Das Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe (Außenansicht)
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Weil das Groenhoff-Haus in einem schlechten Zustand ist, zieht die hessische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön nach Hilders um.

Sabine Waschke sauer

„Der hessische Teil ist die Schmuddelecke des Biosphärenreservats“

„Der hessische Teil ist die Schmuddelecke des Biosphärenreservats Rhön“: Mit diesen Worten kritisiert die Landtagsabgeordnete Sabine Waschke (SPD) das Land Hessen – und bezieht sich auf die ausbleibende Sanierung des Groenhoff-Areals auf der Wasserkuppe.  

  • Die SPD-Abgeordnete Sabine Waschke fordert mehr Engagement des Landes in der Rhön
  • Waschke kritisiert: Der hessische Teil sei die „Schmuddelecke“ des Biosphärenreservats
  • Auch Fuldas Landrat Bernd Woide hatte sich zuletzt mehrfach unzufrieden gegenüber dem Land geäußert

Rhön/Wiesbaden - In einer Fragestunde des Hessischen Landtags hat die SPD-Landtagsabgeordnete Waschke Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) zum aktuellen Sachstand beim Thema Groenhoff-Areal auf der Wasserkuppe befragt. Das teilt sie in einer Pressemitteilung mit. Das Thema sorgt in der Region seit Monaten für Unmut.

Die Antwort des Ministers sei „unbefriedigend“ ausgefallen, erklärt die Abgeordnete. Waschke nennt die Aussagen vage. Boddenberg habe gesagt, nähere Planungen befänden sich in verschiedenen Prüfungen. „Seit dem Besuch von Umweltministerin Hinz auf der Wasserkuppe im Jahr 2014 und deren Ankündigung, sich um das Groenhoff-Areal kümmern zu wollen, ist es mit dem Gebäude nicht vorangegangen“, moniert Waschke.

Die Landtagsabgeordnete Sabine Waschke

Streit um Biosphärenreservat Rhön: Sabine Waschke kritisiert Minister Michael Boddenberg

Das Biosphärenreservat Rhön erstreckt sich über die Bundesländer Thüringen, Bayern und Hessen. „Der hessische Teil hat sich zur Schmuddelecke des Biosphärenreservats Rhön entwickelt. Es ist offensichtlich, dass Bayern und Thüringen wesentlich mehr Geld und Engagement in Verwaltung und Bildung investieren. Wenn die Biosphärenreservate der Landesregierung, allen voran den Grünen, so wichtig sind, dann muss die Entwicklung wesentlich engagierter vorangetrieben werden, als es aktuell der Fall ist“, fordert Waschke.

Deshalb sehe sie die Pläne der Landesregierung skeptisch, in der Region Rheingau-Wiesbaden-Main-Taunus das nächste Biosphärenreservat auszuweisen. „Wenn wir das Biosphärenreservat Rhön nicht ordentlich am Laufen halten können, dann brauchen wir über neue Biosphärenreservate gar nicht erst diskutieren.“

In Bayern und Thüringen seien aufgrund der Komplexität die Biosphärenreservate auch beim Land angesiedelt. „Das Durcheinander, dass aktuell beim Groenhoff-Areal herrscht, zeigt uns, dass sich das Land zu sehr aus der Gestaltung des Biosphärenreservats heraushält und dringend eine stärkere Rolle einnehmen muss.“

Zuletzt hatte bereits Fuldas Landrat Bernd Woide (CDU) mehrfach Verbesserungen bei der Ausstattung des Biosphärenreservats Rhön angemahnt. (jev)

Lesen Sie hier: Wechsel an der Spitze des SPD-Unterbezirks - Birgit Kömpel folgt auf Sabine Waschke. Und: Kein Durchbruch bei Sanierung des Groenhoff-Hauses in Sicht.

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