Begrüßung mit Musik: Die Ehrenberger Spatzen sangen gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und sorgten zusätzlich für gute Laune.
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Die Ehrenberger Spatzen sangen bei der Übergabe des Förderbescheids mit ihren Erzieherinnen und sorgten für gute Laune.

Investitionen für 6 Millionen Euro

Moderne Kitas in der Rhön: Kreis Fulda fördert Projekte mit 1,1 Millionen Euro

Mit 1,1 Millionen Euro fördert der Kreis Fulda Sanierungen und den Ausbau von Kindertagesstätten in der Rhön. Das Geld fließt in die vier Gemeinden Ehrenberg, Ebersburg, Hilders und Hofbieber.

Ehrenberg - Vier Rhön-Gemeinden haben die Zusage über mehr als eine Million Euro zum Ausbau von Kindertagesstätten bekommen, berichtet der Landkreis Fulda. Den Bescheid hat Vize-Landrat Frederik Schmitt (CDU) in Wüstensachsen übergeben. Die gute Nachricht besangen die Ehrenberger Spatzen der gleichnamigen Kita, die mit den Fördermitteln erweitert und modernisiert wird. „Wir freuen uns schon lange auf diesen Tag“, sagte Bürgermeister Peter Kirchner (parteiunabhängig) bei der Begrüßung und sprach auch für seine Amtskollegin und -kollegen der anderen Gemeinden.

Ehrenberg, Ebersburg, Hilders und Hofbieber erhalten insgesamt fast 1,1 Millionen Euro, um ihre Kita-Projekte zu realisieren, erklärt der Kreis. „In der Summe investieren diese Kommunen aktuell sechs Millionen Euro in den Ausbau ihrer Kindertagesbetreuung“, sagte Frederik Schmitt. „Kinderbetreuung in hoher Qualität – sowohl in pädagogischer als auch in räumlicher Hinsicht – ist eine unserer wichtigsten Aufgaben und kostet entsprechend Geld. 1,2 Millionen Euro haben die vier Kommunen bereits aus dem Kreisausgleichsstock des Landkreises erhalten. Nun fließen auch Mittel aus Programmen von Bund und Land.“ Dennoch liege die größte Investitionsaufgabe auf Seiten der Städte und Gemeinde.

Rhön: Kreis Fulda fördert Kitas mit 1,1 Millionen Euro

Ehrenberg wird mit den rund 480.000 Euro Fördermitteln laut Kreis die Kita erweitern und modernisieren. „Das Spatzennest bekommt Nachwuchs und braucht Platz“, sagte Bürgermeister Kirchner. 84 Kinder aus den fünf Ehrenberger Dörfern besuchten die Kita derzeit. 14 stehen auf der Warteliste. Geplant seien drei neue Gruppenräume, ein Turnraum sowie die Sanierung und Neustrukturierung des Bestandsgebäudes. „Das Projekt, das mit rund 1,9 Millionen Euro die größte Einzelmaßnahme in der Geschichte unserer Gemeinde ist, wird für uns ein großer Schritt in die Zukunft sein“, freut sich der Bürgermeister.

Die Gemeinde Ebersburg erhält rund 213.000 Euro für die Kita in Thalau. „Wir sehen, dass die Aufgaben der Kindertagesstätten stark gewachsen und vielfältiger geworden sind. In Ebersburg wird etwa ganz klar das Thema Kita-Einstieg vorangebracht“, sagte Bürgermeisterin Brigitte Kram (CDU). Sie machte deutlich, wie dringlich die Investition von rund zwei Millionen Euro sei, die größte in der 23-jährigen Amtszeit von Bürgermeisterin Kram: „Seit Ende 2019 nutzen wir Container, weil der Platz nicht ausreicht, und wir müssen bereits weiter denken, weil der Bedarf sukzessive wächst.“ Mit den Rohbauarbeiten des Erweiterungsbaus sei bereits begonnen worden. (Lesen Sie hier: Wegen Anstieg der Baupreise - An- und Umbau der Kita in Thalau wird 400.000 Euro teurer)

Rhön-Gemeinden haben bereits weitere Baumaßnahmen in Planung für Kitas

Für zwei Maßnahmen wandern rund 100.000 Euro nach Hilders. Bürgermeister Ronny Günkel (CWE) erläuterte: „Wir wollen unter anderem die Beschattung der Räume verbessern, das Dach mit Schneefanggittern ausrüsten und einen Windfang errichten.“ Die Kita in Eckweisbach werde durch einen Anbau vergrößert. „Bei uns steigen ebenfalls die Kinderzahlen, was unter anderem dazu geführt hat, dass die Schlafplätze nicht mehr ausreichten. Mit dem Anbau können wir die Notlösung dann beenden“, freute sich Günkel. „Auch wir schauen bereits in die Zukunft – und nach weiteren Fördermöglichkeiten.“

Insgesamt 293.000 Euro gehen nach Hofbieber für zwei Kitas. Hauptamtsleiter Georg Kling beschrieb das Projekt in Langenbieber, wo an die dreigruppige Kindertageseinrichtung zwei Krippengruppen für Ein- und Zweijährige angebaut werden. „Für 1,8 Millionen Euro werden 24 neue Krippenplätze geschaffen. Das ist eine Verdopplung des aktuellen Angebotes“, sagte er und benannte als möglichen Fertigstellungstermin Frühjahr 2022.

Das zweite Projekt sei die Umgestaltung der Außenanlage für die Kita in Hofbieber, die mit rund 120.000 Euro veranschlagt sei. „Wir erschließen eine angrenzende Wiese, was uns das Einrichten eines Bolzplatzes und einer zusätzlichen Spielwiese ermöglicht“, sagte Kling.

Vize-Landrat Frederik Schmitt bedankte sich seinerseits: „Man darf jenseits der Fördermittel nicht vergessen, dass der Löwenanteil der Investitionen von den Städten und Gemeinden kommt. Und: Alle haben bereits neue Maßnahmen in Planung. Dass hier so gewaltige Summen bewegt werden, dafür kann man von Herzen dankbar sein.“ (lea)

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