Die Kaffeebohnen aus Peru werden in der Rhön geröstet und vermarktet.
+
Die Kaffeebohnen aus Peru werden in der Rhön geröstet und vermarktet.

Projektpartnerschaft

Kaffeebohnen aus Peru landen in der Rhön: Biosphärenreservate schließen sich zusammen

  • Leon Schmitt
    vonLeon Schmitt
    schließen

Das Biosphärenreservat Rhön hat eine Projektpartnerschaft mit dem Biosphärenreservat BIOAY in Peru geschlossen. Symbol der Zusammenarbeit ist der Kaffee „Biosphäre² – Peru trifft Rhön“.

Rhön - Zwischen den Partnerreservaten Oxapampa-Ashanika-Yanesha (BIOAY) und Rhön liegen mehr als 10.000 Kilometer Luftlinie. „Auch wenn Land und Leute, Flora und Fauna ganz unterschiedlich geprägt sind – gemein ist den beiden Gebieten ihr Modellcharakter“, teilt das Biosphärenreservat Rhön, das dieses Jahr 30-jähriges Bestehen feiert, mit.

Die Partnerreservate wollen sich künftig bei Nachhaltigkeitsthemen eng vernetzen: „Hierbei geht es um Anbau und Verarbeitung, Wertschöpfung und Konsum, Bildung für Nachhaltigkeit und Partizipation der lokalen Bevölkerung“ heißt es in der Mitteilung weiter.

Peru trifft Rhön: Biosphärenreservate bringen Kaffee auf den Markt

In einer Videokonferenz haben Ulrike Schade, Michael Geier und Torsten Raab für die drei Verwaltungen des Biosphärenreservats Rhön sowie Juan Carlos La Torre für das Biosphärenreservat BIOAY aus Peru die Vereinbarung unterzeichnet.

Symbolhaftes Beispiel für partnerschaftlich gelebte Nachhaltigkeit ist der Kaffee „Biosphäre² – Peru trifft Rhön“. Der Rohkaffee aus Peru ist Bio-und Fair-Trade-zertifiziert und wird in der Rösterei „Rhön Kaffee – Bühners Rösterei“ in Maria Bildhausen (Münnerstadt) geröstet und von dort vermarktet.

„Wir wollen alle dazu ermuntern, bei Einkauf und Konsum auf nachhaltig erzeugte Produkte zu achten und sich für die Geschichte und die Menschen hinter einem Produkt zu interessieren“, erklärt Dr. Doris Pokorny, Projektverantwortliche bei der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön.

Beim Verkosten des Partnerschafts-Kaffees „Biosphäre² – Peru trifft Rhön“ (von links): Dr. Doris Pokorny, Projektverantwortliche bei der Bayerischen Verwaltung des UNESCO-Bio-sphärenreservats Rhön, Rainer Bühner (Rösterei Rhön Kaffee) und Stephanie Meinecke von der Rhön GmbH (in Vertretung der Projektverantwortlichen Nadja Schneider).

Hintergrund war das gemeinsame Ziel der Rhön GmbH, der Biosphärenreservatsverwaltungen und der Rösterei von Rainer Bühner, in der Rhön einen nachhaltigen „Kaffee mit Gesicht“ zu etablieren, dessen Ursprung in einer Region liegt, die auch den Titel UNESCO-Biosphärenreservat trägt.

Über die Bayerische Verwaltung des Biosphärenreservats konnte der Kontakt zum Biosphärenreservat BIOAY in Peru hergestellt werden. „Von der wertvollen Zusammenarbeit erhoffen wir uns auch einen Antrieb der wirtschaftlichen Entwicklung im BIOAY“, sagte Juan Carlos La Torre. „Vielleicht stehen neben Kaffee auch bald andere Produkte wie Kakao, Früchte und Honig im Fokus.“

In Provinz Pasco gibt es verschiedene Kooperativen, die sich gemeinsam mit der regionalen Landwirtschaftsdirektion für den nachhaltigen Anbau und die Vermarktung des Kaffees auf nationaler und internationaler Ebene einsetzen. Ein herausragendes Beispiel bildet die Kaffee-kooperative CEPRO Yanesha, die sieben indigene Gemeinden mit 118 Familien umfasst.

Diese bauen ihren Kaffee auf Höhen zwischen 700 und 1900 Metern über dem Meeresspeigel mit besonderem Wert auf Nachhaltigkeit an. CEPRO Yanesha unterstützt die Mitglieder durch technische Beratung und Schulungen zur Qualitäts- und Produktivitätssteigerung, der Herstellung von Spezialkaffees und der Vermarktung.

Das könnte Sie auch interessieren