Eine Pfanne mit Käsespätzle
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Käsespätzle sind ein leckeres Herbstgericht.

„Natürlich koch‘ ich“

Ein Rezept für Käsespätzle mit Zwiebeln - und eines gegen Husten

  • Anne Baun
    vonAnne Baun
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Käsespätzle sind ein typisches Herbstessen, das man zum Beispiel während der Ferien in Österreich - wenn denn kein Corona herrscht - so oft isst, dass man die Berge nicht mehr hochkommt. Das Rezept gibt es hier.

Fulda - Und was darf bei Käsespätzle auf keinen Fall fehlen? Richtig – die Zwiebelchen. Manch einer wird jetzt empört aufschreiben: „Iiiiih, Zwiebeln! Da müffelt man doch so schlimm.“ Tja. Ja und nein. Zwiebelduft verfliegt definitiv schneller als der Geruch von Knoblauch. Und außerdem sind Zwiebeln sehr gesund.

Gerade in der Erkältungszeit leistet uns die Zwiebel wieder gute Dienste. Denn sie ist entzündungshemmend und hilft – beispielsweise als Sirup – sehr gut gegen Husten. Gerade der gute alte Reizhusten, der nicht nur den Patienten, sondern das ganze Haus wachhält, wird damit in Schach gehalten. Die Herstellung ist total simpel: Nehmen Sie zwei große Zwiebeln, schneiden Sie sie in Scheiben, und nehmen Sie ein Glas mit Schraubverschluss (alternativ tut es auch ein Einmachglas). Schichten Sie nun die Zwiebelscheiben abwechselnd mit Rohrzucker in das Glas. Den Abschluss bildet eine dicke Zuckerschicht.

„Natürlich koch‘ ich“: Heute gibt es ein Rezept für herbstliche Käsespätzle mit Zwiebeln

Lassen Sie das Glas über Nacht an einem dunklen Ort stehen, und gießen Sie am nächsten Morgen die entstandene Flüssigkeit durch ein feines Sieb in ein kleines Fläschchen. Im Kühlschrank ist der Sirup drei Tage haltbar. Immer, wenn der Husten wieder losgeht, einen Esslöffel unverdünnt einnehmen.

Und was genau steckt in der Zwiebel drin, das so gut für uns ist? Das Zauberwort heißt Fruktane, das sind wasserlösliche Oligo- und Polysaccharide. Sie sollen sogar gegen Grippeviren helfen, heißt es in neuesten Studien. Na dann: Los geht’s!

Rezept

Zutaten (für 4 Portionen):

500 g Dinkelmehl (Type 630)

1 EL Sonnenblumenöl

250 ml Wasser

4 TL Meersalz

6 Bio-Eier

3 mittelgroße Zwiebeln

300 g geriebener Allgäuer Emmentaler

Zubereitung: Eier, Mehl, Öl und Salz zu einem zähflüssigen Teig verarbeiten (zur Not hilft ein Schuss Wasser). Salzwasser zum Kochen bringen und den Teig von einem Brett stückchenweise ins Wasser schaben. Die Spätzle sind gar, wenn sie „hochkommen“ – genau wie bei Klößen. Gut ist es, den Teig in mehrere Portionen aufzuteilen und nicht alles auf einmal zu kochen. Die bereits fertigen Spätzle solange warm halten. Dann mit dem geriebenen Käse vermischen und die Zwiebel in dünne Ringe schneiden und goldbraun anbraten. Wer mag, kann noch ein wenig Schnittlauch über die Käsespätzle geben. Guten Appetit!

Im Video: Kann man gekeimte Zwiebeln noch essen?

Die Autorin

„Natürlich koch´ich“ sagt Tütensuppen und Tiefkühlpizzen den Kampf an. Denn hier wird alles selbst gemacht. Von der Sauce Hollandaise bis zum Tiramisu, vom Vanillepudding bis zum Sauerbraten.
Autorin Anne Baun hat sich viele Rezepte ihrer Großmutter vorgenommen und modernisiert, aber auch aktuelle Ernährungstrends verarbeitet. Und bevor teure Superfoods verarbeitet werden, lohnt es sich, den regionalen Wochenmarkt zu besuchen. Frisch, saisonal und selbst gemacht: Seit mehr als drei Jahren erscheint die Serie „Natürlich koch‘ ich“ immer freitags in der Fuldaer Zeitung.

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