Serie „Natürlich koch‘ ich“

Verlobungsessen auf britische Art: Knuspriges Brathähnchen aus dem Ofen

Wer die Romanze um Prinz Harry und Meghan Markle verfolgt hat, weiß, dass sich die heutigen Eheleute Sussex beim Verzehr eines roast chicken – also Brathähnchens – verlobt haben. Sie ziehen das auch in Betracht? Dann finden Sie hier ein Rezept von FZ-Redakteurin und Kochbuchautorin Anne Baun.

Sieht gut aus, oder? Ein frisches Brathähnchen.

Fulda - Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ein Brathähnchen so viel Romantik ausstrahlt, dass man sich dabei ewige Treue schwören möchte. Vielleicht hing Prinz Harry während des Antrags gar eine Pommes im Bart. Wir wissen es nicht, aber Meghan hat trotzdem Ja gesagt. Danach war die ganze Insel wild auf Brathähnchen. Zu Recht, oder?

Eine Sache sollten Sie beim Olivenöl unbedingt beachten: Es sollte raffiniert und am besten heiß gepresst sein. Denn nur dann überlebt es so hohe Temperaturen im Backofen und bildet keine krebserregenden Stoffe. Sollten Sie nur unraffiniertes Öl bekommen, dann weichen Sie auf Raps-, Kokos- oder Erdnussöl aus. Die Öle mögen geschmacklich zwar nicht an Olivenöl herankommen, aber sie machen ab 180 Grad keine Sperenzchen.

Im Video: Ein Rezept für das perfekte Brathähnchen

Was die Kräuter angeht, können Sie natürlich variieren. Auch Estragon, Oregano oder Rosmarin machen sich gut am Huhn. Wer gerne noch eine Soße zum Brathuhn haben möchte, kann sich nach der Garzeit aus den Zwiebeln, dem Knobi und dem Bodensatz etwas Schmackhaftes zusammenzaubern. Einfach mit etwas Geflügelfond aufgießen, einen Esslöffel Mehl hinzufügen, mit dem Schneebesen verrühren und durch ein Sieb gießen. Hmmm, lecker!

Zu dem Brathähnchen passt ein Salat und Knoblauchbaguette oder Kartoffelstampf.

Rezept

Zutaten (für 2 bis 3 Portionen):

1 Bio-Maishähnchen

1 Handvoll frische Kräuter

(Majoran, Petersilie, Basilikum)

6 bis 8 EL Olivenöl

Salz

Pfeffer

1 Bio-Zitrone

2 rote Zwiebeln

4 Knoblauchzehen

Zubereitung: Die Kräuter waschen und fein hacken. Mit Salz und Pfeffer mischen und das Olivenöl nach und nach darübergießen und zu einer Paste vermischen. Es darf nicht zu flüssig werden. Dann das Hähnchen rundherum mit den Kräutern einreiben. Die Haut an der Brust mit den Fingern anheben und etwas von der Kräutermischung vorsichtig darunterschieben. Die Zitrone rundherum einstechen und in das Hähnchen schieben. Die Zwiebeln halbieren, den Knoblauch abziehen und alles zusammen in eine ofenfeste Form geben. Bei 220 Grad Umluft eine Stunde im Ofen braten, bis das Huhn gar ist.

Die Autorin

„Natürlich koch´ich“ sagt Tütensuppen und Tiefkühlpizzen den Kampf an. Denn hier wird alles selbst gemacht. Von der Sauce Hollandaise bis zum Tiramisu, vom Vanillepudding bis zum Sauerbraten. Autorin Anne Baun hat sich viele alte Rezepte ihrer Großmutter vorgenommen und modernisiert, aber auch aktuelle Ernährungstrends verarbeitet.
Und bevor teure Superfoods verarbeitet werden, lohnt es sich, mal den regionalen Wochenmarkt zu besuchen. Frisch, saisonal und selbst gemacht: Seit über zwei Jahren erscheint die Serie „Natürlich koch´ich“ immer freitags in der Fuldaer Zeitung. Bisher sind zwei Bücher erschienen

Sie haben Lust auf sommerlichen Flammkuchen und hinterher Rote Grütze? Die Rezepte haben wir Ihnen im Rahmen der Serie „Natürlich koch‘ ich“ bereits verraten. Und auch, wie Sie Burger selbst zubereiten und was Sie bei griechischem Bauernsalat beachten müssen, haben wir für Sie zusammengestellt. Apropos Salat: Rezepte für einen Sommersalat mit Feta und Melone sowie einen Nizza-Salat finden Sie hier. Oder doch lieber Tzatziki und Fladenbrot?

Rubriklistenbild: © Fotolia

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