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Vor Ostern gehen die Türen auf: Milseburgradweg wieder durchgängig befahrbar

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Von: Rainer Ickler

Carsten Froß, Ronny Günkel und Florin Wehner bei der Eröffnung des Milseburgtunnels für die Saison 2022.
Die Tür geht auf: Der Milseburgtunnel ist wieder offen. Darüber freuen sich Bürgermeister Carsten Froß (Petersberg, Mitte), Bürgermeister Ronny Günkel (Hilders, links) und Erster Beigeordneter Florian Wehner (Hofbieber). © Rainer Ickler

Seit Donnerstagmorgen ist der 27 Kilometer lange Milseburgradweg wieder offen. Damit ist eine der beliebtesten Radstrecken Deutschlands mit dem Höhepunkt Milseburgtunnel wieder von Götzenhof bis Hilders befahrbar.

Rhön - Während der Wintermonate ist der vor 132 Jahren eröffnete Tunnel geschlossen, weil dort geschützte Fledermausarten überwintern. Die Strecke führt durch die drei Gemeinden Petersberg, Hofbieber und Hilders. Die Bürgermeister Carsten Froß (CDU, Petersberg), Ronny Günkel (CWE, Hilders) und Erster Beigeordneter Florian Wehner (CDU, Hofbieber) haben am Donnerstag (14. April) die Stahltüren aufgeschlossen und damit die Saison 2022 eröffnet. Die drei Gemeinden bilden die Arbeitsgemeinschaft (AG) Milseburgradweg, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Radweg auf der Trasse der ehemaligen Biebertalbahn kontinuierlich aufzuwerten.

Rhön: Milseburgradweg wieder befahrbar - Bürgermeister öffnen Tunnel

Zur Saisonvorbereitung wurde die Strecke von den Bauhof-Mitarbeitern abgefahren. Wo es Schäden gab, wurden diese ausgebessert sowie die Brückenbauwerke kontrolliert, erklärte Carsten Froß. 

Auch dieses Jahr stehen einige Projekte auf der Agenda. So soll beispielsweise im Laufe des Jahres der Flyer neu gestaltet werden und die Thematik „Kunst am Radweg“, die voriges Jahr mit der Umgestaltung einiger Schutzhütten begonnen hat, fortgesetzt werden. Bereits jetzt laufen Vorbereitungen auf das Jahr 2023. Dann wird der Milseburgradweg sein 20-jähriges Bestehen feiern und es dazu einige Veranstaltungen geben, fügte er hinzu.

Auf die Bedeutung für den heimischen Tourismus wies Ronny Günkel hin. An schönen Wochenenden würde man viele Radfahrer in Hilders sehen. Durch die nur mäßige Steigung – früher verlief auf der Strecke die Eisenbahn von Hilders nach Fulda – sei der Weg auch für Familien sehr interessant. Aber auch aus ganz Deutschland würden Radler kommen. Wie viele Radler jede Saison unterwegs sind, sei nicht bekannt. Hilders plant aber, einen Radlerzähler anzuschaffen. (Lesen Sie hier: Kunstaktion auf dem Milseburgradweg: Neue Selfie-Points für Radfahrer)

Entlang des Radweges gebe es einige gastronomische Angebote, die die Radfahrer einladen, eine Pause zu machen. Es gebe sogar schon Anfragen von mobilen Eiswagen, ob sie nicht an zentralen Punkten ihre Produkte anbieten können.

Milseburgradweg: Kommunen betonen Bedeutung für Tourismus

Florian Wehner machte auf zwei weitere Attraktionen aufmerksam: Entlang der Strecke sind auch zwei Freibäder, die von den Radlern genutzt werden können: In Hilders und in Hofbieber. Letzteres ist in den vergangenen zwei Jahren umfassen saniert und erneuert worden. Es soll, so Wehner, Ende Mai eröffnet werden.  

Die Bürgermeister haben aber noch eine Bitte: Der Radweg werde nicht nur von Radfahrern genutzt, sondern auch von Spaziergängern, Skatern und insbesondere Landwirten. Das Miteinander auf dem Milseburgradweg kann nur funktionieren, wenn alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen und zum Beispiel Platz machen, wenn große landwirtschaftliche Maschinen vorbeifahren müssen. Seit zwei Jahren gibt es die Drängelgitter nicht mehr. Lediglich auf den Asphalt aufgemalte Verkehrszeichen warnen die Radler vor Gefahren.  

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