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Großes Pfingstfestival in der Rhön: Zwei junge Frauen organisieren „Fest der Jugend“

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Zwei junge Frauen aus der Rhön planen ein großes Pfingstfestival in Hilders.
So wie am„Fest der Jugend“ 2019 in Salzburg soll es auch bald in Hilders aussehen. Die Organisatoren rechnen mit 500 Teilnehmern. © Loretto

Das „Fest der Jugend“ wird von zwei jungen Frauen aus der Rhön initiiert. Es findet vom 3. bis 6. Juni erstmals in Hilders statt. Sie wollen damit frischen Wind in die Kirche bringen und jungen Menschen den christlichen Glauben näherbringen.

Hilders - Die Freundinnen Ayleen Betz (26) aus Hilders-Liebhards und Viktoria Dücker (24) aus Eckweisbach haben die Idee für ein solches Fest in der Rhön ins Leben gerufen. Inspiriert wurden sie in Österreich: Gemeinsam waren sie 2019 in Salzburg auf dem „Fest der Jugend“.

„Es war wie eine Tankstelle, bei der man richtig Kraft tanken konnte“, sagt Viktoria Dücker. Dieses Gefühl wollen die beiden jungen Frauen weitergeben. Daher haben sie alles dafür getan, um ihr Vorhaben, ein Pfingstfestival in Hilders stattfinden zu lassen, in die Tat umzusetzen. „Dass es so viel Arbeit wird, hätten wir nicht gedacht“, sagt Dücker lachend.

Rhön: Zwei junge Frauen planen Pfingstfestival für 500 Personen

Ihr Erfolgsrezept, um die organisatorischen Aufgaben zu bewältigen, sei ihre starke Gemeinschaft: „Das Großartige an unserer Zusammenarbeit und unserer Freundschaft ist, dass wir ehrlich zueinander sind. Und wenn einer von uns eine Aufgabe nicht übernehmen möchte, dann übernimmt es die andere“, erklärt Ayleen Betz.

Beide Frauen sind berufstätig. Ayleen arbeitet als Rechtspflegerin beim Oberlandesgericht Frankfurt (Hessen) und Viktoria im katholischen Kindergarten St. Michael in Eckweisbach. So bleibt ihnen nur abends Zeit, um an ihrem Herzensprojekt zu arbeiten. „Wir besprechen vieles zusammen mit den Teammitgliedern über WhatsApp und wöchentlich über Zoom“, fügt Betz an.

Zwei junge Frauen aus der Rhön planen ein großes Pfingstfestival.
Ayleen Betz (links) und Viktoria Dücker planen ein Fest zu Pfingsten in Hilders. © marie-handwerk-fotografie

Sie wollen das „Fest der Jugend“ in Hilders unbedingt stattfinden lassen und etablieren. Dazu sagt Viktoria Dücker: „Es soll keine Eintagsfliege werden“ und Ayleen Betz ergänzt: „Wir stehen ja erst am Anfang. Voller Vorfreude sind wir gespannt, wohin Gott uns noch führen möchte.“ (Lesen Sie hier: Synodaler Weg im Bistum Fulda - Jeder kann sich beteiligen)

So haben sie den Verein Poiema zur Organisation des Festivals gegründet. Poiema ist griechisch und bedeutet „Meisterstück Gottes“. Die Namensgebung ist für Viktoria Dücker ebenfalls eine Botschaft, dazu erklärt sie: „Jeder ist gut, so, wie er ist.“

Mehr als 30 Personen helfen bei der Organisation - Neuzugänge willkommen

Derzeit hat der Verein neun Mitglieder. Alle kommen aus der Rhön und dem Landkreis Fulda. Die meisten von ihnen waren zuvor selbst schon einmal auf einem „Fest der Jugend“. Der Verein soll künftig nicht nur die Veranstaltung an Pfingsten austragen, sondern christliche Jugendarbeit in Hilders und der Rhön unterstützen, beispielsweise mit Gebetskreisen und Glaubenskursen.

Innerhalb des Vereins wurden 16 Teams zur Organisation des Festivals gegründet, die sich um verschiedene Aufgaben kümmern, wie das Catering, die Deko und die Öffentlichkeitsarbeit über die sozialen Medien. Dabei suchen sie noch Unterstützung. „Es kann uns jeder gern in dem Bereich helfen, indem er seine Stärken sieht“, sagt Ayleen Betz. Dafür muss man nicht unbedingt Mitglied sein. Bisher gibt es rund 30 Personen in den Teams.

Die ersten Grundsteine für die Austragung des Pfingstfestivals sind schon gelegt. Es wird verschiedene Workshops und Gottesdienste geben sowie ein Bühnenprogramm mit Musikgruppen wie Rethink aus Kalbach und „LOBEN“ aus Gummersbach (NRW). Die Veranstaltungen finden im Ulstersaal in Hilders sowie in der Kirche und der Alten Schule statt.

Video: Warum feiern wir Pfingsten? Ein Erklärvideo

Unterstützt werden sie vom Pastoralverbund St. Michael Hohe Rhön, dem Dekanat Rhön und dem Tourismuspastoral Rhön. Die Gottesdienste werden von Pfarrern aus der Region gehalten, außerdem wird es Beichtgelegenheiten geben. Dabei stehen die Organisatoren auch mit der evangelischen Kirche im Austausch, erklärt Betz.

In Hinblick darauf, dass das Festival wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden könnte, sind die beiden Initiatorinnen zuversichtlich und glauben, dass die Veranstaltung stattfinden wird. „Ich vertraue darauf, dass alles so wird, wie es sein soll. Allein für die neuen Bekanntschaften und den Zusammenhalt im Team hat es sich schon gelohnt. Ich bin davon überzeugt, dass die Gruppe auch danach noch etwas bewegen kann“, sagt Ayleen Betz. (Von Sandro Prasch)

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