Unsere Zeitung sucht den besten Zwibbelsploatz der Region.
+
Unsere Zeitung sucht den besten Zwibbelsploatz der Region.

Das Geheimnis mit den Brötchen

Der beste Zwibbelsploatz (1): Winfried Storch backt nach Mutters Rezept

  • vonAlina Hoßfeld
    schließen

Wir stellen das erste von insgesamt sechs Zwibbelsploatz-Rezepten vor, die in unsere engere Auswahl zum besten Zwibbelsploatz der Region gekommen sind. Den Anfang macht das Rezept von Winfried Storch aus Fulda-Haimbach. 

Haimbach - Als ich die Wohnung von Winfried Storch und seiner Ehefrau Mali betrete, duftet es bereits nach leckerem Zwiebelkuchen. „Noch ein paar Minuten, dann können wir den Zwibbelsploatz probieren“, begrüßt mich der 80-Jährige.

Winfried Storch hat sich für den besten Zwibbelsploatz der Region beim Wettbewerb unserer Zeitung beworben.

Seit seiner Kindheit ist Storch Fan des Zwiebelkuchens. „Als ich klein war, wurde alle 14 Tage im Backhaus Brot gebacken. Brot war damals eine Delikatesse, und als Besonderheit gab es dann noch einen Zwibbelsploatz warm aus dem Ofen. Das war das Größte für mich, und es war mir sogar lieber als ein Blechkuchen“, erzählt Storch mit einem Lachen.

Seit der Kindheit: Winfried Storch ist Fand von „Zwibbelsploatz“

Und auch heute zählt der Zwiebelkuchen zu seinen Lieblingsgerichten. So hat er vor Corona regelmäßig Zwibbelsploatzfeste im Fuldaer Land besucht – Lütterz, Zell, Malkes und natürlich Haimbach sind nur ein paar Beispiele –, denn „aus dem Backhaus schmeckt er noch besser als aus dem Ofen“. Aber auch Rezepte aus Zeitschriften werden gesammelt und nachgebacken. „Ich denke immer wieder an meine Kindheit zurück, wenn ich den Ploatz esse“, sagt der 80-Jährige. Es erinnere ihn an die Tradition im Backhaus und vor allem an seine Kindheit.

Serie

Unter dem Motto „Schlemmen in der Heimat“ sucht unsere Zeitung das beste Zwibbelsploatz-Rezept. Sechs Wochen lang wird jeden Dienstag ein Rezept – inklusive der Teilnehmer – vorgestellt. Eine unabhängige Jury wird die Zwibbelsploatz-Rezepte dann genau unter die Lupe nehmen und das beste Rezept auswählen.

Was seinen Ploatz besonders macht? Auch darauf hat er eine Antwort: „Das Besondere an meinem Ploatz ist das Brötchengemisch. Die Brötchen werden in Milch aufgeweicht und mit den Eiern und der Fleischbrühe unter die Zwiebeln gestrichen. Vielleicht ist mein Zwibbelsploatz aber auch so besonders, weil nicht viel drauf ist. Weil er so einfach ist, schmeckt er so gut. Wichtig für einen guten Zwiebelkuchen ist es, dass der Brotteig Kümmel enthält“, sagt Storch.

Rezept von Winfried Storch:

Zutaten:

600 – 700 g Brotteig

700 g Zwiebeln

350 g Schinkenwürfel

2 Eier

1 ELklare Fleischbrühe

1 – 2 Brötchen

Zubereitung:

Zwiebeln in Öl glasig dünsten (nicht bräunen); später Schinkenwürfel dazugeben. Brötchen (Stücke) in Milch aufweichen, dann Eier und Fleischbrühe dazugeben. Teig ausrollen und Brötchengemisch auftragen. Zwiebeln und Schinken auftragen. Mit Salz und Pfeffer üppig bestreuen. Im auf 200 Grad aufgeheizten Backofen ca. 25 bis 30 Minuten backen.

Und auch den Kindern und Enkelkindern schmeckt der Zwiebelkuchen: „Meine Familie sagt, dass es der beste Zwibbelsploatz ist. Es ist das Rezept meiner Mutter, und ich habe es ein bisschen verfeinert“, erklärt Storch. Bereits seit über 50 Jahren backt er das Rezept seiner Mutter zu Hause nach. „Wenn es Herbst wird, backe ich den Ploatz regelmäßig. Dann lade ich die Familie ein und wir essen zusammen“, sagt er abschließend.

Lesen Sie hier: Die Kürbissuppe ist super schnell zubereitet und passt perfekt zum Herbst.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema