Zum Mut zur Veränderung rief Vize-Landrat Frederik Schmitt auf. / Foto: Charlotte Neumann

Richtfest bei den Schönstattschwestern: Ersatzbau mit Zukunft

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Dietershausen - Passend zum Faschingssamstag hatten auch die Schönstattschwestern etwas zu feiern: Der Rohbau ihres Neubaus sowie der Dachstuhl sind nach langen Bauarbeiten fertiggestellt. Der Neubau soll in erster Linie als Tagungshaus dienen und bietet Platz für weitere 30 Gäste.

Von Charlotte Neumann

„Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen“, mit diesem Zitat aus dem Buch „Der kleine Prinz“ eröffnete Schwester Isabell das Richtfest. Im Namen der Schwestern dankte sie dem Bauleiter Hubert Eckart und dem Architekten Edgar Heller. Außerdem bedankte sie sich bei den Handwerkern, den Nachbarn und den vielen weiteren Unterstützern, sowie den beteiligten Firmen.

Der Erste Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt (CDU) erinnerte daran, dass er vor etwa einem Jahr im Namen des Landkreises Fulda einen Förderbescheid von 100 000 Euro übergeben hatte. „Das ist hier bestimmt schon gut verbaut worden“, sagte Schmitt. Mit den bekannten Worten „Fürchtet euch nicht“, wies er darauf hin, dass man Mut zur Veränderung haben soll.

Keine leichte Entscheidung

Holger Phillipp, Ortsvorsteher von Dietershausen, ist den Schwestern sehr dankbar, wie er sagte: „Der Bau ist ganz wichtig für Dietershausen gewesen, denn er bietet Räumlichkeiten für größere Veranstaltungen, die es vorher so nicht gab.“

Grund für den Bau ist keine Erweiterung, wie Schwester Louise erklärte: „Es ist eher ein Ersatzbau.“ Da das alte Gebäude baufällig sei und die Kosten zu hoch gewesen wären, entschied man sich für einen Neubau. „Es wird Zukunft haben, da auch die junge Generation hinter diesem Bau steht“, sagte sie. Der vordere Teil des alten Gebäudes werde abgerissen. „Die Entscheidung war nicht leicht, da hängen ja auch Erinnerungen dran“, erklärte Schwester Louise.

Einweihung im August

Die ersten Baumaßnahmen begannen im Sommer 2019. Die Einweihung ist für Sonntag, 30. August geplant. Das 800 Quadratmeter große Haus bietet im Obergeschoss acht Gästezimmer für 30 Gäste. Außerdem werden zwei Büroräumlichkeiten eingerichtet, für die Jugend- und die Familienreferentin. Auch einen Aufzug gibt es. „Die Küche und der Speiseraum sind auf einer Etage im Erdgeschoss. Im alten Gebäude war die Küche im Keller“, erklärte Schwester Louise. Insgesamt sind neun Schwestern vor Ort, wobei nicht alle im Haus tätig sind: „Schwester Isabell wird die Hausleitung sein.“

Bauleiter Hubert Eckart erklärte, dass bewusst ein Holzbau gewählt wurde, da der Rohstoff in der Rhön vorhanden sei und somit der CO2-Ausstoß beachtet werde. „Die Wände sind gut gedämmt, was bedeutet, dass wenig Energie benötigt wird“, sagte Eckart.

50.000 Euro Unterstützung

Das 1,65 Millionen Euro teure Projekt wurde mit einem Förderbescheid in Höhe von 50.000 Euro von den Bonifatiuswerken Paderborn sowie mit dem Förderbescheid des Landkreises Fulda unterstützt. Weitere Unterstützer sind das Bistum Fulda und Aktion Mensch.

Den Richtspruch sprach Fabian Frank von Holzbau Gutmann. Anschließend wurden Würstchen, Kaffee und Kuchen ausgegeben.

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren