kümmern, nur schwer realisieren. „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir nicht mehr öffnen“, sagt er.

Viele Freibäder in der Region werden in diesem Sommer gar nicht mehr öffnen. Darunter befinden sich die Bäder in Hünfeld, Hosenfeld und Tann sowie das Freibad in Bad Soden-Salmünster - auch wenn dort eine Alternative in Form der Spessart-Therme angeboten wird.

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