Fotos: Biosphärenreservat Rhön

Rhön-Ranger feiern 25-jähriges Jubiläum – Feier an der Schornhecke

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Rhön - Am World Ranger Day, 31. Juli, stehen auf der ganzen Welt Ranger im Vordergrund – auch in der Rhön. Am Parkplatz Schornhecke können Besucher zwischen 10 und 15 Uhr einen Einblick in die Arbeit der Ranger im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön gewinnen. Die Ranger in der Hessischen Rhön feiern außerdem ihren „25. Geburtstag“.

Der World Ranger Day findet jedes Jahr am 31. Juli statt, teilt das Biosphärenreservat Rhön mit. An diesem Tag soll auf die wichtige Arbeit der Ranger für den Schutz des Natur- und Kulturerbes auf der ganzen Erde aufmerksam gemacht werden. Sie sorgen weltweit in Naturreservaten für den Schutz von Pflanzen und Tieren und werben für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur.

100 Ranger sterben jährlich im Einsatz

Am 31. Juli wird vor allem auch jener Ranger gedacht, die während ihrer Arbeit verletzt oder sogar getötet wurden. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF verlieren jährlich mehr als 100 Ranger im Einsatz ihr Leben. Vor allem in Afrika ist der Beruf gefährlich – hier gehören Schusswaffen zur Dienstausrüstung. Ein Hauptproblem sind Wilderer, deren illegalen Geschäften die Wildhüter im Weg stehen.

Besonders gefährlich ist der Beruf im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zum Glück nicht. Doch auch hier ist die Arbeit der Ranger für den Erhalt der Schutzgebiete unerlässlich. Ihr Aufgabengebiet ist vielfältig: Die Markierung und Kontrolle von Schutzgebieten und die Mitarbeit bei Artenschutz- und Monitoringprojekten gehören ebenso dazu wie Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Besucher werden von den Rangern durch die Schutzgebiete geführt, und Kinder und Jugendliche setzen sich in Junior-Ranger-Gruppen mit den Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit auseinander.

Infostand und kostenlose Führung

Einen Einblick in den Arbeitsalltag der Ranger im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön erhalten Besucher am Mittwoch, 31. Juli, von 10 bis 15 Uhr am Parkplatz Schornhecke (bayerische Seite, L 3395, zwischen Wüstensachsen und Oberelsbach). An einem Infostand sprechen die Ranger aus Bayern, Hessen und Thüringen über ihren Beruf und stellen Projekte vor – Wildkatze, Rotmilan, Edelkrebs und Co. Außerdem können Besucher zum Beispiel erfahren, was man beim Bau eines Insektenhotels beachten sollte. Junior Ranger aus der hessischen Rhön bringen Honig mit, den sie selbst geerntet haben. Auf kleine Besucher warten zudem Naturerlebnisspiele.

Das Programm startet um 10 Uhr, offiziell eröffnet wird die Veranstaltung um 11.30 Uhr. Unter anderem wird Fuldas Landrat Bernd Woide (CDU) den Rangern in der Hessischen Rhön zum „Geburtstag“ gratulieren. Vier von ihnen – heute sind es sieben – waren vor 25 Jahren, am 22. Juli 1994, offiziell als hauptamtliche Naturschutzwarte für den hessischen Teil des Biosphärenreservats Rhön vorgestellt worden. Die vier Jubilare Arnold Will, Hubert Heger, Hubert Stumpf und Michael Müller sind auch heute noch dabei.

Um 13 Uhr wird eine kostenlose Führung zum Steinkopf (5,5 Kilometer, ca. 180 Höhenmeter, mittelschwer) angeboten. Zwischen 10 und 15 Uhr besteht vor Ort die Möglichkeit, für die The Thin Green Line Foundation zu spenden. Die Organisation unterstützt die Familien getöteter Ranger und setzt sich für die Arbeit der Ranger weltweit ein.

Hintergrund zum World Ranger Day:

1872 wurde in den USA der erste Nationalpark ausgewiesen, der Yellowstone National Park. Acht Jahre später nahm dort Harry Yount als erster Ranger der Welt seine Arbeit auf. Seitdem ist die gesellschaftliche Notwendigkeit, das Naturerbe der Welt zu erhalten und schützend zu betreuen, dramatisch gewachsen. Der Einsatz von Rangern ist heute ein international anerkannter Naturschutzstandard. In Deutschland werden Ranger hauptsächlich in Großschutzgebieten (Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks) eingesetzt. Zunehmend werden aber auch einzelne Naturschutz- und Natura 2000-Gebiete durch hauptamtliches Personal betreut. Die meisten Ranger in Deutschland sind Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger (GNL). Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist die Herkunft aus einem „grünen“ Beruf – also zum Beispiel Fortwirt*in oder Landwirt*in. (Quelle: Bundesverband Naturwacht e.V. – German Ranger Association, https://bundesverband-naturwacht.de/) / lio

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