Foto: Alexander Gies

Problemautobahn A 66: Tempolimit bei Nässe ausgeweitet

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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FLIEDEN/SCHLÜCHTERN - Maximal 120 Stundenkilometer bei Nässe: Das gilt auf der A 66 zwischen Flieden und Schlüchtern in Fahrtrichtung Frankfurt. Nun wurde der Bereich ausgeweitet. Das Tempolimit beginnt rund 2600 Meter früher als bisher.

Immer wieder hatte es in diesem Bereich gekracht – oft bei Nässe. Hessen Mobil verspricht sich mit der Ausweitung des Tempolimits weniger Unfälle. In den bereits beschränkten Bereichen sei das Unfallgeschehen bei Nässe zurückgegangen. Jochim Schmidt von Hessen Mobil erklärt: „In den drei Jahren vor Aufstellung des Tempolimits wurden 21 Unfälle bei Nässe im später beschränkten Bereich registriert. In den zwei Jahren nach Aufstellung des Tempolimits waren es neun Unfälle bei Nässe im selben Bereich.“

Fahrtrichtung Fulda bleibt unverändert

Die neue Beschilderung wurde am vergangenen Samstag aufgestellt, wie Schmidt sagt. Das Tempolimit in Fahrtrichtung Fulda bleibe hingegen unverändert, denn dort würden weniger Unfälle passieren.

Deutliche Steigerung der Anzahl der Unfälle

Zum Grund der Tempolimit-Ausweitung teilt Hessen Mobil mit: „Die Ausweitung der Beschränkung erfolgt auf Basis einer erneuten Griffigkeitsmessung und Unfallauswertung.“

Die Unfallauswertung sei im Januar 2020 durchgeführt worden, da trotz Beschränkung weiterhin Unfälle registriert würden und der Bereich aufgrund des Unfallgeschehens unter Beobachtung stehe. Schmidt erklärt: „Die Unfallauswertung hat ergeben, dass sich eine deutliche Steigerung der Anzahl der Unfälle bei Nässe in Fahrtrichtung Frankfurt im bisher unbeschränkten Streckenabschnitt feststellen lässt.“

Griffigkeitsmessung untersucht Straßenbau

Was genau man sich unter einer Griffigkeitsmessung vorstellen kann, auch das erklärt Schmidt: „Die Straßenoberfläche wird nach den technischen Prüfvorschriften für Griffigkeitsmessungen im Straßenbau untersucht. Die Ergebnisse werden dann nach dem Regelwerk der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen bewertet.“

Zwar seien keine konkreten Griffigkeitsdefizite festgestellt worden, tendenziell sei aber durch die Nutzung mit abnehmender Griffigkeit zu rechnen. Vorerst seien aber zumindest keine griffigkeitsverbessernden Maßnahmen geplant.

Trotz der neuen Maßnahme will Hessen Mobil den Bereich weiter kritisch beobachten. / mal, lio

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