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Bürgermeister Korell gibt grünes Licht für Neubaugebiet in Gersfeld

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Von: Jessica Vey

Neubaugebiet in Gersfeld
Eine Lage mit Ausblick: Unweit des Gersfelder Hofs und des ehemaligen Wellnessbads Kaskade will die Stadt Gersfeld eine Fläche erwerben, um 15 Bauplätze erschließen und an Bauwillige verkaufen zu können. © Jessica Vey

Von bauwilligen Gersfeldern wurde diese Entscheidung lange herbeigesehnt: Die Stadt hat aus von der Landesregierung grünes Licht bekommen, um Auf der Wacht trotz des laufenden IKEK-Verfahrens ein Neubaugebiet mit 15 Plätzen auszuweisen. 

Gersfeld - Die Rhönstadt Gersfeld möchte es jungen Familien ermöglichen, sich ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Die Stadt kann derzeit jedoch keinen einzigen eigenen Bauplatz anbieten. Doch jetzt kommt Bewegung in das Thema: Die Planungen für das Neubaugebiet mit 15 Plätzen Auf der Wacht werden wieder aufgenommen. 

Im Juni 2021 hatten die Stadtverordneten das Projekt auf Eis gelegt. Die Stadtverwaltung sollte erst klären, ob die Ausweisung das IKEK-Programm gefährden könnte. Denn: Gersfeld befindet sich mitten im Dorfentwicklungsprogramm IKEK, das der Stadt für Projekte Fördergelder einbringt – und das sich eigentlich auf die Innenentwicklung fokussiert und damit auch auf die Schließung von Baulücken im Kernort. 

Rhön: Bürgermeister Korell gibt Grünes Licht für Neubaugebiet in Gersfeld

Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) berichtet nun, dass es eine Freigabe für das Neubaugebiet gibt. „Ich habe argumentiert, dass die Innenentwicklung ja auch von einem solchen Baugebiet abhängt. Wir brauchen Einwohner, die die Innenstadt beleben, die in die Läden gehen, hier einkaufen und die Angebote nutzen.“ Er hatte angemahnt, dass Gersfelder Bürger angesichts fehlender Bauplätze in andere Kommunen wie Bischofsheim, Ebersburg oder Poppenhausen abwandern, weil es dort ein Angebot an Grundstücken gibt. Das schade der Stadt. 

Umso glücklicher ist Korell über das grüne Licht aus dem zuständigen Ministerium in Wiesbaden. In der nächsten Stadtverordnetensitzung im März oder im April soll die Offenlage des Entwurfs des Bebauungsplans für das Gebiet beschlossen werden. Die Stadt will die Fläche kaufen, die Grundstücke seien bereits durch einen notariellen Vertrag gesichert, erklärt der Bürgermeister. (Lesen Sie auch: Baugebiete allein reichen nicht - Wie Kreis Fulda und Kommunen die Ortskerne stärken wollen)

Wann das Gebiet fertig erschlossen ist und bebaut werden kann, vermag Korell angesichts der aktuellen Unwägbarkeiten in der Baubranche nicht zu sagen. Mit einem Verkauf der 15 Plätze – drei Reihen mit jeweils fünf Plätzen sollen entstehen – könne man im Herbst beginnen, steckt er einen groben Zeitplan.

Fläche für Einfamilienhäuser geplant

Bis dahin müssten die kommunalen Gremien Vergaberichtlinien festlegen – also welche Voraussetzungen angehende Häuslebauer mitbringen müssen, um einen Platz erwerben zu können. „Die Fläche ist vorrangig für Einfamilienhäuser gedacht“, erläutert der Bürgermeister. „Aber wenn jemand beispielsweise mit einem anderen Interessenten ein Doppelhaus bauen will, wird dem auch nichts im Wege stehen.“Große Mehrparteienhäuser seien jedoch nicht vorgesehen. 

Es gebe die Überlegung, erst zehn Plätze und je nach Bedarf fünf weitere auszuweisen. „Ich gehe aber davon aus, dass wir gleich alle 15 Plätze ausweisen. Die Nachfrage ist groß, sowohl von Einheimischen als auch von Menschen von außerhalb“, sagt Korell, der froh sei, dass man das Projekt nun „nach vielen Bemühungen und Gesprächen“angehen könne. 

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