Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite.
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Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite.

Nachwuchs in der Rhön

Erstes Lama-Baby seit acht Jahren - Der kleine Amadeo hatte einen schweren Start ins Leben

  • Alina Komorek
    VonAlina Komorek
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Nach acht Jahren ohne Nachwuchs war es jetzt so weit: Der kleine Amadeo erblickte in Poppenhausen bei den Rhön-Lamas das Licht der Welt. Doch sein junges Leben begann sehr turbulent.

Poppenhausen - Gerade zwei Wochen ist Amadeo alt, als er über die Wiese stakst und dabei seiner Mama Mona nicht von der Seite weicht. So harmonisch war das Bild der beiden nicht immer. Denn kurz nach der Geburt des kleinen Lamas verstand seine Mutter scheinbar nicht, dass der kleine Amadeo zu ihr gehörte und verweigerte ihm mit Tritten das Trinken der Muttermilch.

„Die Kolostralmilch, die erste Milch der Stute, ist besonders wichtig für das Fohlen“, erklärt Johannes Nüdling aus Poppenhausen, dem die Rhön-Lamas gehören. Die Überlebenschance des Kleinen wäre sehr gering gewesen, wenn er diese Milch nicht erhalten hätte. Doch ein Landwirt aus der Nähe hatte eine Reserve für Notfälle eingefroren, sodass der kleine Amadeo zunächst mit der Flasche gefüttert wurde.

Rhön: Lama-Baby mit schwerem Start - Landwirt rettet Amadeo mit Notfall-Flasche

„Morgens wollte mein Sohn Amadeo füttern, aber er wollte nicht – da hatte er wohl schon von der Mutter getrunken“, erzählt Nüdling. Er wirkt sehr zufrieden, als er davon berichtet, dass sich die Bindung von Stute und Fohlen doch noch aufgebaut hat, und die Lama-Mama Mona nun auf ihr Fohlen – für sie und Vater Muchacho der erste Nachwuchs – ganz fixiert ist.

Der kleine Amadeo läuft in der Rhön seiner Mama hinterher

Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite.
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite. © Alina Komorek
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite.
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite. © Alina Komorek
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite.
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite. © Alina Komorek
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite.
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite. © Alina Komorek
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite.
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite. © Alina Komorek
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite.
Nachwuchs bei den Rhön-Lamas: Der kleine Amadeo weicht Mama Mona nicht mehr von der Seite. © Alina Komorek

Johannes Nüdling und seine Familie bieten Trekking-Touren durch die Rhön an, bei denen man Lamas mit sich führt. „Das Lama läuft einfach nebenher und strahlt Ruhe aus. Das überträgt sich irgendwie auf den Menschen“, erklärt er zur Idee vom Lama-Trekking.

Trekking-Touren mit Lamas: In vier Jahren kann Amadeo mitwandern

Während die Stuten die meiste Zeit auf der Weide grasen, sind die Lama-Hengste auf den Touren mit Kindern und Erwachsenen in der Rhön unterwegs. „Auch deshalb freuen wir uns besonders über Amadeo, weil wir ihn mit vier Jahren, wenn er ausgewachsen ist, für die Touren einsetzen können“, sagt Nüdling.

Die beruhigende Wirkung der Lamas merkt man Nüdling an. Er freut sich auf weiteren Nachwuchs, der sich bei zwei weiteren Stuten ankündigt und schließt behutsam das Tor zur Weide, auf dem Amadeo steht.

In Osthessen gibt es nicht nur Trekking-Touren, bei denen Lamas mitlaufen. In der Rhön kann man auch mit Alpakas wandern. Im Vogelsberg gibt es ähnliche Angebote mit Alpakas.

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