Immer noch unklar ist, wann die alte Hütte abgerissen und eine neue gebaut werden kann.
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Immer noch unklar ist, wann die alte Hütte abgerissen und eine neue gebaut werden kann.

In Hofbieber

Zweite Mediation ohne Ergebnis: Parteien ringen weiter um Neubau der Milseburghütte

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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Auch die zweite Mediation zum Neubau der Milseburghütte, also die Vermittlung zwischen Landkreis, Regierungspräsidium, Gemeinde Hofbieber und der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), ist ohne Ergebnis geblieben. 

Hofbieber - Die Vermittlung fand in Hofbieber statt. „Die Parteien haben sich verpflichtet, über den Verlauf der Verhandlungen Stillschweigen zu wahren“, berichtete der Hofbieberer Bürgermeister Markus Röder (parteilos) während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung.

„Es war ein langer Termin. Der kleinste gemeinsame Nenner lautet, dass weiter verhandelt wird“, sagte er. Der Bürgermeister hofft, dass „wir in der nächsten Sitzung weiterkommen“. Wir haben alle vereinbart, nichts nach außen dringen zu lassen, sagte Röder zu einem CWE-Antrag. Die Wählereinheit wollte wissen, wie es mit dem Hütten-Neubau weitergeht. Denn bereits die erste Meditation hatte zu keinem Ergebnis geführt.

Rhön: Streit um Milseburghütte geht in die nächste Runde - Auch zweite Meditation bleibt ohne Ergebnis

„Wir haben eine rechtskräftige Genehmigung vom Regierungspräsidium Kassel zum Abriss der alten Hütte und zum Ersatz-Neubau. Diese Genehmigung ist von der HGON beklagt worden“, ging Röder auf die Geschichte der Mediation ein. Ein eigens eingesetzter Güterichter versucht, eine Lösung zu erreichen, mit der alle Seiten leben können. Das bedeutet aber auch, dass in dieser Zeit hinsichtlich des Hüttenneubaus nichts passiert.

Landkreis Fulda, Gemeinde Hofbieber, das Regierungspräsidium und die HGON hatten sich auf eine Vermittlung geeinigt, nachdem dieser Weg einer Schlichtung vom Verwaltungsgericht Kassel vorgeschlagen worden war. Damit soll ein langer Klageweg verhindert werden. Eine gerichtliche Auseinandersetzung würde die Gefahr in sich bergen, dass über einen langen Zeitraum der Ersatz-Neubau nicht zu realisieren sei.

Seit November 2020 ruhen alle Aktivitäten um Abriss und Neubau der Milseburghütte

Vor dem Verwaltungsgericht sollte ursprünglich eine Klage der HGON gegen das Bauprojekt verhandelt werden. Nachdem die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Kassel den Bauantrag unter bestimmten Bedingungen Ende November vergangenen Jahres genehmigt hatte, klagte der Naturschutzverband umgehend gegen die Pläne, in dem sensiblen Kernzonenbereich des Biosphärenreservats die Hütte neu zu bauen. Die HGON befürchtet, dass durch eine neue Hütte ein touristischer Magnet entsteht und das Gebäude größer als das bisherige wird.

Seit der Klage ruhen alle Aktivitäten hinsichtlich eines Abrisses und Neubaus. Die Hütte auf dem 835 Meter hohen Berg ist seit Ende September 2019 geschlossen.

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