Gastronomen und Hoteliers aus der Region haben sich vor dem Fuldaer Haus auf der Maulkuppe getroffen, um mit einer Fotoaktion gegen die Schließungen in ihrem Gewerbe zu protestieren.
+
Gastronomen und Hoteliers aus der Region haben sich vor dem Fuldaer Haus auf der Maulkuppe getroffen, um mit einer Fotoaktion gegen die Schließungen in ihrem Gewerbe zu protestieren.

Leere Stühle als Protest

Besondere Fotoaktion: Rhöner Gastronomen kritisieren Schließung ihrer Betriebe

100 Gastronomen und Hoteliers aus der Region haben am Dienstag vor dem Fuldaer Haus auf der Maulkuppe bei Poppenhausen-Steinwand auf die dramatische Situation im Gastgewerbe aufmerksam gemacht.

  • Mit ihrer Aktion wollen Gastronomen und Hoteliers auf ihre Lage aufmerksam machen
  • Rhöner Charme: Situation ist existenzbedrohlich
  • Zuspruch aus der Kommunalpolitik

Steinwand - Eine Fotoaktion als Protest gegen die Schließungen in der Corona-Krise: Der Protest ist am Dienstag vom Vorstand der Wirtevereinigung Rhöner Charme, von Andreas Rau (Fuldaer Haus), Michael Glas (Kneshecke) und Benjamin Kehl (Landgasthof Kehl) mitinitiiert worden.

Es waren aber noch viel mehr Mitwirkende an Bord – Mitglieder des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), des Freundeskreis der Gastlichkeit und des Vereins der Köche Fulda.

Leere Stühle, leere Gastronomie-Betriebe

Gemeinsam hatten sich alle auf der grünen Wiese hinter ihre leeren Stühle gestellt. Sie stehen symbolisch für die Betriebe in Fulda und im Landkreis, die derzeit um ihre Existenz kämpfen, heißt es in einer Mitteilung.

Mit der Fotoaktion soll den nun anstehenden Debatten der politischen Gremien in Berlin Nachdruck verliehen werden, eine Öffnung der Betriebe mindestens schrittweise zuzulassen. „Keine Frage: Für Gastronomen, Caterer, Gasthäuser, Gemeinschaftsverpfleger, Pensionen oder Hotels ist die Lage mittlerweile existenzbedrohlich“, heißt es weiter.

Bürgermeister unterstützt Protest

Dazu betont Rhöner Charme-Vorsitzender Andreas Rau: „Wenn wir unsere Betriebe retten wollen, müssen wir jetzt wieder öffnen können. Viele haben sonst keine Chance mehr.“ Begrüßt wurde die Aktion insbesondere von Poppenhausens Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU), in dessen Gemeinde die Fotoaktion umgesetzt wurde.

Er drückte gleichermaßen Anteilnahme und Anerkennung für die Branche aus, die bis jetzt durchgehalten hatte und mit immer wieder innovativen Ideen versucht hätte, den Außer-Haus-Verkauf anzukurbeln. Helfrich stellte heraus, wie wichtig Gastronomie und Hotellerie gerade für die ländliche Region seien.

Keine Zeit zu verlieren

Seinen Dank richtete Michael Glas als stellvertretender Vorsitzender des Rhöner Charme an die Anwesenden. Gerade der Zusammenhalt sei in den zurückliegenden Monaten gewachsen, die Hilfestellung für- und untereinander vorbildlich. Sowohl Andreas Rau als auch Michael Glas verdeutlichten in ihren kurzen Ansprachen, dass jetzt die Politik dringend gefragt sei, Lösungswege aus der Misere aufzuzeigen: „Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.“

jev/ic

Lesen Sie hier: Welche Ideen Gastronomen haben, um wieder öffnen zu können

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema