Ein Snowboardfahrer hat sich in der Rhön bei einem Sprung über eine selbst gebaute Schanze schwer verletzt.
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Ein Snowboardfahrer hat sich in der Rhön bei einem Sprung über eine selbst gebaute Schanze schwer verletzt.

Sturz auf Rodelpiste

Rhön: Snowboardfahrer (15) verletzt sich bei Sprung über selbst gebaute Schanze schwer

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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In der Rhön hat sich ein 15 Jahre alter Snowboardfahrer schwer verletzt. Er stürzte auf einer Rodelpiste beim Sprung über eine selbst gebaute Schanze. Aufgrund der Corona-Regeln sperrte die Polizei indes Straßen.

+++ 17.39 Uhr: Wie das Polizeipräsidium Unterfranken am Abend mitteilte, musste die Polizei im Laufe des Sonntags an den Corona-Straßensperrungen insgesamt knapp 700 Fahrzeuge abweisen. „Im gesamten Landkreis Aschaffenburg kam es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und insbesondere zu Parkverstößen auf Wald und Forstwegen“, teilten die Beamten mit.

In den Bereichen bayerische Schanze und bayerische Rhön sei das Besucheraufkommen durch regionale Tagestouristen hingegen normal gewesen. Es seien dort auch keine verkehrsrechtlichen Verstößen festgestellt worden. „Erfreulicherweise war abschließend in allen drei genannten Bereichen festzustellen, dass es über den gesamten Sonntag verteilt zu keinerlei Verstößen gegen die infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen gekommen ist.“

Update vom 17. Januar, 12.53 Uhr: Am Sonntagmittag teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit: „Mittlerweile kommt es im gesamten Landkreis Aschaffenburg, insbesondere in den Höhenlagen, zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, insbesondere zu Parkverstößen, durch Tagesausflüger! Bitte nutzen Sie wohnortnahe Ziele! Parken Sie nur auf offiziellen und ausgewiesenen Parkplätzen!“

Rhön: Snowboardfahrer verletzt sich bei Sprung über Schanze schwer

Erstmeldung vom 17. Januar, 10.21 Uhr: Von dem Unfall des Snowboardfahrers hatte das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg am Sonntagmorgen berichtet. Den Angaben der Polizei zufolge, die sich auch zu Corona-Sperrungen äußerte, war der 15- jähriger Snowboarder auf der Schlittenabfahrt zwischen dem Würzburger Haus und dem Berghaus Rhön im Bereich der Gemeinde Riedenberg (Landkreis Bad Kissingen) über eine selbst errichtete Sprungschanze gefahren.

„Dabei kam der Jugendliche in Rückenlage, verlor die Kontrolle und stürzte. Der Snowboarder fiel beim Sturz auf beide Arme, hatte starke Schmerzen, war jedoch ansprechbar“, berichtete nach Sprecher der Polizei nach dem Unfall in der bayrischen Rhön. Der junge Snowboarder erlitt laut Erstdiagnose der behandelnden Notärztin eine Fraktur am rechten Ellenbogengelenk und am linken Handgelenk.

Nach der Erstversorgung und der Bergung durch die Bergwacht Oberbach und die Rettungssanitäter wurde der Snowboardfahrer zur weiteren Behandlung in ein nahe liegendes Krankenhaus geflogen. Was das trotz Corona-Sperrungen rund um die Wasserkuppe (Landkreis Fulda) in der hessischen Rhön erhöhte Besucheraufkommen am Wochenende betrifft, zog die Polizei hingegen für den Bereich Bayerische Rhön für den Samstag ein durchweg positives Zwischenfazit.

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„Auch an diesem Wochenende war an beliebten Ausflugzielen in ganz Unterfranken mit erhöhtem Besucheraufkommen zu rechnen“, teilte die Polizei in ihrem Bericht mit. „Die bayerische Rhön war durch die überwiegend lokalen Tagestouristen gut besucht. Hier kam es jedoch erfreulicherweise zu keinerlei Verkehrsstörungen, und auch die bestehenden Corona-Regelungen wurden eingehalten.“

Am „Engländerhaus“ im Hochspessart bei Heigenbrücken musste die Aschaffenburger Polizei allerdings bereits am Samstagvormittag die Zufahrten sperren, dasselbe tat die Polizei auch am Sonntag um 10 Uhr wieder. Am vergangenen Wochenende (9./10. Januar) hatte sich der Ausflugsverkehr insbesondere auf die Rhön und die Hochlagen im Spessart konzentriert, wie beispielsweise rund um den „Engländer“ im Landkreis Aschaffenburg oder die „Bayerische Schanz“ im Landkreis Main-Spessart.

Wegen Überlastung ließ die Polizeiinspektion Aschaffenburg mit Unterstützungskräften der Alzenauer Polizei und der Operativen Ergänzungsdienste am Samstag um 10 Uhr die Zufahrtswege zum „Engländer“ sperren. Die Polizei musste nach eigenen Angaben dort dann rund 200 Fahrzeuge abweisen.

„Die Tagestouristen waren dort teilweise überregional angereist“, teilte die Polizei mit. „Gegen 15.30 Uhr konnten die Sperren wieder aufgehoben werden.“ Verstöße gegen das Corona-Infektionsschutzgesetz stellte die Polizei den weiteren Angaben zufolge trotz des hohen Besucheraufkommens nicht fest. Ein Ausflugslokal im Bereich der Polizeiinspektion Alzenau verkaufte alkoholische Getränke an Ausflügler. Die Polizei ließ den Verkauf daraufhin einstellen.

Die örtlichen Polizeidienststellen werden nach eigenen Angaben auch am Sonntag verstärkt präsent sein. „Ein Hauptaugenmerk liegt neben der Einhaltung von Verkehrsregeln und Corona-Infektionsschutzbestimmungen auch auf der Wahrung des Naturschutzes“, hieß es. Die Polizei bittet nochmals darum, am Sonntag „wohnortnahe Ziele zu wählen und auf überregionale Ausflüge zu verzichten“.

Wieder Corona-Sperrungen: Lage auf Wasserkuppe und Hoherodskopf am Samstag entspannt

In der hessischen Rhön und auch im Vogelsberg hielt sich hingegen bei durchwachsenem Wetter der Wintersport-Ansturm am Samstag in Grenzen. Angesichts hoher Corona-Zahlen gibt es am Wochenende erneut Corona-Einschränkungen für Wintersportler und Ausflügler rund um die Wasserkuppe und den Hoherodskopf. So sind dort viele Parkplätze und auch Zufahrten gesperrt. Zudem gilt im Landkreis Fulda und auch im Vogelsberg weiterhin aufgrund einer Corona-Allgemeinverfügung die 15-km-Leine.

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