Im Projekt „Green Care“ soll untersucht werden wie die Natur sich auf die psychische Gesundheit auswirkt.
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Im Projekt „Green Care“ soll untersucht werden wie die Natur sich auf die psychische Gesundheit auswirkt.

Projekt „Green Care“

Online-Befragung für Rhöner: Wie Natur die psychische Gesundheit fördern kann

Die positive Wirkung der Natur nutzen, um psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken: Wie das funktionieren kann, soll mit dem Projekt „Green Care“ gezeigt werden. Mit der Teilnahme an einer Online-Befragung können alle Rhönerinnen und Rhöner das Projekt nun unterstützen.

Rhön - Anhand der Befragung untersucht der Lehrstuhl für Physische Geographie an der Universität Augsburg die beiden Regionen Rhön und Berchtesgadener Land hinsichtlich ihres Potentials zur Gesundheitsförderung, heißt es in einer Mitteilung des Biosphärenreservats.

Die Ergebnisse der Umfrage sind eine wichtige Planungsgrundlage im Forschungsprojekt „Green Care“, in dem ein naturbasiertes Angebot entwickelt und erprobt wird, um Menschen mit depressiven Erkrankungen unter fachlich qualifizierter Anleitung positive Naturbegegnungen zu ermöglichen. Parallel wird wissenschaftlich untersucht, inwiefern sich die entwickelten Methoden eignen, um die psychische Gesundheit zu fördern.

Rhön: Projekt „Green Care“ - Wie Natur die psychische Gesundheit fördert

Kooperationspartner für das Projekt in der Rhön ist die Psychosomatische Klinik des Rehabilitationszentrums Bad Bocklet. Seit Oktober 2020 wird dort das Angebot mit Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der Psychosomatik des Zentrums durchgeführt und evaluiert. (Lesen Sie hier: Schutz der Nacht im Sternenpark in der Rhön: Wo klappt es? Wo noch nicht?)

Angeleitet wird das Angebot durch die Projektmitarbeiterin und Psychologin Katharina Thümer und den Ranger und Wildnispädagogen Maik Prozeller (beide Bayerische Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön). Zusätzlich wird das Angebot von einer Psychologin des Rehabilitationszentrums sowie – wissenschaftlich – vom Lehrstuhl Sozial- und Arbeitspsychologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt begleitet.

Video: Wer Zugang zur Natur hat, erfreut sich besserer mentaler Gesundheit

Nun ist auch die breite Öffentlichkeit gefragt: Zur Unterstützung des Projekts aus dem Rahmenkonzept des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön sind die Rhönerinnen und Rhöner eingeladen, ihre Erfahrungen und ihre Wahrnehmung der Natur- und Landschaftsräume im Biosphärenreservat zu teilen. (Lesen Sie auch: Fördergelder für die LEADER-Region Rhön - Bürger können Projekt-Ideen einbringen)

Unter anderem können sie aus ihrer ganz persönlichen Sicht beantworten, ob sie einen Zusammenhang zwischen dem Aufenthalt in der Natur und der psychischen Gesundheit des Menschen sehen, und an welchen Orten das besonders spürbar wird. Den Link zur Teilnahme (die Online-Befragung läuft bis 31. Januar) sowie ausführliche Informationen zum Projekt „Green Care – Natur und psychische Gesundheit“ sind auf der Webseite des Biosphärenreservats zu finden, www.biosphaerenreservat-rhoen.de. (ah)

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