Ingwer-Kekse übereinander gestapelt.
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Sehr britisch und sehr lecker: Ingwer-Kekse sind ein tolles Gebäck für den Herbst.

„Natürlich koch‘ ich“

Tolle Knolle als Gebäck: Ingwer-Kekse passen gut zum Tee

  • Anne Baun
    vonAnne Baun
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Wir haben Herbst, in vielen Bundesländern sind Ferien - und die lieben Kleinen wollen beschäftigt werden. Backen Sie doch mal gemeinsam Ingwer-Kekse! Das Rezept dazu kommt von Kochbuchautorin Anne Baun.

Fulda - Wir alle kämpfen unser persönliches Kämpfchen mit dem Lockdown. Und auch, wenn sich nach und nach die Normalität einstellen wird, so haben die meisten Familien ihre Kinder noch zuhause. Da es in den nächsten Tagen immer mal wieder regnen soll, braucht es natürlich sinnvolle Beschäftigungen für drinnen. Und was ist sinnvoller, als Kekse zu backen? Diese hier sind – natürlich – typisch britisch.

Auch, wenn wir dem Ingwer mit seiner scharfen Note mehr und mehr zugetan sind, so findet die Knolle noch nicht ganz so oft Platz auf unserer Speisekarte wie bei unseren britischen Nachbarn. Wir schneiden die Knollen klein, übergießen sie mit heißem Wasser, gießen etwas Zitronensaft dazu und erfreuen uns am immunstärkenden Ingwer-Tee. Oder wir mixen geschnittene Ingwer-Stücke mit Zitronensaft und Honig, gießen das Ganze durch ein Sieb und haben die tollen Ingwer-Shots, die sich in einer Glasflasche eine Woche im Kühlschrank halten. Oder wir verfeinern asiatische Gerichte wie Chicken Kung Pao oder balinesisches Rindfleisch damit.

„Natürlich koch‘ ich“: Ein Rezept für leckere Ingwer-Kekse

Aber backen? Nicht außerhalb zur Weihnachtszeit. In diesem Fall sollte gemahlener Ingwer benutzt werden (steht bei den Gewürzen). Wenn Sie es erstmal ruhig angehen wollen, halbieren sie besser die Maßangabe. Doch eigentlich kann man gar nicht genug Ingwer zu sich nehmen. Er unterstützt das Immunsystem, hemmt die Virenproduktion, ist entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend, regt die Verdauung an und hilft gegen Übelkeit. Vitamin C, Eisen, Magnesium, Kalium sowie Phosphor und Natrium sind die überwiegenden Inhaltsstoffe neben all der ätherischen Öle, die dem Ingwer seinen typisch scharfen Geschmack verleihen.

Ingwer bedeutet übrigens auf Sanskrit „mit Geweihsprossen versehen“ und spielt auf die weit verzweigte Wurzel der Heilpflanze an. Beheimatet ist er in China und Indien und wurde 2018 zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Wenn Ingwer keimt, kann er in ein Töpfchen mit Erde gepflanzt werden. So erhält man relativ leicht seine eigene Ingwerpflanze. Das funktioniert übrigens auch mit Kurkuma. Ich habe mir gerade erst wieder vier Pflänzchen gezogen. Ganz ohne einen grünen Daumen.

Rezept

Zutaten:

150 g Butter 90 g Zuckerrübensirup 250 g Zucker 1 Bio-Ei 270 g Dinkelmehl (Type 630) 1/2 TL Natron 3/4 TL Salz 4 EL gemahlener Ingwer 1/2 TL gemahlene Vanille

Zubereitung: Die Butter mit Zucker und Sirup in einen Topf geben und auf mittlerer Hitze schmelzen lassen, bis sich alles gut zu einer Paste verbunden hat. Abkühlen lassen und das Ei unterrühren. Die trockenen Zutaten miteinander vermischen. Die flüssigen Zutaten hineingießen und alles mit einem Holzlöffel verrühren. Sie werden sehen, wie geschmeidig sich alles miteinander verbindet. Abgedeckt im Kühlschrank eine halbe Stunde stehen lassen. Derweil den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backbleck mit Backpapier auslegen. Für die Kekse jeweils 1 EL Teig zu einer Kugel formen. Vorsicht, die Kugeln sollten einen Abstand von etwa 6 Zentimetern zueinander haben, weil sie beim Backen schön aufgehen. In einer luftdichten Dose halten die Kekse etwa eine Woche.

Im Video: Scharfe Ingwer-Shots - der Booster fürs Immunsystem!

Die Autorin

„Natürlich koch´ich“ sagt Tütensuppen und Tiefkühlpizzen den Kampf an. Denn hier wird alles selbst gemacht. Von der Sauce Hollandaise bis zum Tiramisu (wie in diesem Rezept), vom Vanillepudding bis zum Sauerbraten.

Autorin Anne Baun hat sich viele alte Rezepte ihrer Großmutter vorgenommen und modernisiert, aber auch aktuelle Ernährungstrends verarbeitet. Und bevor teure Superfoods verarbeitet werden, lohnt es sich, mal den regionalen Wochenmarkt zu besuchen. Frisch, saisonal und selbst gemacht: Seit mehr als drei Jahren erscheint die Serie „Natürlich koch' ich“ immer freitags in der Fuldaer Zeitung.

Bisher sind zwei Bücher erschienen. Hier geht es zur Facebook-Seite von „Natürlich koch‘ ich“. Anne Baun ist ein großer Fan der Sat.1-Show „The Taste“ und drückt der Fuldaer Lea Stier die Daumen, die 2020 bei „The Taste“ dabei ist.

Der erste Buch zur Serie ist derzeit leider vergriffen. Band 2 können Sie hier bestellen.

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