Foto: Laurenz Hiob

Schäden in der gesamten Region: Das hat Sturmtief Axel angerichtet

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Region - Das Sturmtief Axel, das seit Montagnachmittag wütete, hat in Fulda und den Nachbarkreisen für überschwemmte Straßen, Unfälle und Erdrutsche gesorgt.

Sportplatz oder Schwimmbad?

„Aufgrund des starken Niederschlags kam es am Dienstag bei uns auch zum Hochwasser in Schlüchtern-Herolz“, teilt uns Leser Alexander Preis mit. Dank der Feuerwehrkräfte soll der Wasserstand aber wenig später wieder abgesunken sein.

In Niederzell ist sogar ein ganzer Sportplatz überflutet worden. An Fußball ist dort aktuell nicht zu denken – wohl eher an Wasserball.

Morgens um 8 Uhr trat in Altengronau der Gronaubach in Höhe des Netto Markt über die Ufer und erreichte mehrere Grundstücke. Die freiwillige Feuerwehr half mit Sandsäcken und Absicherung der Straße.

Die Pegelstände der Bieber stiegen rasant an, so dass sie in Niederbieber und Wiesen über ihre Ufer trat und etliche Keller voll Wasser liefen. Zuvor kam es in Langenbieber, Wittges und Wallings zu Fahrbahnüberflutungen und vollgelaufenen Kellern. Auch das Freibad Langenbieber war betroffen. Wegen der vielen Paralleleinsätze – schreibt die Feuerwehr Hofbieber-Mitte – wurde für alle Wehren der Gemeinde Hofbieber das Unwettermodul ausgerufen und die Funkzentrale im Gerätehaus Hofbieber besetzt, um die Einsätze zu koordinieren. Die Hauptarbeiten beliefen sich auf das Auspumpen vollgelaufener Keller und Garagen sowie den Aufbau von Schutzbarrikaden mit Sandsäcken und Holzbohlen. Straßengräben und Kanaldeckel mussten von Schmutz und Geröll befreit werden, damit das Wasser ablaufen konnte.

Eine massive Buche musste von der Fahrbahn geräumt werden, die wegen des aufgeweichten Bodens umgestürzt war. Nach Rückgang des Wasserstandes mussten Fahrbahnen von angespültem Schlamm befreit werden. Nachdem der Sandsackvorrat der Wehren aufgebraucht war, wurden 400 Sandsäcke vom THW Fulda geholt. Auch der Bauhof unterstütze mit Bagger und Radlader an den vielen Einsatzstellen. Etliche Fahrbahnen mussten von Polizei oder Feuerwehr gesperrt werden. Insgesamt waren die Feuerwehren aus der Gemeinde Hofbieber bei 25 Einsätzen im Einsatz (Stand 13 Uhr). An zwölf Einsätzen waren die Einsatzkräfte aus Hofbieber-Mitte beteiligt.

Während einige Dauerschwimmer fleißig ihre Bahnen ziehen, stehen große Teile der Liegewiese im Fuldaer Freibad Rosenau unter Wasser. „Das war seit 2002 nicht mehr so extrem“, erinnert sich Peter Bolz, stellvertretender Betriebsleiter, der die Situation seit 1991 verfolgt. „Und 2002 war es im März, als noch kein Badebtrieb lief und Schneeschmelze sowie starker Regen zusammenkamen.“

Obwohl es gestern Nachmittag nicht regnete, stieg der Wasserstand an, weil weiteres Wasser aus der Fulda ins Bad drückte. „Die Situation ist so instabil, dass wir mit unserem Programm nicht planmäßig fortfahren können“, sagte Heide Aust aus dem Organisationsteam der RhönEnergie Challenge. „Wir müssen jegliche Alternative ins Auge fassen, um eine Durchführung der Veranstaltung zu gewährleisten.“ Wie die aussehen kann, daran arbeitet das Team von Aust fieberhaft. / lio, pw, lea, hi

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