Knochenbrühe ist ein uraltes Heilmittel aus Großmutters Zeiten.
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Knochenbrühe ist ein uraltes Heilmittel aus Großmutters Zeiten.

„Natürlich koch‘ ich“

Komisch? Nein, gesund! Knochenbrühe stärkt und macht fit - Ein Heilmittel aus Großmutters Zeiten

  • Anne Baun
    vonAnne Baun
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Wenn ich an dieser Stelle mal meine Mutter zitieren dürfte: Ist die Welt auch grau und trübe, immer hoch die alte Rübe. Was hilft, wenn es grau und trübe ist? Knochenbrühe! Ein uraltes Heilmittel aus Großmutters Zeiten.

  • In unsere Kochrezepte-Serie „Natürlich koch‘ ich“ gibt es heute Knochenbrühe
  • Das Rezept kommt von Kochbuchautorin Anne Baun aus Fulda
  • Wenn Sie mal erkältet sind, dann hilft Ihnen vielleicht das Rezept für Hühnersuppe

Fulda - Meine Freundin Regina geht selten ohne Thermoskanne aus dem Haus. Darin befindet sich Knochenbrühe. Zu Beginn fand ich die Vorstellung, Knochen auszukochen, irgendwie ein bisschen komisch. Andererseits finde ich es sehr lobenswert, alles zu verwenden, wenn ein Tier schon geschlachtet werden muss - und sich nicht nur das Filet rauszupicken. Der Metzger freut sich zudem über die Abnahme. Gute Knochen kosten auch nicht viel. Zudem ist Knochenbrühe ein sagenhaftes Heilmittel. Es stärkt in rekonvaleszenten Phasen genauso wie bei stressiger Belastung. Sich mit einer heilenden Brühe etwas Gutes zu tun, ist nie verkehrt.

„Natürlich koch‘ ich“: Ein altes Heilmittel - Knochenbrühe stärkt und macht uns fit

Mit ein paar Grießklößchen, Nudeln oder Reis verwandelt sich die Knochenbrühe in ein sättigendes Mahl. Und natürlich kann jeder nach seinem persönlichen Geschmack noch an den Gewürzen herumspielen. Pfefferkörner, Chili, Muskatnuss, Sternanis, Zimt, aber auch Zucchini, Fenchel, Kartoffeln oder Stangensellerie können gerne mit in die Brühe wandern. Wenn Sie an getrocknete Wakame-Algen kommen, passt das ebenfalls sehr gut.

Rezept

Zutaten:

1 kg Rinderknochen (am besten Beinscheiben, Markknochen oder Gelenke verwenden)

1 Bund Suppengemüse (Lauch, Möhren, Sellerie, Petersilie)

2 große Zwiebeln

1 daumengroßes Stück Ingwer

1 kräftige Prise Kurkuma

einige Spritzer Zitronensaft

1 Bund Koriander

1 Bund Petersilie

2 Lorbeerblätter

Zubereitung: Die Knochen abbrausen und mit 3 l kaltem Salzwasser, dem Suppengemüse, den Zwiebeln, Gewürzen und Kräutern aufsetzen. Kurz vor dem Aufkochen wird die Hitze reduziert, so dass die Brühe leicht köchelt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird empfohlen, die Brühe tatsächlich 18 Stunden lang köcheln zu lassen. In anderen Rezepten ist von drei bis zehn Stunden die Rede. Der Schaum, der sich zwischendurch immer wieder bildet, sollte abgeschöpft werden. Wenn die Suppe fertig ist und abkühlt, geliert sie. Portionsweise kann sie eingefroren und bei Bedarf erwärmt werden. Doch auch hier gehen die Meinungen auseinander. Die TCM rät von Einfrieren ab. Doch das kann jeder für sich selbst entscheiden.

Video: Knochenbrühe könnte bald Ihren Morgenkaffee ersetzen

Autorin und Serie

„Natürlich koch´ich“ sagt Tütensuppen und Tiefkühlpizza den Kampf an. Hier wird alles selbst gemacht: Von der Sauce Hollandaise bis zum Tiramisu, vom Vanillepudding bis zum Sauerbraten.

Journalistin und Autorin Anne Baun aus Fulda hat sich viele Rezepte ihrer Großmutter vorgenommen und modernisiert, aber auch aktuelle Ernährungstrends verarbeitet. Und bevor teure Superfoods verarbeitet werden, lohnt es sich, den regionalen Wochenmarkt zu besuchen. Frisch, saisonal und selbst gemacht: Seit mehr als drei Jahren erscheint die Serie „Natürlich koch' ich“ immer freitags in der Fuldaer Zeitung.

Vor Weihnachten ist das nunmehr dritte Buch zur Serie erschienen.

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