Der Handwerker- und Bauernmarkt in Poppenhausen.
+
Bianca Eberhardt (von links), Ulrike Grösch-Vogler und Petra Grösch stellten am Marktplatz ihr Können an den Spinnrädern unter Beweis.

Andrang in Poppenhausen

Handwerker- und Bauernmarkt stößt auf große Resonanz  - trotz Gartenfest-Konkurrenz

  • Jessica Vey
    VonJessica Vey
    schließen

Trotz der starken Konkurrenz durch das Gartenfest war viel los auf dem 31. Handwerker- und Bauernmarkt in Poppenhausen. Hunderte Interessierte kamen an gut 50 Ständen vorbei. 

Poppenhausen - Brennholztag, Brot- und Biermarkt, Bauernmarkt und Weihnachtsmarkt – alle vier Märkte in Poppenhausen waren wegen Corona zuletzt ausgefallen. Jetzt gab es ein Wiederaufleben des Marktgeschehens in der Poppenhausener Ortsmitte.

Dass die Lust auf solche Veranstaltungen groß ist, war am Sonntag spürbar. Die Straßen in dem Rhönort waren von Autos gesäumt, die auch aus vielen umliegenden Landkreisen in die Rhön kamen. Trotz der Konkurrenz durch das Fürstliche Gartenfest auf Schloss Fasanerie kamen viele Besucher.

Der Handwerker- und Bauernmarkt ist ein Drei-Länder-Markt. Alle Aussteller kommen aus der hessischen, bayerischen und thüringischen Rhön. Regionalität und Direktvermarktung, das ist es, was den Markt hauptsächlich ausmacht, betonte Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU) an die Gäste gerichtet.

Rhön: Großer Andrang beim Handwerker- und Bauernmarkt

Das Wetter hätte am Sonntag nicht schöner sein können. „Die Stimmung ist gut“, bemerkte der Rhön-Bürgermeister. Und tatsächlich: Es schien, als würden Besucher und Marktbetreiber mit der Sonne um die Wette strahlen. Helfrich ist davon nicht überrascht: „Solche Veranstaltungen und ein bisschen Normalität wurden von den Leuten sehnsüchtig erwartet.“

Auf dem Markt in Poppenhausen erlebten die Besucher mehr Normalität als anderswo, da dieser als „Spezial-Markt“ oder als „Durchgangsmarkt“ gewertet wurde. Deshalb galt nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt weder die 3G-Regel, noch mussten Besucher registriert werden. Einzig in Gedrängesituationen waren die Besucher angehalten, Maske zu tragen, hier appellierte Helfrich an „die Eigenverantwortung jedes Einzelnen“.

Ein Plädoyer für Optimismus in diesen Corona-Zeiten hielt der ehemalige Fuldaer Landrat Fritz Kramer (CDU). „Normalität ist ein zerbrechliches Gefäß“, betonte er. „Aber es wird sich alles wieder ins Lot begeben. Lassen Sie uns optimistisch und zufrieden sein.“ Kramer wies stolz darauf hin, dass er in 31 Jahren noch keinen einzigen Handwerker- und Bauernmarkt verpasst habe. Er hatte den Markt 1989 initiiert.

Selbiges kann auch die Familie Karl Grösch aus dem Poppenhausener Weiler Neuwart von sich behaupten, für die Bianca Eberhardt, Ulrike Grösch-Vogler und Petra Grösch vor Ort waren. Mit ihrem Honigstand und ihren Spinnrädern, an denen sie Schafswolle verarbeiten, sind sie seit Tag eins am Markt mit dabei.

Ex-Landrat Fritz Kramer plädiert für Optimismus

Nachdem auch Michael Konow, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, und Landrat Bernd Woide (CDU) ein Grußwort gehalten hatten, war der Markt eröffnet und die Gäste konnten sich an der großen Auswahl an Produkten satt sehen – und dank Bratwürstchen, Waffeln und Crêpes auch satt essen.

Die 50 Stände boten sehenswerte Deko-Artikel und Schmuck an, hatten aber auch feine Liköre, Wurst und Marmeladen im Angebot. Auch Blasmusik gab es auf die Ohren: So, wie der Markt selbst eine lange Tradition hat, so spielt auch seit jeher der Musikverein Cäcilia Poppenhausen auf dem Marktplatz auf.

Das könnte Sie auch interessieren