Frikadellen auf einem Teller
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Frikadellen sind ein Männeressen - und richtig lecker.

„Natürlich koch‘ ich“

Leckere kleine Bällchen: Geflügelfrikadellen sind die Alternative zu Schwein und Rind

  • Anne Baun
    vonAnne Baun
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Wenn Kochbuchautorin Anne Baun beim Einkaufen zufällig Geflügelhackfleisch entdeckt, schlägt sie sofort zu. Sehr zur Freude ihres Mannes – der bekommt dann nämlich Frikadellen serviert.

Fulda - Männer mögen Frikadellen. Das ist nun einmal so. Und mit diesem Kochrezept werden die Bällchen richtig lecker. Auch wenn ich mich persönlich nach und nach von tierischen Produkten verabschiede, gibt es da draußen immer noch genug Menschen, die gerne Fleisch essen. Ich will hier niemanden bekehren. Aber ein bisschen weniger Fleischgenuss schadet niemandem.

Dennoch: Wer nicht verzichten möchte, der kann wenigstens mal über die Fleischsorte nachdenken. Nein, auch ein Hühnchen wird nicht totgestreichelt. Aber dieses Fleisch ist zumindest gesünder als Rind oder Schwein, womit ja auch gerne Frikadellen hergestellt werden. Geflügelfleisch ist fettarm und leicht verdaulich. Etwa 60 Prozent der enthaltenen Fettsäuren sind ungesättigt.

„Natürlich koch‘ ich“: Heute gibt es ein Rezept für leckere Geflügelfrikadellen

Wir erinnern uns: Ungesättigte Fettsäuren haben einen niedrigeren Schmelzpunkt als gesättigte Fettsäuren und bleiben daher bei Körpertemperatur im flüssigen Zustand. Daher kommt es zu keinen Ablagerungen im Körper. Zudem enthält Geflügelfleisch Eisen und die Spurenelemente, die gut für die Blutbildung sind.

Auch B-Vitamine sind vorhanden, was sich positiv auf unser Nervenkostüm auswirkt. Wer nun vielleicht sagt: Hühnchen schmeckt doch lange nicht intensiv genug für eine Frikadelle, dem sei versichert, dass es kaum einen Unterschied im Geschmack gibt, wenn ordentlich gewürzt wird. Allein der Dijon-Senf und die Schalotte bringen ordentlich Pep ins Essen. Zuletzt noch ein dringliche Bitte: Kaufen Sie Bio-Fleisch. Dankeschön.

Rezept

Zutaten (für 4 Stück):

300 g Bio-Geflügelhackfleisch

1 altbackenes Brötchen

1 Bio-Ei

Salz

Pfeffer

1 EL Dijon-Senf

1 Schalotte

Pflanzenöl zum Braten

Zubereitung: Das Brötchen in einem Schälchen Wasser einweichen lassen. Dann ordentlich ausdrücken (je wässriger die Frikadellen sind, desto mehr spritzt es beim Braten). Zusammen mit dem Hack, dem Ei, den Gewürzen und der kleingeschnittenen Schalotte in eine Schüssel geben und ordentlich verkneten. Dann vier handtellergroße Frikadellen formen und in die Mitte eine Mulde drücken. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Frikadellen auf beiden Seiten erst mal einige Minuten scharf anbraten. Immer wieder wenden und bei mittlerer Hitze komplett durchgaren (gerade bei Geflügelfleisch ist das enorm wichtig). Zu den Frikadellen passen Möhrchengemüse und Karfoffelstampf.

Im Video: Profi-Tipp - So macht TV-Koch Tim Mälzer Frikadellen

Die Autorin

„Natürlich koch´ich“ sagt Tütensuppen und Tiefkühlpizzen den Kampf an. Denn hier wird alles selbst gemacht. Von der Sauce Hollandaise bis zum Tiramisu, vom Vanillepudding bis zum Sauerbraten.

Autorin Anne Baun hat sich viele Rezepte ihrer Großmutter vorgenommen und modernisiert, aber auch aktuelle Ernährungstrends verarbeitet. Und bevor teure Superfoods verarbeitet werden, lohnt es sich, den regionalen Wochenmarkt zu besuchen. Frisch, saisonal und selbst gemacht: Seit mehr als drei Jahren erscheint die Serie „Natürlich koch' ich“ immer freitags in der Fuldaer Zeitung.

Bisher sind zwei Bücher erschienen. Hier geht es zur Facebook-Seite von „Natürlich koch‘ ich“. Der erste Buch zur Serie können Sie hier bestellen. Band 2 gibt es hier

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