Der Platz vor dem Bürgerhaus
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Der Platz vor dem Bürgerhaus ist einer der Bereiche, die neu gestaltet werden sollen.

Planungen vorgestellt

Café, Kino und Regionalmarkt? So soll Wüstensachsens Ortsmitte attraktiver werden

  • Rainer Ickler
    VonRainer Ickler
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Wie kann Wüstensachsen attraktiver und belebter werden? Diese Frage versuchte Planerin Dr. Marion Ledermann aus Mellrichstadt zu beantworten, indem sie eine Machbarkeitsstudie für die Neugestaltung der Ortsmitte und ein Nutzungskonzept vorstellte. 

Wüstensachsen - Die Studie wurde zu 80 Prozent mit Mitteln aus dem Regionalbudget finanziert und kostet 19.200 Euro, wovon die Gemeinde 3200 Euro zahlen muss. In mehreren Arbeitsgesprächen sowie zwei Sitzungen mit Bürgerbeteiligung wurden die Grundlagen für den Entwurf eines Nutzungskonzepts gelegt, erläuterte die Planerin in einer Sitzung der Gemeindevertretung.

Insgesamt teilt die Planerin das Gelände in vier Bereiche auf: das Areal vor dem Feuerwehr- und dem Vereinshaus, den Platz vor dem Bürgerhaus, die Fläche vor dem Pfarrheim sowie ein Areal hinter der Bushaltestelle, wo ein Spielplatz entstehen könnte. Der Platz vor dem Bürgerhaus könnte mit einer Außengastronomie und einem Brunnen belebt werden, sagte sie. Grundsätzlich sollen die Parkplätze neu geordnet und die Mehrzahl der Stellplätze in Richtung Jugendraum verlegt und das Gelände mit neuen Anpflanzungen, Tischen sowie Bänken aufgewertet werden.

Rhön: Café, Kino, Regionalmarkt? So soll Wüstensachsen attraktiver werden

Der Eingangsbereich an der Rückseite des Rathauses sollte verlegt und barrierefrei werden. Zudem sollten Informationen zur Geschichte Wüstensachsens und zum Tourismus der Gemeinde auf Tafeln vermittelt werden. (Lesen Sie hier: Ehrenbergs Bürgermeister will Filialschließung nicht akzeptieren - und stellt Forderung an VR Bank)

Der Platz vor dem Pfarrheim wird ebenfalls in die Planungen einbezogen. Er gehört der Gemeinde. Die Fläche soll ebenfalls mit Bänken und Tischen sowie neuen Anpflanzungen aufgewertet werden. Das Nepomuk-Denkmal soll nach den Plänen von Marion Ledermann um einige Meter versetzt, die Bepflanzung auf dem Gelände ausgelichtet und der Gedenkstein freigelegt werden.

Das Areal vor dem Feuerwehrgerätehaus ist ebenfalls in die Planungen einbezogen. Das Gebäude wird vermutlich neu gebaut – so sehen es die Planungen vor. In diesem Zuge könnten Maßnahmen wie die Parkplatzgestaltung und ein barrierefreier Eingang zum Vereinshaus umgesetzt werden.

Planungen für die Aufwertung der Ortsmitte in Wüstensachsen vorgestellt

Planerin Ledermann hat auch mögliche Nutzungsmöglichkeiten des Platzes in der Ortsmitte vorgestellt: Sie nannte neben einer Außengastronomie die Möglichkeit, dass Vereine Veranstaltungen mit einem Motto auf dem Platz organisieren und sich und ihre Aktivitäten vorstellen können. Auch Selbstvermarkter könnten ihre Produkte anbieten, ein Freilichtkino sei eine weitere Möglichkeit der Belebung. Daneben sollen natürlich Großveranstaltungen wie Kirmes oder der Weihnachtsmarkt weiter dort stattfinden.

Als die Mitglieder der Gemeindevertretung die Kosten für die Neugestaltung hörten, waren sie überrascht. Rund 1,5 Millionen Euro würde die Umsetzung des Gesamtkonzepts verschlingen. Bürgermeister Peter Kirchner (parteiunabhängig) stellte klar, eine Realisierung sei nur in mehreren Bauabschnitten möglich – und nur, falls es Fördermittel gebe. Gut sei, dass jetzt ein Plan vorliege „und wir wissen, wie wir es machen können“. (Lesen Sie auch: Neue Attraktion der Ulstertal-Kommunen: Sternenkinos in der Rhön)

„Wir können zustimmen, wie wir es finanziell machen, steht auf einem anderen Blatt“, sagte Otto Naderer (Bürgerliste). Er findet gut, dass die Planung so zügig erfolgte, kritisierte aber, dass der Bauausschuss nicht einbezogen wurde. Dagmar Müller-Weckbach (CDU) lobte die Bürgerbeteiligung. Die Planung sei gut gelaufen. Auch sie fragt, wer dies bezahlen soll – auch angesichts anderer anstehender Investitionen.

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