Stefanie Grosch und ihre Tochter Nele haben zusammen Zwibbelsploatz gebacken.
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Stefanie Grosch und ihre Tochter Nele haben zusammen Zwibbelsploatz gebacken.

Kümmel im Teig und Belag

Der beste Zwibbelsploatz (4): Stefanie Grosch backt den Zwiebelkuchen gerne mit ihrer Tochter Nele

  • Anne Baun
    vonAnne Baun
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„Zwibbelsploatz gehört zum Herbst doch einfach dazu“, sagt Stefanie Grosch aus Fulda, während sie in der Küche herumwerkelt. „Und am schönsten ist es doch, wenn alle gemeinsam mithelfen.“

Fulda - Prompt kommt die Chefköchin persönlich in die Küche gesaust. Töchterchen Nele (2) weiß schon ganz genau, was zu tun ist. „Mama, Eier!“ Für den Zwibbelsploatzbelag darf Nele ganz alleine die Schmandcreme anrühren. Sie steht auf ihrem kindersicheren Küchenstühlchen an der Arbeitsplatte und schlägt sehr gekonnt zwei Eier in den Rührbecher.

Zwiebelkuchen backt Stefanie Grosch mit ihrer zweijährigen Tochter Nele

Vorsichtshalber wirft ihre Mama nochmal einen Blick hinein, ob sich nicht vielleicht ein Stückchen Schale mit dazu verirrt hat, aber nein. „Alles super, jetzt kannst du rühren“, sagt Stefanie Grosch zu Nele.

Die lässt sich das natürlich nicht zweimal sagen und fängt sofort an, mit ihrem kleinen rosa Schneebesen die Eier zu verschlagen. Okay, Papa Michael muss ein bisschen helfen, als der Schmand zugegeben wird, aber alles in allem rührt die kleine Nele sehr souverän die Creme zusammen.

Serie

Unter dem Motto „Schlemmen in der Heimat“ sucht unsere Zeitung das beste Zwibbelsploatz-Rezept. Sechs Wochen lang wird jeden Dienstag ein Rezept – inklusive der Teilnehmer – vorgestellt. Eine unabhängige Jury wird die Zwibbelsploatz-Rezepte dann genau unter die Lupe nehmen und das beste Rezept auswählen.

Im ersten Teil hat Winfried Storch sein Zwibbelsploatz-Rezept vorgestellt, das von seiner Mutter stammt.

Eine Spezialität im Zwiebelkuchen von Stefanie Grosch: Kümmel kommt in Teig und Belag

Unterdessen schlägt sich Mama Stefanie mit den Zwiebeln herum, während unter einem Küchenhandtuch der Hefeteig vor sich hinblubbert. Der Teig besteht aus Vollkornmehl, Salz, gemahlenem Kümmel, frischer Hefe und lauwarmem Wasser. Für den Belag brät Grosch nun reichlich Zwiebeln und Schinkenwürfel in einer großen Pfanne an. Jedem in der Küche läuft umgehend das Wasser im Mund zusammen.

Das fertige Werk.

Dann wird der Teig nicht allzu dünn auf einem Backblech ausgerollt, während der Ofen auf 180 Grad hochheizt. Nele hilft natürlich wieder mit und verziert den Teig mit lustigen Mustern. Auf dem Zwibbelsploatz-Boden verteilt die „große“ Hobbyköchin die angebratenen Schinken- und Zwiebelstücke.

Rezept von Stefanie Grosch

Zutaten

-Für den Teig:

500 Gramm Vollkornmehl

1 Teelöffel Salz

250 Milliliter lauwarmes Wasser

2 Teelöffel Kümmel

1/4 Würfel Hefe

-Für den Belag:

1 Kilogramm Zwiebeln, geschält und klein geschnitten

200 Gramm Speck, gewürfelt

2 Teelöffel Kümmel

2 Eier

200 Gramm Schmand

etwas Salz und Pfeffer

Dabei überlegt sie, dass sie auch mal einen Ploatz mit Lachs backen könnte. „Das würde doch bestimmt auch gut schmecken“, sagt die 40-jährige Anwältin. Zum Schluss gießt sie mit Neles Unterstützung noch die Schmandcreme auf den Ploatz, dann wandert er für 30 Minuten in den Ofen. Mit dem Ergebnis sind alle Beteiligten sehr zufrieden. Vor allem Nele.

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