Fotos: Sarah Malkmus

Protest gegen Milliardenhilfe: Landwirte vor dem CDU-Stadtverband

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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FULDA - Als Reaktion auf die Milliardenhilfen für Landwirte, die die Bundesregierung verkündet hat, haben Vertreter der Vereinigung „Land schafft Verbindung“ (LSV) am Donnerstagnachmittag ein Papier in der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Fulda übergeben.

Die Koalition hatte die Milliardenhilfe vor dem Hintergrund heftiger Bauernproteste geplant. Um die Bauern bei dem anstehenden Transformationsprozess zu unterstützen, werde man innerhalb von vier Jahren eine Milliarde Euro für Agrarumweltprogramme und Investitionen zur Verfügung stellen. Das geht aus dem Beschlusspapier des Koalitionsausschusses vom frühen Donnerstagmorgen hervor.

„Milchmädchenrechnung der Koalition oder: Wir nehmen diesen Preis nicht an“

Konkret heißt es in dem Papier, das den Namen „Milchmädchenrechnung der Koalition oder: Wir nehmen diesen Preis nicht an“ trägt: „Was bedeutet diese Summe für den einzelnen Betrieb? Über vier Jahre würde dies bedeuten: 250 Millionen Euro pro Jahr. Angesichts der Tatsache, dass wir 266.000 Betriebe in Deutschland haben, würde dieses Trostpflaster mit 950 Euro pro Betrieb und Jahr zu Buche schlagen. Das ist ein Witz!“

„Wir wollen kein Geld“

Steffen Zengerle vom LSV, der ebenfalls Landwirt ist, äußerte außerdem: „Wir wollen kein Geld. Wir wollen faire Preise für faire Produkte und keine Almosen.“

Erik Schäckermann, Kreisgeschäftsführer der CDU Fulda, reagierte: „Ich mache keine Versprechungen, die ich nicht halten kann. Aber ich werde mit Nachdruck versuchen, dass gehandelt wird.“

Spontanes Treffen

Zu dem Treffen vor der CDU-Geschäftsstelle sei es spontan gekommen. Es passiere kreis- und bundesweit.

Die Unterstützung für Landwirte ist eine Reaktion auf die jüngsten Bauernproteste gegen die geplante Verschärfung der Düngeverordnung und andere Umweltauflagen. / mal, dpa

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