Unsere Zeitung sucht das beste Zwibbelsploatz-Rezept der Region.
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Unsere Zeitung sucht das beste Zwibbelsploatz-Rezept der Region.

Die Geheimzutat im Teig

Der beste Zwibbelsploatz (2): Gertrud Bauers Rezept für den Zwiebelkuchen ist mehr als 100 Jahre alt

  • vonAlina Hoßfeld
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Das beste Zwiebelkuchen-Rezept in Fulda und Osthessen wird von uns weiterhin gesucht. Das Zwibbelsploatz-Rezept von Gertrud Bauer aus Eichenzell stammt aus dem 100 Jahre alten Kochbuch „Kiehnle Kochbuch für die einfache bürgerliche Küche“ - und enthält eine Geheimzutat.

Eichenzell - Hinter der Liebe zum Zwibbelsplaotz steckt bei Gertrud Bauer eine lange Geschichte: „In meiner Familie haben wir nie Zwibbelsploatz gemacht. In unserem Haus hat aber meine Tante gewohnt, und die hat Zwiebelkuchen gebacken – das hat immer durch das ganze Haus geduftet, und manchmal habe ich ein Stück bekommen“, erinnert sich die 73-Jährige. Oft habe sie auch zugeschaut, wie ihre Tante den Zwibbelsploatz zubereitete.

Gertrud Bauer hat früher bei ihrer Tante Zwibbelsploatz gegessen

Doch das Rezept, das Bauer bei unserem Wettbewerb zum besten Zwibbelsploatz der Region eingeschickt hat, ist nicht das Rezept ihrer Tante: „Leider habe ich ihr Zwibbelsploatz-Rezept nie erhalten. Meins ist aus dem Buch: ‚Kiehnle Kochbuch für die einfache bürgerliche Küche‘. Das Buch ist schon 100 Jahre alt; es fasziniert mich, dass die Menschen damals auch schon Zwibbelsploatz gebacken haben“, erklärt Bauer.

Gertrud Bauer hat ein Rezept für Zwiebelkuchen, das über 100 Jahre alt ist.

Woher sie das Buch hat, weiß sie nicht. Aber genau aus diesem Grund sei es interessant. „Das Buch ist für mich momentan der Renner“, sagt Bauer mit einem Lachen.

Serie

Unter dem Motto „Schlemmen in der Heimat“ sucht unsere Zeitung das beste Zwibbelsploatz-Rezept. Sechs Wochen lang wird jeden Dienstag ein Rezept – inklusive der Teilnehmer – vorgestellt. Eine unabhängige Jury wird die Zwibbelsploatz-Rezepte dann genau unter die Lupe nehmen und das beste Rezept auswählen.

Im ersten Teil hat Winfried Storch sein Zwibbelsploatz-Rezept vorgestellt, das von seiner Mutter stammt.

Doch was macht ihr Zwibbelsploatz-Rezept so besonders? „Das Besondere ist definitiv das Schweinefett. Zudem wird der Teig selber hergestellt und muss nicht erst beim Bäcker bestellt werden“, so die 73-Jährige.

Rezept von Gertrud Bauer

Zutaten

-Für den Teig

60 bis 70 g Schweinefett

220 g Mehl

Salz

125 ml Wasser oder Milch

nach Belieben 1/2 Backpulver

-Für den Belag

6 bis 8 große Zwiebeln

30 g Butter

50 g Speck

60 g Mehl

2 bis 3 Eier

250 ml sauer Rahm

Salz

Kümmel

Zubereitung

In das schaumig gerührte Schweinefett werden nach und nach die anderen Zutaten gegeben. Der Teig kann vor der Verwendung zwei bis drei Mal wie Blätterteig ausgewellt und zusammengeschlagen werden.

In der Butter werden die feingeschnittenen Zwiebeln weich gedämpft. Das Mehl wird mit dem Rahm glatt gerührt, Eier, Salz, Kümmel und die gedämpften Zwiebeln zugeben. Man füllt dies auf ein mit Teig ausgelegtes Blech, gibt einige Butterstückchen, Speckwürfel oder Grieben oben drauf und backt den Kuchen im heißen Ofen schön braun.

Die Geheimzutat steckt im Teig des Zwibbelsploatz von Gertrud Bauer

Unsere Zeitung sucht das beste Zwiebelkuchen-Rezept der Region.

Dass die Eichenzellerin ein Fan des Zwiebelkuchen ist, wird deutlich, denn auch sie hat bereits das ein oder andere Mal für ihre Familie gebacken. Aber auch Backhausfeste in der Region, bei denen Zwibbelsploatz angeboten wird, besucht sie gerne. „Da denkt man schon mal an die Kindheit zurück. Mit meinen Eltern habe ich früher im Backhaus Brot gebacken. Das war immer ein Highlight und ist schon über 60 Jahre her. Trotzdem sind die Erinnerungen noch so präsent. Wir haben damals mit Leib und Seele gebacken“, erinnert sie sich.

Lesen Sie hier: Die Kürbissuppe ist super schnell zubereitet und passt perfekt zum Herbst.

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