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Rhön-Kommunen investieren massiv in Radwege - Diese Verbindungen sind geplant

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Von: Rainer Ickler

In fast allen Rhönkommunen sollen neue Radwege entstehen, so wie hier von Dipperz nach Margretenhaun. Dafür waren Behördenvertreter und Politiker   im September zum Spatenstich zusammengekommen.
In fast allen Rhönkommunen sollen neue Radwege entstehen, so wie hier von Dipperz nach Margretenhaun. Dafür waren Behördenvertreter und Politiker im September zum Spatenstich zusammengekommen. © Rainer Ickler

Der Bau von Radwegen steht in vielen Rhöner Kommunen in diesem und im kommenden Jahr ganz oben auf der Liste der Investitionen. Interessant sind die Projekte, weil sie vom Bund zu 80 Prozent gefördert werden.

Rhön - Durch die Radweg-Projekte soll der Tourismus attraktiver werden, aber auch Bürger sollen dazu animiert werden, mit dem Rad an die Arbeit zu fahren. Die Beträge, die zum Beispiel Ebersburg, Hilders und Hofbieber (alle Kreis Fulda) in diesem und im kommenden Jahr dafür investieren, gehen in die Millionen.

Hofbieber: Die Gemeinde Hofbieber will in den kommenden zwei Jahren rund zwei Millionen Euro ausgeben, um neue Radwegeverbindungen zu bauen. Geplant sind Verbindungen von Hofbieber-Egelmes nach Nüsttal-Rimmels, von Allmus nach Wiesen, von Schackau nach Kleinsassen, von der Maulkuppe über den Hinter- und den Vorderstellberg in Richtung Kleinsassen und von Elters nach Schackau.

Rhön: Diese Radwege werden von den Kommunen 2022 stark ausgebaut

Hilders: Auch Hilders profitiert von der Förderung des Bundes für die Radwege. Geplant sind der Ausbau der interkommunalen Verbindungen Reulbach – Brand, Rupsroth – Dietges und eine Strecke von Dietges auf der alten Bundesstraße zum Grabenhöfchen. Für diese drei Projekte sind allein zwei Millionen Euro vorgesehen.

Dabei erwartet die Gemeinde eine Förderung von 1,8 Millionen Euro. „Die neuen Radwege bedeuten einen großen Mehrwert für unsere Bürger, aber auch für den Tourismus“, sagt Bürgermeister Ronny Günkel (CWE).

Ebersburg: Ebersburg plant in den kommenden zwei Jahren allein fünf Wege. Eine interkommunale Radverbindung zwischen Weyhers und Poppenhausen soll im kommenden Jahr gebaut werden. „Der Förderbescheid liegt vor“, erklärt Bürgermeisterin Brigitte Kram (CDU). Zu den kalkulierten Baukosten von 950.000 Euro wurde aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“ eine Zuwendung von 760.000 Euro bewilligt. (Lesen Sie auch: In Zusammenarbeit mit den Kommunen - Landkreis Fulda knüpft Radwegenetz)

Von der Ortsmitte Weyhers aus wird ein Radweg entlang der Landesstraße bis zum Abzweig Weikardshof/Rhönsprudel gebaut. Die Planung der Gemeinde ist abgeschlossen, berichtet Kram. Der Bau erfolgt 2022 oder 2023.

Zwei Projekte in Dipperzs, eines in Poppenhausen

Der Radweg R2 von Thalau nach Motten in Bayern soll durchgängig asphaltiert werden. Zu den kalkulierten Baukosten im hessischen Teil von 440 000 Euro wurde aus dem Bundesprogramm eine Zuwendung von 352 000 Euro bewilligt. Wann mit dem Bau begonnen wird, stehe noch nicht fest, weil die Förderzusage aus Bayern noch ausstehe, sagt Kram, hofft aber auf 2022.

Ein interkommunaler Radweg soll Thalau mit Döllbach verbinden. Die Verbindung von Weyhers nach Ried und weiter nach Lütter verläuft weitgehend durch die Gemarkung von Eichenzell. Deshalb sei dafür die Nachbarkommune zuständig. Damit würde eine Verbindung zum Radweg R1 hergestellt.

Poppenhausen: Ein Radweg soll von Poppenhausen-Remerz, der Ort liegt auf der Strecke Poppenhausen-Weyhers, über den Giebelrain bis nach Dietershausen entstehen, berichtet Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU). Dabei sollen größtenteils schon vorhandene asphaltierte Wirtschaftswege genutzt werden. Die Verbindung von Poppenhausen nach Dietershausen soll vermutlich 2023 hergestellt werden.

Dipperz: In Dipperz sind zwei Projekte geplant. Der Radweg von Margretenhaun nach Dipperz ist schon so gut wie fertiggestellt. Geplant ist der Ausbau der interkommunalen Verbindungen von Wissels nach Wisselsrod. Ob die Verbindung von Dipperz nach Armenhof umgesetzt wird, steht noch nicht fest, denn dafür benötigt die Gemeinde noch ein Grundstück, das den Waldbesitzern gehört.

Ebenso ungewiss ist der Ausbau der Verbindung von Margretenhaun nach Armenhof. Zuständig für die Planung ist die Gemeinde Petersberg. „Der Ausbau ist geplant. Aber dieses Jahr wird es nichts mehr, da für den Bau noch Grundstücksverhandlungen notwendig sind“, sagt Pressesprecher Sebastian Kircher. Interessant ist die Verbindung, weil der Dipperzer Ortsteil ganz enge Verbindungen zu Margretenhaun hat. Die Schüler gehen dort zur Schule und besuchen den dortigen Kindergarten.

Hoffnung bei Ulstertal-Gemeinden auf Bundesprogramm

Tann: In Tann soll die etwa 1,8 Kilometer lange Strecke zwischen Wendershausen und Hundsbach zu einem 3,50 Meter breiten asphaltierten Weg ausgebaut werden.

Gersfeld: „In Gersfeld sind keine neuen Radwege geplant“, erklärt Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU). „Wir sind gut versorgt.“ Allerdings soll die Beschilderung der vorhandenen Verbindungen attraktiver gestaltet werden.

Ehrenberg: Die Gemeinde Ehrenberg baut zusammen mit Hilders den Radweg von Reulbach nach Brand. Weitere sind nicht geplant, weil die Ehrenberger Ortsteile entlang des Ulstertalradweges liegen. Die drei Ulstertalgemeinden hoffen, dass sie ins Bundesprogramm „Klimaschutz durch Radverkehr“ kommen. Gelingt dies, dann können Radinfrastrukturprojekte wie E-Ladestationen, Radgaragen oder die Beschilderung von Radwegen gefördert werden.

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