Besucher nutzen die Sockel der Kreuzigungsgruppe auf der Milseburg gern zum Verweilen. Aktuell haben sie für die Rast auf dem Berg etwas weniger Platz.
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Besucher nutzen die Sockel der Kreuzigungsgruppe auf der Milseburg gern zum Verweilen. Aktuell haben sie für die Rast auf dem Berg etwas weniger Platz.

Arbeiten bis zum Winter

Kreuz auf der Milseburg wird saniert - Diese Schwierigkeiten müssen überwunden werden

Das Kreuz auf dem Gipfel der Milseburg (Rhön) soll saniert werden. Aus unterschiedlichen Gründen gestalten sich die Arbeiten allerdings schwierig.

Rhön - Mit der Befestigung des losen Querbalkens auf dem senkrechten Kreuzbalken geht zwar vorerst keine Gefährdung mehr für Besucher aus, die Sanierungsarbeiten sind damit jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen. Das weitere Maßnahmenpaket befindet sich aktuell noch mitten in der Planung. „So nah war man der Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert seit Jahrzehnten nicht“, erklärt Astrid Schlegel von der Bauabteilung des Bistums Fulda.

„Aus der Nähe zeigen sich detaillierte Schadensbilder, die von unten nicht wahrnehmbar sind.“ Durch die Einrüstung könne das Hochkreuz nun erstmals seit langer Zeit auf ganzer Höhe im Detail in Augenschein genommen werden, um die noch notwendigen Restaurierungsmaßnahmen erkennen und durchführen zu können.

Rhön: Milseburg-Kreuz wird renoviert - Das sind die Schwierigkeiten

Zunächst konzentriere man sich auf den Unterbau der Kreuzigungsdarstellung Jesu. Risse im Sockel sowie verschobene Platten und Stufen konnten bereits festgestellt werden. Martin Reinhard, Bauamtleiter der Gemeinde Hofbieber, erklärt: „Auch, wenn der notdürftige Schaden vorläufig behoben wurde, planen wir weiterführende Maßnahmen, damit keine neue Gefährdung entsteht.“ Später soll entschieden werden, ob Feinarbeiten auf der Oberfläche, wie beispielsweise eine Säuberung der Moose auf der Steinfigur, ebenfalls notwendig seien. (Lesen Sie hier: Touristiker in der Rhön blicken sorgenvoll in den Herbst)

Wie lange die Arbeiten noch dauern, ist unklar. Die Sanierung solle aber auf jeden Fall bis zum Winter – also noch vor Wintereinbruch – fertig werden, so Schlegel. Sie beschreibt die Baumaßnahmen auf dem Gipfel des 835 Meter hohen Rhön-Bergs als besonders kompliziert. „Wir sind oben auf dem Berg sehr witterungsabhängig.“

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Außerdem sei die Kreuzigungsgruppe aufgrund ihrer Lage für Baufahrzeuge nur sehr schwierig oder gar nicht zu erreichen. Eine Sanierung im Winter sei deshalb ausgeschlossen. Zudem liegt es im empfindsamen und geschützten Naturschutzgebiet in der Kernzone des Biosphärenreservates. Man gehe aber davon aus, dass die Aufbereitung Denkmalschutz gerecht ausgeführt werden könne. (Lesen Sie hier: Urlaub in der Rhön - So lockt das Mittelgebirge Touristen an)

Die Restaurationsarbeiten übernimmt die Firma Schlereth-Alles aus Stein aus Burkardroth. Laut Schlegel sei die Endabrechnung genauso wie der genaue Zeitraum der Bauarbeiten ungewiss. Die Kosten der Sanierung seien abhängig von den Baumaßnahmen, die noch nicht endgültig feststehen. Somit müssen Milseburgbesucher den Parnoramaausblick auf dem Gipfel vorerst noch mit eingerüstetem Kreuz in Kauf nehmen. (Von Noél Urner)

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