Foto: Charlie Rolff

Pucar und Filus nutzen Chancen gegen Saarbrückens Shang Kun nicht

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Gegen den Spitzenreiter der Tischtennis-Bundesliga zu verlieren, ist keine Schande. Doch war für den TTC Rhön-Sprudel Fulda-Maberzell gestern gegen den 1. FC Saarbrücken TT mehr drin gewesen, als die 1:3-Niederlage erahnen lässt. „Es war nicht unser Tag“, fasst es Tomislav Pucar zusammen.

Von unserem Redaktionsmitglied Angelika Kleemann

Auf ihre Kosten kamen die Zuschauer dennoch. Gut 700 sorgten in der Wilmington-Halle für eine großartige Kulisse, die Sportler dankten es mit hochkarätigen Ballwechseln. Und wem die Partien mit Saarbrückens Spitzenmann Shang Kun nicht spannend genug waren, der konnte bei der gut bestückten Tombola hoffen, ob seine Nummer gezogen wird.

„Da war einiges mehr drin.“

Nicht in Feierlaune zeigte sich das Team des TTC nach der Partie. Ruwen Filus, Tomislav Pucar und Fan Bo Meng saßen ebenso fassungslos in der Box wie Cheftrainer Qing Yu Meng. Filus bringt es auf den Punkt. „Da war einiges mehr drin. Tomislav und ich hatten gegen Shang Kun unsere Chancen, die wir beide leider nicht genutzt haben.“

Pucar konnte beispielsweise aus einer 5:2-Führung im zweiten sowie 9:5-Führung im dritten Satz kein Kapital schlagen. Zu viele einfache Fehler brachten den Chinesen immer wieder ins Spiel. Pucar kämpfte zwar, wehrte zwischenzeitlich vier Matchbälle ab und hatte selbst vier Satzbälle, doch den Sieg beim fünften Matchball schenkte der Kroate dem Chinesen durch einen Aufschlagfehler.

„Zu viele hektische Fehler“

Und auch Filus lag im zweiten Satz mit 7:5 und im dritten mit 9:7 vorne, hatte einen Satzball und wehrte zwischendurch zwei Matchbälle ab, ehe der dritte dann das Aus bedeutete. „Ich habe zu viele hektische Fehler produziert“, ärgert sich Filus und findet deutliche Worte: „Wenn du gegen einen Weltklassemann gewinnen möchtest, darf das nicht passieren.“ Zumal der Chinese nicht in Bestform spielte und stellenweise mit sich haderte. „Beim 3:0-Auftaktsieg gegen Tomas Polansky war ich mental fit, spielerisch nicht so, gegen Shang Kun war ich dann spielerisch besser, aber mental schlechter“, bilanziert der 31-jährige Abwehrspieler.

So sorgte der chinesische Ex-Nationalspieler, die Nummer drei im Ranking der Tischtennis-Bundesliga, mit seinen zwei 3:0-Siegen für Saarbrückens 3:1-Erfolg.

Nichts mit Abstieg zu tun

Die dreiwöchige Weihnachtspause kommt Maberzells Akteuren gelegen. Mit dem Abstieg sollte der TTC als Tabellenzehnter mit acht Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bei noch sechs ausstehenden Spielen nichts mehr zu tun haben, zumal das Restprogramm überwiegend leichtere Gegner beinhaltet.

Die Pause möchte der Vorstand nutzen, um Gespräche mit den Spielern bezüglich der neuen Saison zu führen, erklärte Präsident Stefan Frauenholz auf Nachfrage. Dabei mutmaßt er, es werde schwer werden, Tomislav Pucar zu halten, dem Kroaten lägen Angebote anderer Vereine vor. Dazu wollte sich der 23-jährige Pucar, der seit zwei Jahren für Maberzell aufschlägt, nicht äußern. „Stefan und ich werden uns unterhalten, und dann weiß ich mehr.“

Interesse, an einer Vertragsverlängerung bekundet Ruwen Filus. Für den 31-Jährigen wäre es dann die achte Saison beim TTC. „Ich würde gerne bleiben“, verrät Filus.

Ergebnisse: Ruwen Filus – Tomas Polansky 3:0 (11:8, 13:11, 12:10), Tomislav Pucar – Shang Kun 0:3 (7:11, 9:11, 17:19), Fan Bo Meng – Darko Jorgic 0:3 (4:11, 7:11, 2:11), Filus – Shang Kun 0:3 (3:11, 9:11, 12:14).

Zuschauer: 710.

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