Die Heubacher Landfrauen Marita Jäger und Brigitte Fehl (von links) zeigen ihren Zwibbelsploatz.
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Die Heubacher Landfrauen Marita Jäger und Brigitte Fehl (von links) zeigen ihren Zwibbelsploatz.

Herbstlicher Zwiebelkuchen

Der beste Zwibbelsploatz (5): Rezept der Heubacher Landfrauen mit Kürbis und Fetakäse

Die Heubacher Landfrauen haben ihr traditionelles Zwibbelsploatz-Rezept in den vergangenen Wochen abgewandelt und verfeinert. Herausgekommen ist eine neue schmackhafte Kreation mit Kürbis, Feta und Hummus, die sich, der Jahreszeit gemäß, „Herbstploatz“ nennt.

Heubach - Schon beim Eintreten in das Haus von Familie Fehl riecht es lecker nach Kürbis und Zwiebeln. Landfrauen-Vorsitzende Brigitte Fehl (59), Marita Jäger (61) und Fehls Tochter Sophia Bauer (26) haben für unsere Suche nach dem besten Zwibbelsploatz-Rezept unter dem Motto „Schlemmen in der Heimat“ einen Ploatz gebacken, den sie kreativ mit Kürbis, Hummus und Feta aufgepeppt haben.

Mit einem herbstlichen Zwibbelsploatz und weißen Zwiebeln wollen die Heubacher Landfrauen siegen

„Wir wollten lieber rote statt den geschmacksintensiveren weißen Zwiebeln nehmen, damit der Kürbis gut rauskommt“, berichtet Bauer. Beim Teig habe man sich hingegen an die traditionelle Herstellungsweise gehalten. Nur die Frage nach dem besten Zwiebelschneidegerät bietet Anlass für unterschiedliche Meinungen: mit dem Messer per Hand oder doch mit einem speziellen Zwiebelschneide-Gerät? Dass es mit dem „Nicer Dicer“ viel einfacher von der Hand geht, findet die 26-Jährige.

So sieht der Zwibbelsploatz der Heubacher Landfrauen aus.

Die Idee, am Wettbewerb unserer Zeitung teilzunehmen, hatte Brigitte Fehl. Denn der Wettbewerb biete mal wieder einen schönen Anlass, gemeinsam etwas zu unternehmen. Dieses Jahr seien viele Veranstaltungen der Heubacher Landfrauen ausgefallen oder hätten aufgrund der Corona-Pandemie auf das nächste Jahr verschoben werden müssen, berichtet die 59-Jährige. Dazu gehörte auch das beliebte örtliche Backhausfest, welches einmal im Jahr an Pfingsten veranstaltet wird. Hier erfreut sich der Zwibbelsploatz, den die Frauen backen, immer wieder einer großen Beliebtheit: „Ab 17 Uhr stehen die Leute dann schon Schlange, und wir backen circa 30 bis 50 Bleche. Das geht dann echt in einem zackigen Tempo“, erzählt Fehl schmunzelnd.

Serie

Unter dem Motto „Schlemmen in der Heimat“ sucht unsere Zeitung das beste Zwibbelsploatz-Rezept. Sechs Wochen lang wird jeden Dienstag ein Rezept – inklusive der Teilnehmer – vorgestellt. Eine unabhängige Jury wird die Zwibbelsploatz-Rezepte dann genau unter die Lupe nehmen und das beste Rezept auswählen.
Im ersten Teil hat Winfried Storch sein Zwibbelsploatz-Rezept vorgestellt, das von seiner Mutter stammt. Das Rezept von Gertrud Bauer ist bereits über 100 Jahre alt. Die Hünfelder Landfrauen backen den Zwibbelsploatz mit Leidenschaft und Zwiebelbrille. Stefanie Grosch hingegen backt ihn gerne mit ihrer Tochter Nele.

Bei den Heubacher Landfrauen sei das Zusammenwirken von Jung und Alt Programm, berichtet Marita Jäger: „Unsere Altersspanne reicht von 4 bis 94.“ Man veranstalte gemeinsam Ausflüge und nehme an Festen teil. Beim Backhausfest zum Beispiel würden die Landfrauen auch gemeinsam als Linedance-Gruppe auftreten: „Im vergangenen Jahr waren wir das Highlight“, sagt Marita Jäger lachend.

Sophia Bauer, Marita Jäger und Brigitte Fehl (von links): Die Getränkeempfehlung der Heubacher Landfrauen für die perfekte Abrundung des Ploatzes lautet - Bianco di Custoza - ein trockener italienischer Weißwein.

Durch den Wettbewerb um den besten Zwibbelsploatz wurden die Heubacher Landfrauen wieder vereint

Der Wettbewerb um den besten Zwibbelsploatz hat die Frauen wieder zusammengebracht. „Nach meinem Vorschlag kam endlich wieder Schwung in unsere Whatsapp-Gruppe“, freut sich Fehl. Alle hätten unterschiedliche Vorschläge für das Rezept eingebracht: Der Ploatz sollte kreativ sein und zum Herbst passen. Schlussendlich habe man sich für eine mediterran anmutende Variante entschieden.

Rezept

- Teig für ein Blech: 300g Mehl 20g Hefe 30g Butter 1/8 l warme Milch 1 TL Salz 1 Ei - Für den Belag: 600 g rote Zwiebeln 250 g Schinkenwürfel 200 g Hokkaidokürbis 200 g Fetakäse etwas Öl 250 g Schmand 50 g Hummus 2 Eier 2 TL Salz, etwas Pfeffer

- Zubereitung: Die Zutaten für den Teig verarbeiten, auf ein gefettetes Blech ausrollen und gehen lassen. Dann die Zwiebeln schneiden und mit dem Schinken in etwas Öl andünsten. Kürbis in dünne Scheiben hobeln und zu den Zwiebeln geben. Den Feta zerbröckeln und ebenfalls dazugeben. Schmand, Hummus, Eier, Salz und Pfeffer miteinander vermengen, unter die Zwiebelmasse geben und auf dem Teig verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad 25 bis 30 Minuten backen.

Mehrmals hat Brigitte Fehl das Rezept ausprobiert: „Ich habe wahrscheinlich tagelang nach Zwiebeln gerochen, da müssen Sie nur meine Tochter fragen“, berichtet die 59-Jährige lachend. Am heutigen Tag sei es dann schnell gegangen. „Marita hat den schlimmsten Teil abbekommen: das Zwiebelschneiden“, sagt Fehl, worauf Marita Jäger augenzwinkernd entgegnet: „Ach was, uns erfahrenen Landfrauen macht das doch nichts aus!“ (von Sonja Ruf)

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