Eine Hefeschnecke auf einem Holzteller.
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Hefeschnecken sind ein tolles Herbst-Gebäck

„Natürlich koch‘ ich“-Rezept

Gerolltes Glück an nasskalten Tagen: Hefeschnecken mit Zimt und hauchzarter Glasur

  • Anne Baun
    vonAnne Baun
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Wie gefällt Ihnen denn das Wetter im Herbst? Zu kalt? Zu nass? Da hilft wirklich nur noch eins: Hefeschnecken mit Zimt und Frischkäse-Glasur direkt aus dem Ofen.

  • Bei „Natürlich koch‘ ich“ wird heute gebacken
  • Hefeschnecken mit Zimt und Frischkäse-Glasur schmecken im Herbst besonders lecker
  • Apropos Herbst: Ein Rezept für Pilzrahmsuppe haben wir Ihnen im Zuge unserer Reihe bereits verraten (Weitere Kochrezepte)

Fulda - Wenn es vor der Tür richtig eklig ist, kann man sich zwangsweise nur drinnen aufhalten. Und was macht man da? In der Küche werkeln natürlich! Ja, mir fällt auch langsam die Decke auf den Kopf. Wenn ich nach Hause komme, ist es längst dunkel. Zwischen Badewanne, Lesen, Netflix oder Yogakurs ist die Küche im Moment mein Zufluchtsort. Hier kann ich das Mittagessen für den nächsten Tag vorbereiten, während mein Rosmarin-Haaröl auf dem Herd blubbert und mein Kanarienvogel versucht, mich mit Körnern zu bewerfen. Irgendwie idyllisch.

Noch idyllischer ist es, wenn es nach Frischgebackenem duftet. Und da sind diese Hefeschnecken mit Zimt natürlich das Mittel zur Wahl! Die Glasur ist typisch amerikanisch. So werden in vielen US-Läden die Donuts aufgehübscht. Übrigens können damit auch Muffins überzogen werden. Nur so als kleiner Tipp am Rande...

„Natürlich koch‘ ich“: Hefeschnecken mit Zimt sind ein tolles Herbstgebäck

Eins ist jedenfalls klar: Wenn ich mich entscheiden soll, ob ich lieber das aktuelle TV-Programm verfolge oder Hefeschnecken backe, dann gibt’s am nächsten Morgen zum Frühstück glasierte Schneckchen. Die süßen Hefeteilchen enthalten eine ordentliche Portion Zimt. Und der hilft ja bei Bluthochdruck. Wenn man sich also über mieses Fernsehprogramm aufregt, sollte man Zimt essen. Der heilt übrigens auch Entzündungen, kurbelt den Kreislauf an und reinigt das Blut.

Wer nicht ganz so viel Zucker zu sich nehmen möchte, kann übrigens auch auf Kokosblütenzucker, Stevia oder Birkenzucker ausweichen. Erst kürzlich habe ich einen Rotweinkuchen mit Kokosblütenzucker gebacken. Der hat super geschmeckt.

Rezept

Zutaten:

500 g Dinkelmehl (Type 630)

270 ml Vollmilch

60 g Butter

1 Pk. Bourbon-Vanillezucker

1/2 Würfel frische Hefe

50 g Zucker

1 Prise Salz

Für die Füllung:

100 g weiche Butter

70 g Zucker 3 TL Ceylon-Zimt

für die Glasur:

70 g Frischkäse

1 EL Puderzucker

1 EL weiche Butter

Zubereitung: Die Milch erwärmen und die Butter darin zerlassen. Mehl mit Salz, Zucker und Vanillezucker mischen. Die Hefe hineingeben und die lauwarme Butter-Milch-Mischung hinzugießen. Zügig mit dem Mixer verkneten und 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Eine runde Back- oder Auflaufform fetten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten und rechteckig (etwa 30 mal 40 Zentimeter) ausrollen. Für die Füllung die weiche Butter mit Zucker und Zimt mit dem Mixer aufschlagen und auf den Teig verteilen. Dabei einen Rand von etwa einem Zentimeter freilassen und den Teig von der breiteren Seite her aufrollen, so dass eine lange Rolle entsteht. Den Teig mit einem scharfen Messer in 10 gleichförmige Stücke schneiden und nebeneinander in die Form setzen. Nochmal 30 Minuten ruhen lassen, dann bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 25 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit der Glasur (hierfür einfach alle Zutaten mit dem Mixer zu einer glatten Paste verrühren) bestreichen.

Im Video: Frische Hefe vs. Trockenhefe - Was ist der Unterschied?

Die Autorin

„Natürlich koch´ich“ sagt Tütensuppen und Tiefkühlpizzen den Kampf an. Denn hier wird alles selbst gemacht. Von der Sauce Hollandaise bis zum Tiramisu, vom Vanillepudding bis zum Sauerbraten.

Autorin Anne Baun hat sich viele alte Rezepte ihrer Großmutter vorgenommen und modernisiert, aber auch aktuelle Ernährungstrends verarbeitet. Und bevor teure Superfoods verarbeitet werden, lohnt es sich, mal den regionalen Wochenmarkt zu besuchen. Frisch, saisonal und selbst gemacht: Seit mehr als drei Jahren erscheint die Serie „Natürlich koch' ich“ immer freitags in der Fuldaer Zeitung.

Bisher sind zwei Bücher erschienen. Hier geht es zur Facebook-Seite von „Natürlich koch‘ ich“. Anne Baun ist ein großer Fan der Sat.1-Show „The Taste“ und drückt der Fuldaer Lea Stier die Daumen, die 2020 bei „The Taste“ dabei ist.

Der erste Buch zur Serie können Sie hier bestellen. Band 2 gibt es hier

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