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Bad Salzschlirf tritt „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“ bei

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bad Salzschlirf - Dem Bündnis „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“ ist die Gemeinde Bad Salzschlirf beigetreten. Mit der Aufnahme in die Gruppe der Bündniskommunen beginnen nun die Erstellung eines Aktionsplanes, der den CO²- Ausstoß der Kommune reduzieren soll sowie eine verbesserte Förderung für bereits in Planung befindliche Maßnahmen.

Der Beitritt zu dem Bündnis bietet der Gemeindeverwaltung ein besonderes Fortbildungs- und Beratungsangebot, heißt es in einer Pressemeldung. Neben landesweiten Fach- und Fortbildungsveranstaltungen zur Vertiefung eines relevanten Themas finden regelmäßige Jahrestreffen statt. Diese werden durch Vorträge und alle zwei Jahre auch durch einen Wettbewerb erweitert.

Besonders interessant für die Gemeinde sei die Beratung und Unterstützung durch eine Fachstelle in der Landesenergieagentur (LEA). Dies ermöglicht es auch Kommunen mit geringen personellen und finanziellen Kapazitäten, wie es Bad Salzschlirf ist, verstärkt Maßnahmen zu entwickeln und Fördergelder nutzen zu können.

Erhöhte Fördersätze

Gerade der Zugang zu erhöhten Förderquoten für Bündniskommunen beim Klimaförderprogramm des Hessischen Umweltministeriums ist für die Umsetzung von Maßnahmen interessant. Es sind erhöhte Fördersätze von bis zu 90 % möglich.

Für Bürgermeister Matthias Kübel ist es wichtig, Umwelt und Natur von Bad Salzschlirf noch stärker in das Bewusstsein kommunalen Handelns und das der Bevölkerung zu rücken. „Natürlich ist global gesehen der Umwelt- und Klimaschutz von hoher Relevanz. Aber konkret vor Ort ist für unseren touristisch auf die Erholung in intakter Natur ausgerichtete Kommune der Klimaschutz von herausragender Bedeutung. Dem haben wir uns nun noch stärker als bisher mit dem Beitritt zu dem Bündnis der klimaaktiven, hessischen Kommunen verschrieben“, so der Rathauschef abschließend.

Verknüpfung von klimafreundlichen Maßnahmen

Der Fokus solle dabei weniger auf der für die Verwaltung aufwändigen Entwicklung modellhafter Maßnahmen liegen. Wichtiger sei vielmehr auf eine Verknüpfung von klimafreundlichen Maßnahmen mit ohnehin anstehenden, substanzerhaltenden Vorhaben zur Reduzierung des Energieverbrauchs zu achten. Die damit erwarteten Kosteneinsparungen sind ebenfalls von hoher Priorität.

Aufbauend auf das in 2017 fertig gestellte Klimaschutzteilkonzept wird nun ein Aktionsplan in enger Abstimmung mit der Landesenergieagentur entwickelt. Konkret in der Umsetzung befindliche Maßnahmen sind die Herstellung von extensiven Gründächern auf dem Gemeindezentrum zur Verbesserung der CO²- Bilanz, die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf gemeindlichen Gebäuden sowie der stärkere Fokus von Elektrofahrzeugen bei Ersatzbeschaffungen für den gemeindlichen Bauhof.

Förderungen beantragt

Auch die Umstellung und Optimierung der Heizungsanlagen in den gemeindlichen Liegenschaften ist geplant. Dabei spielt die Anbindung an das örtliche Fernwärmenetz, welches Wärme aus regenerativen Energieträgern produziert eine wesentliche Rolle. Für die Kläranlage sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung der CO²- Bilanz in Vorbereitung.

Auch der für die Abwasserbehandlung zuständige Zweckverband Gruppenklärwerk Wartenberg- Bad Salzschlirf hat dazu einen Antrag auf Aufnahme in das Klimaschutzbündnis gestellt. Für alle Maßnahmen sind Förderungen beantragt.

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