Die erste Fahrt des Motorrettungsbootes auf dem Guckaisee. Mit dabei sind Michael Lipus (links hinten), Manfred Helfrich (links vorne) und Jürgen Schützmann, Namensgeber für das Boot (vorne rechts).
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Die erste Fahrt des Motorrettungsbootes auf dem Guckaisee. Mit dabei sind Michael Lipus (links hinten), Manfred Helfrich (links vorne) und Jürgen Schützmann, Namensgeber für das Boot (vorne rechts).

Segnung und erste Fahrt

DLRG-Rettungsboot „Schützmann“ für Katastrophenschutz auf dem Guckaisee eingeweiht

  • Leon Weiser
    VonLeon Weiser
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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Bezirk Osthessen-Fulda hat ein neues Motorrettungsboot, die „Schützmann“, eingeweiht. Am Guckaisee bei Poppenhausen wurde es gesegnet, und es wurden dort erste Runden mit dem Boot gedreht.

Poppenhausen - Michael Lipus, Bezirksleiter der DLRG im Bezirk Osthessen-Fulda mit 2500 Mitgliedern, hat die kleine Feierrunde eröffnet. Anwesend waren mehr als 20 Mitglieder der DLRG, ehemalige Bezirksleiter sowie Jörg Stefan Schütz, Pfarrer in Poppenhausen, und Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU). „Es sind so viele Leute anwesend, weil es nichts Alltägliches ist, ein neues Rettungsboot einzuweihen“, erklärte Michael Lipus.

Das Boot sei ein wichtiger Bestandteil für den Katastrophenschutz in der Region. Es war zwei Jahre an der Ostsee imEinsatz und soll künftig bei Hochwasser eingesetzt werden. „Wir haben es in Westdeutschland gesehen, wie wichtig die Boote sind.“ Als Beispiel für einen solchen Einsatz nannte Lipus das ehemalige Teekanne-Gelände in Bronzell, bei dem die DLRG wegen Hochwassers mit einem Schlauchboot vor Ort gewesen war. Das neue Boot wurde angeschafft, weil es stabiler sei und mehr Gewicht aushalte, um so mehr Menschen bei Hochwasser retten zu können. (Lesen Sie auch hier: Bei Ausstattung noch Luft nach oben: Kanzleramtsminister Braun im Gespräch über Schutz und Sicherheit)

Rhön: DLRG-Rettungsboot für Katastrophenschutz auf Guckaisee eingeweiht

Das Rettungsboot werde nicht auf dem Guckaisee eingesetzt. Dafür seien zu selten Mitglieder der DLRG vor Ort – lediglich bei Temperaturen von mehr als 25 Grad sind sie im Einsatz. „Es ist in Fulda stationiert. Für Übungen könnte es allerdings auf dem Guckaisee verwendet werden“, erklärte er.

Im weiteren Verlauf ging der Bezirksleiter auf den Namen des Bootes ein. Eigentlich hätte es „DLRG Boot 658“ heißen sollen, aber man entschied sich anders. Es erhielt und trägt den Namen „Schützmann“. Der Name kommt von Jürgen Schützmann, der seit 2007 Ehrenbezirksleiter der DLRG ist. „Es war für mich überwältigend, als ich das gehört habe. Es würdigt das, was man getan hat“, beschrieb der 85-Jährige seine erste Reaktion. Seine Frau Margareta ergänzte: „Es ist schön, dass man nicht vergessen wird.“

Rettungsboot soll für gegenseitige Hilfe stehen

Die Eheleute waren es auch, die das Boot mit Sekt offiziell auf den Namen „Schützmann“ getauft haben. Die anschließende Segnung vollzog Pfarrer Jörg Stefan Schütz. Das Bott soll für gegenseitige Hilfe stehen und den Menschen helfen, die in Not geraten sind. Anschließend segnete er es mit Weihwasser. Danach kam noch der Poppenhausener Bürgermeister Manfred Helfrich zu Wort und bedankte sich. „Möge das Boot seinen Dienst erfüllen und Menschen in Not retten.“

Anschließend wurde das Boot auf dem Guckaisee Probe gefahren. „Es ist ein neues Erlebnis, mit einem Boot auf dem Guckaiseee zu fahren“, kommentierte Helfrich.

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