Im Roten Moor müssen die Loipen gesperrt werden, weil mehrere Bäume umgestürzt sind.
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Im Roten Moor müssen die Loipen gesperrt werden, weil mehrere Bäume umgestürzt sind.

Umgestürzte Bäume und Verkehrschaos

Neuschnee sorgt für Sperrungen in der Rhön - Folgen heftige Sturmböen auf der Wasserkuppe?

  • Jessica Vey
    vonJessica Vey
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Knapp ein halber Meter Schnee liegt in den Höhenlagen, die Rhön ist tief verschneit. Am Dienstag kam weiterer Schnee hinzu. Nicht nur dort, auch im Vogelsbergkreis und bei Neuhof kam es teilweise zu Verkehrschaos. Am Donnerstag könnte es auf der Wasserkuppe heftige Sturmböen geben.

Update von 13.01 Uhr: Am Dienstag seien erst einmal die letzten Schneeflocken gefallen, erklärt Florian Bilgeri vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. „Ab dem heutigen Mittwoch wird es deutlich milder, so dass selbst auf der Wasserkuppe ein paar Regentropfen vom Himmel kommen werden“, sagt er. Der Schnee werde in dieser Tauphase etwas einsacken, aber nicht komplett wegtauen. Dadurch, dass dieser nass ist, komme es weniger zu Verwehungen. Doch die Gefahr durch Schneebruch in den Wäldern bleibe bestehen. Ab Mittwoch wird es außerdem windig.

Am Donnerstag ist auf der Wasserkuppe sogar mit Sturmböen von bis zu 80 Stundenkilometern zu rechnen, so der Experte. Während die Temperaturen am Donnerstag auf dem Berg auf bis zu 6 Grad klettern könnten, erreicht die Region ab Freitag schon wieder die nächste Kaltfront. „Es bleibt weiß in der Rhön“, so Bilgeri. „Die Sonne bleibt ein Außenseiter.“ Freitag und Samstag wird es wieder Neuschnee geben.

Rhön: Loipen und Bohlenpfad am Roten Moor gesperrt - Umgestürzte Bäume und Verkehrschaos

Erstmeldung vom 20. Januar, 6.54 Uhr:

Gersfeld/Neuhof - Die Schneefans jauchzen angesichts des Winterwetters in der Rhön. Doch die Schneemassen werden zum Problem. Bereits in der vergangenen Woche war es in der Rhön durch starken Schneefall mitunter zu chaotischen Verhältnissen im Straßenverkehr gekommen. Gestern hat es weitere Teile des Landkreises erwischt: Bei Neuhof im Landkreis Fulda zwischen Hauswurz und Buchenrod beispielsweise waren die Schneeverwehungen am Dienstag so stark, dass Schneeschleudern zum Einsatz kommen musste. Die Fahrzeuge standen, die Straße war kaum mehr zu sehen. Auch im Vogelsbergkreis kam es zu Verkehrseinschränkungen.

Durch die steigenden Temperaturen und den feuchten Schnee besteht in den Wäldern eine Gefahr durch Schneebruch. „Mehrere Bäume sind im Roten Moor umgestürzt“, berichtet Doris Krönung von der Tourist-Information Gersfeld. Als der Loipenfahrer am Dienstagmorgen seine Arbeit verrichten wollte, habe dieser von umgestürzten Bäumen und heruntergefallenen Ästen berichtet. Die Tourist-Info zog Konsequenzen: Die Loipen ab dem Parkplatz Moordorf im Roten Moor sowie ab dem Parkplatz Schwedenwall oberhalb von Gersfeld sind seit Dienstag gesperrt. „Ein Betreten ist derzeit sehr gefährlich. Wir raten im Moment von Langlauf ab“, sagt Krönung.

Rhön: Loipen und Bohlenpfad am Roten Moor gesperrt - Umgestürzte Bäume und Verkehrschaos

Das wird viele Wintersportler traurig stimmen: „Selbst an Werktagen ist im Loipenzentrum zuletzt viel los gewesen“, erläutert sie. Doch Sicherheit gehe vor. „Wenn sich die Wetterlage beruhigt hat, wird baldmöglichst in den Loipen aufgeräumt und eine Neupräparierung angestrebt.“

Auch die Hochrhönstraße ist bis auf Weiteres zwischen Holzberghof (Bischofsheim) und Dreiländereck aufgrund winterlicher Straßenverhältnissen voll gesperrt, teilt die Rhön GmbH mit. Und auch das Biosphärenreservat Rhön hat reagiert: Seit gestern ist auch der Holzbohlenpfad im Roten Moor gesperrt.

Im Roten Moor sind die Loipen gesperrt.

Anna-Lena Bieneck: „Durch das Tauwetter und den Wind wächst das Risiko – es besteht Lebensgefahr“

Pressesprecherin Anna-Lena Bieneck betont, dass in den nächsten Tagen in den Höhenlagen nicht nur im Bereich Rotes Moor, sondern auf allen Wegen und Loipen im Wald mit Wind- und Schneebruch zu rechnen sei: „Durch das angekündigte Tauwetter und den starken Wind wächst das Risiko zusätzlich – es besteht Lebensgefahr“, sagt sie. „Eine eventuell notwendige Rettung oder Bergung ist dementsprechend ebenfalls nur schwer möglich und bringt alle Beteiligten in zusätzliche Gefahren.“ Deshalb bittet das Biosphärenreservat darum, dass alle Wanderer und Langläufer momentan besser zu Hause zu bleiben.

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