Die Verbindung von Wandern und Religion können Touristen am Battenstein erfahren.
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Die Verbindung von Wandern und Religion können Touristen am Battenstein erfahren. Oberhalb von Hilders gibt es einen imposanten Kreuzweg.

Projekt des Bistums Fulda

Glauben im Urlaub und Erholung für die Seele: Start für Tourismus-Pastroral Rhön

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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„Tourismus-Pastoral Rhön – himmlisch schön“– unter diesem Motto soll das Ziel verfolgt werden, den christlichen Glauben während des Urlaubs zu vermitteln. 

Rhön - Vorgestellt wurde das Projekt des Bistums Fulda jetzt im Hilderser Ulstersaal. Im Rathaus Hilders wird auch der Sitz sein. Geleitet wird die Tourismus-Pastoral von Dr. Björn Hirsch. Er war zuvor in der City-Pastoral in Fulda tätig gewesen und hat dabei beispielsweise die gut angenommenen BASE-Jugendgottesdienste ins Leben gerufen.

Ziel ist es, den Menschen unterschiedliche Wege zum Glauben anzubieten und besonders jene in den Blick zu nehmen, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Kontakt zur Kirche haben. „Eine Möglichkeit ist der Tourismus“, davon ist Hirsch überzeugt. Denn beim Urlaub seien die Menschen für „seelische Erholung“ empfänglicher. Dabei könnten ihnen Angebote gemacht werden, für die im Alltag häufig keine Zeit bleibe. Es sollen niederschwellige Offerten sein. Er nannte spirituelle Wander- und Radtouren, kulturelle Veranstaltungen, Gottesdienste an touristisch interessanten Orten oder Lesungen.

Tourismus-Pastroral Rhön: Menschen sollen sich im Urlaub mit dem Glauben beschäftigen

Wenn sich Menschen mit Glaubensfragen im Urlaub beschäftigen, wäre schon ein Ziel erreicht. „Es sollen Komm-her- und Geh-hin-Angebote an touristischen Orten sein“, sagte Hirsch bei der Auftaktveranstaltung. Dabei möchte die Tourismus-Pastoral auch mit Vereinen und Institutionen zusammenarbeiten. Hirsch nannte den TSV Hilders, die Kolpingfamilie und die Gemeinde.

Für den Herbst und Winter hat Hirsch zwei Dutzend zusammengestellt. Als Beispiel nannte er Wanderungen zum Battenstein mit seinem imposanten Kreuzweg oder zum Kapellchen nach Eckweisbach mit geistlichen Impulsen. Fotokurse im Biosphärenreservat gehören dazu oder aber das Waldbaden unter dem Titel „Sound of silence“, biblische Apfelsherry-Proben, Teilnahmen an Bildstockwanderungen, die Entdeckung von Weihnachtskrippen oder „Medi-Tier mal“, ungewöhnliche Mensch-Tier-Begegnungen in Lamahausen.

Für das Projekt sucht Hirsch noch weitere Mitstreiter, die ihn unterstützen. Er hat regelmäßige Sprechstunden im Rathaus Hilders eingerichtet (dienstags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr). Prospekte mit den vielfältigen Angeboten liegen in den Tourist-Informationen, in Hotels, Kirchbüros, Pensionen und Ferienwohnungen aus. Dazu ist eine Ausstellung zum Thema Schöpfung bis 27. November im Rathaus zu sehen.

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Bischof Michael Gerber sieht Projekt als Chance

Dechant Pfarrer Carsten Noll verlas während der Auftaktveranstaltung eine Grußbotschaft von Bischof Michael Gerber. Der Fuldaer Oberhirte sieht mit diesem Projekt eine Chance, dass sich Menschen mit dem Thema Christsein beschäftigen. In der Natur könnten sie leichter zum Nachdenken und zur Einkehr gebracht werden.

Der Hilderser Bürgermeister Hubert Blum (SPD) hofft, dass möglichst viele Urlauber das neue Angebot in Anspruch nehmen. „Hilders und Tourismus – das passt“, ist er überzeugt. Die Gemeinde würde davon auch profitieren.

Auch Noll sieht in der Tourismus-Pastoral neue Chancen für den Tourismus, aber auch für die Kirche. Geistliche Erholung könne nachhaltig sein. Insofern hätten Urlauber einen Mehrwert, indem sie innerlich zur Ruhe kommen und über ihre christliche Einstellung nachdenken können.

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