Im Entdeckernest werden Kinder unter drei Jahren betreut.
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Im Entdeckernest werden Kinder unter drei Jahren betreut.

Kindergartenbedarfsplan

Dank Neubau freie Kita-Plätze in Poppenhausen

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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Gibt es genügend Kindergartenplätze? Diese Frage beschäftigt derzeit fast alle Kommunen im Landkreis. In Poppenhausen können alle Kinder derzeit untergebracht werden. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Kindergartenbedarfsplanes, den Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU) den Gemeindevertretern vorstellte. 

Poppenhausen - Dass alle Kinder betreut werden können und sogar noch freie Plätze verfügbar sind, sei deshalb möglich, weil die neue Kita RhönKinder-Haus im vergangenen Jahr gebaut und im Januar eingeweiht wurde, erklärte Helfrich.

In der Einrichtung mit zwei Gruppen seien derzeit alle 50 Plätze besetzt. Die Gemeinde ist außerdem Träger der Kinderkrippe „Das Entdeckernest“ mit 24 Plätzen. Dank eines Platz-Sharing-Angebots können dort laut Bürgermeister sogar 30 Jungen und Mädchen unter drei Jahren betreut werden. Aktuell seien nur ganz wenige Plätze noch frei.

Im katholischen Kindergarten St. Elisabeth, in dem 70 Kinder betreut werden können, sind derzeit 50 Jungen und Mädchen in drei Gruppen angemeldet, berichtet der Bürgermeister. Dort seien noch Kapazitäten vorhanden.

Bürgermeister Manfred Helfrich: „Für die nächsten Jahre sind wir gut aufgestellt“

Durch die Realisierung des Kita-Neubaus neben dem Von-Steinrück-Haus könne die Gemeinde ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommen, allen Kindern einen Betreuungsplatz anbieten zu können, berichtete Helfrich in der Sitzung. „Das ist eine frohe Botschaft für die Kinder und die Eltern zugleich.“ Die Eltern von Ü-3-Kindern, also Jungen und Mädchen, die über drei Jahre alt sind, hätten jetzt und künftig grundsätzlich die Wahlmöglichkeit zwischen der katholischen Kindertagesstätte St. Elisabeth und dem RhönKinder-Haus.

Insgesamt stehen 120 Plätze für Kinder, die älter als drei Jahre sind, zur Verfügung. Das Fazit des Bürgermeisters: „Für die nächsten Jahre sind wir gut aufgestellt.“

Dazu kommen noch drei Tagesmütter, die Kinder betreuen sowie der Kinderhort im Von-Steinrück-Haus, in dem Schülerinnen und Schüler im Alter von sechs bis zehn Jahren nach Schulende betreut werden können.

Kinderbetreuung kostet die Gemeinde: 2020 wohl 460.000 Euro Minus

Allerdings hat die Kinderbetreuung ihren Preis. Die Kosten würden auch wegen neuer Standards und der dazu benötigten zusätzlichen Mitarbeiterinnen weiter steigen. „Das Defizit der Gemeinde wird noch größer werden“, sagte Helfrich. In diesem Jahr rechnet man mit einem Minus von rund 460.000 Euro.

CDU-Fraktionschef Michael Sapper ging in seinem Beitrag auf die rasante Entwicklung in den vergangenen Jahren in Poppenhausen ein: „Als ich in der Vertretung angefangen habe, dachte ich, die katholische Kita ist ausreichend. Das war aber ein Trugschluss.“ Die Geburtenzahlen hätten sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. „Jetzt sind wir in der Lage, dass wir bei der Betreuung sogar einen Puffer haben.“ CWE-Sprecher Jürgen Schleicher sagte in Bezug auf die katholische Kita: „Ich wünsche mir, dass die Zusammenarbeit mit dem neuen Pfarrer gut klappt.“

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